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Torsten Waschinski

Hochwasser in Aken, Lödderitz, Breitenhagen

aktualisiert am 07.06.2013 um 12:18:28
Elbe (red). Erschöpfte Helfer, zupackende Soldaten und eine Elbe, die immer mehr Wasser auch auf die Achse von Aken über Lödderitz nach Breitenhagen bringt.

In Breitenhagen, einem kleinen Dörfchen direkt am Fluss im Salzlandkreis, geht es wieder um alles oder nichts. Bei der großen Flutkatastrophe 2002 brachte der Kampfeswille der Einwohner dem Ort den Beinamen „Gallisches Dorf“ ein. In der Tat scheint es wirklich so, als ob Breitenhagen auf sich alleine gestellt ist, wie die Gallier im berühmten Asterix-Comic. Wahrlich stellt sich die Deichsicherung hier nicht als ganz so einfach dar. Großes Gerät kommt kaum heran, und so muss alles mit menschlicher Muskelkraft an Ort und Stelle gebracht werden. Sandsack für Sandsack, Hunderte bis Tausende dürften es inzwischen sein.


Reporter vor Ort: Videoreportage zum Thema:




Viele Helfer packen zu, freiwillig wohlgemerkt! Es scheint aber - trotz der brisanten Situation - einen gewissen Spaß zu bringen. Nicht falsch verstehen, aber die Katastrophe schweißt die Menschen zusammen. „Die Breitenhagener sind einfach der Hammer“, postete ein Helfer aus Köthen im Facebook und lobt damit die Herzlichkeit der von der Flut bedrohten Anwohner.

Nicht weit weg von Breitenhagen liegt Lödderitz. Auch hier bemühen sich die Menschen darum, dass der Deich hält. Zivilisten dürfen in diesem Bereich jedoch nicht mehr auf Schutzdamm. Das übernehmen 300 Soldaten der Bundeswehr. Sie sind an vier „Baustellen“ auf einem Deichabschnitt von sechs Kilometern im Einsatz. Die Profis vom Panzerpionierbatallion 803 aus Havelberg sichern den Deich. In den vergangenen zwei Tagen wurden rund 200.000 Sandsäcke von Zivilisten abgefüllt und dann mit 15 Fahrzeugen der Bundeswehr an die entsprechenden Stellen („Gefechtsstände“) gebracht.

Geht bei Lödderitz etwas schief, schwappt das Elbewasser bis nach Wulfen.

In Aken indes sieht die Lage aus wie die Ruhe vor dem Sturm. Der Pegelstand zeigte am 6. Juni 2013, 20 Uhr einen Stand von 736 Zentimetern.

„Auf der Grundlage der aktuellen Prognose ist im Ergebnis einer soeben beendeten Beratung vom LHW (Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft) entschieden worden, dass die laufende Deicherhöhung zwischen Lorf und Breitenhagen heute beendet wird“, heißt es in einer von Akens Bürgermeister Hansjochen Müller autorisierten Pressemitteilung vom 6. Juni, 21.17 Uhr.

Nach Einschätzung des für den Flussbereich Schönebeck zuständigen Flussbereichsleiters sei der in diesem Bereich vorhandene Freibord (Differenz zwischen Wasserspiegel und Deichhöhe) ausreichend, um den prognostizierten Hochwasserscheitel von 755 cm gefahrlos passieren zu lassen.

Arbeiten wurden erst einmal eingestellt und entgegen der früheren Pressemitteilung werden am Freitag, 7. Juni 2013 keine weiteren freiwilligen Helfer mehr benötigt.

Akens Krisenstab bittet deswegen alle Helfer, die notwendigen Deichverteidigungsarbeiten in benachbarten Städten und Gemeinden zu unterstützen.

Sofern sich im Bereich der Stadt Aken wieder ein Bedarf an Helfer ergibt, werde informiert.

Insofern hoffen die Akener weiter, dass sie glimpflich davon kommen. Aber Bürgermeister Müller betont ausdrücklich, dass die Gefahr nicht gebannt sei. Das Wasser werde steigen und höchstwahrscheinlich eine ganze Weile auf hohem Niveau bleiben.

FOTOS vom Hochwasser am 6. Juni hier

Neuste INFOS zum Hochwasser gibt es hier
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