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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Entwürfe für die neue „Pforte zur Altstadt“ >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 18.10.2013 um 17:50:57

Entwürfe für die neue „Pforte zur Altstadt“

Harry Jost erläutert das Modell vom halleschen Büro dietzsch und weber architekten, das auf Platz 2 kam. Harry Jost erläutert das Modell vom halleschen Büro dietzsch und weber architekten, das auf Platz 2 kam.
Foto: S. Richter Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder)
Ab Ende 2015 will die HWG am Riebeckplatz umbauen.

Halle (sr). Viele Jahre be-stimmten die zwei Hochhäuser am Riebeckplatz das Eingangsbild für Halles Altstadt.
Die so genannten Hochhaustische hatten sich aber für deren Abriss entschieden und jetzt muss der „Eingangsbereich“ neu gestaltet werden. Die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) hatte deshalb einen nicht offenen, anonymen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Dorotheenstraße 7 bis 9 ausgerufen und in der vergangenen Woche die Entwürfe der beiden durch die Jury Erstplatzierten vorgestellt. Ziel war es, die Gebäude rechts der oberen Leipziger Straße, in der Martin-Straße und in der Dorotheenstraße, so umzugestalten, dass sie sich harmonisch in das Stadtbild einfügen, und auch den Edeka-Markt zu erhalten. „Die historische Gründerzeitbebauung in der Leipziger“, so Harry Jost von der Jost Consult Projektsteuerung GmbH, „endete vor dem Edeka-Markt, bevor in den 1960-er und 1970-er Jahren der Riebeckplatz neu konzipiert wurde“. Deshalb sei hier jetzt eine Stadtreparatur nötig mit einer langfristigen und nachhaltigen Architektur.
Die fünf beteiligten Architekturbüros hatten dabei zu be-rücksichtigen, dass die Ge-bäude rechts und links des Boulevards 34 Meter hoch sind und für die Fußgänger ein Höhenunterschied von vier Metern zu überwinden ist. Letzteres Problem löste das hallesche Büro dietzsch und weber architekten mit einem Verkehrskreisel, der der Jury allerdings zu dominant, aber als gute Idee er-schien. Ihr 30 Meter hohes Haus kommt durch eine Dachterrasse auf die Höhe der Umgebung. 97 Wohnungen über kleinen Gewerberäumen, ein Innenflur mit vielen Lichtpunkten, eine Tiefgarage und Fassaden, die im harten Kontrast zu den Gründerzeitfassaden nebenan stehen, zeichnen den Entwurt aus, dem die Jury den zweiten Platz zusprach.
Favorit der Jury war die Idee des Weimarer Büros Junk und Reich Architekten. Auch hier wurde der Neubau in der Höhe der Umgebung geplant und die vier Meter sollen mit einem Außenaufzug überwunden werden. Die Jury würdigte die gelungene Verbindung von zeitgenössischer Architektur mit innovativer Funktionalität. So sehen die Weimarer u. a. die Wohnungen mit Loggias vor, die weite Ausblicke über die Stadt ermöglichen. Hauptgrund für die Entscheidung der Jury war aber die Fassade, die starke Kontraste setzt.
Aus den Entwürfen der beiden Erstplatzierten soll jetzt die entgültige Fassung für den Neubau entstehen, der etwa 100 altengerechte Zwei-Raum-Wohnungen vorsieht sowie wieder einen Edeka-Markt. Die Planungen dazu starten noch in diesem Jahr. Sowie die Genehmigungen vorliegen - wahrscheindlich Anfang 2015 - soll es mit dem Abriss der vorhandenen Bausubstanz losgehen und Ende 2015 der Neubau starten. „Auch für das Folgekonzept“, so Dr. Heinrich Wahlen, Geschäftsführer der HWG, „werden wir wieder einen Wettbewerb durchführen“.
Alle fünf Entwürfe sind bis zum 1. November im Foyer der HWG ausgestellt und sollen anschließend noch einmal im Technischen Rathaus im Hansering gezeigt werden.

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