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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 29.01.2016 um 16:24:22

Hochwasserschutz in Merseburg: Erster Bauabschnitt ist fertig

Saalekreis-Landrat Frank Bannert, Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens, Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen und der Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Burkhard Henning (v. li.), im Gespräch.  Saalekreis-Landrat Frank Bannert, Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens, Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen und der Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Burkhard Henning (v. li.), im Gespräch.
Foto: Ralf Penske Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Minister Aeikens: Sachsen-Anhalt praktiziert Hochwasserschutz aus einem Guss

Merseburg (rp).
„Es ist schön, wenn man etwas auf die Schiene gesetzt hat, am Ende auch am Ankunftsbahnhof zu sein“, umschrieb  am Montag Um-weltminister Dr. Hermann Onko Aeikens die Situation, als der erste Bauabschnitt für den Hochwasserschutz in Merseburg seiner Bestimmung übergeben wurde.

Vor etwa einem Jahr erfolgte der Spatenstich für die Hochwasserschutz-Anlage in der Werderstraße in Merseburg. Für den ersten Bauabschnitt wurde eine Kombination aus einem Hochwasserschutzdeich entlang des Mittelkanals sowie einer Hochwasserschutzwand und einem Deich entlang der Saale zur Sicherung der Bebauung südlich der Bundesstraße 181 entwickelt. Die Gesamtlänge der Schutz- und Deichanlage beträgt 786 Meter. Die Kosten belaufen sich auf knapp 1,5 Millionen Euro, wobei auf die Hochwasserschutzwand rund 900 000 Euro und auf den Hochwasserschutzdeich 580 000 Euro entfallen.
Die Stadt Merseburg und die davon betroffenen Grundstückseigentümer beteiligen sich an den Kosten zu insgesamt 20 Prozent. Damit wurde zum ersten Mal in Sachsen-Anhalt eine Investition für den Hochwasserschutz mit öffentlichen und privaten Mitteln finanziert.

„Mit dem ersten Bürgerdeich übt Merseburg eine Vorbildfunktion aus“, lobte der Minister das private Engagement der Anwohner.
Welchen hohen Stellenwert der Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt genießt, verdeutlichte Dr. Aeikens an einigen Zahlen.
„Die beiden Hochwasserkatastrophen in den Jahren 2002 und 2013 verursachten fünf Milliarden Euro Schaden. Seit 2002 hat das Land 710 Millionen Euro für Maßnahmen zur Beseitigung der Hochwasserschäden sowie zur Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt verwendet.
Um die bis zum Jahr 2020 gesteckten Ziele für den Deichschutz zu erreichen, sind weitere 700 Millionen Euro notwendig. Aktuell entsprechen etwa 60 Prozent der 1 312 Kilometer Deiche den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Wir praktizieren im Land einen Hochwasserschutz aus einem Guss“, betonte Dr. Aeikens.

2015 - Rekordjahr für Hochwasserschutz

Das Land hat im vergangenen Jahr so viel Mittel in den Hochwasserschutz investiert wie noch nie zuvor. Das berichtete der Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Burkhard Henning. Insgesamt flossen rund 110 Millionen Euro in Vorhaben zur Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption des Landes sowie zur Beseitigung der Schäden des Hochwassers im Juni 2013.

„Ein Grund für dieses Ergebnis liegt darin, dass bereits vor dem Hochwasser 2013 zahlreiche Maßnahmen planungsseitig und teilweise genehmigungsseitig vorbereitet wurden. Mit zusätzlichen 16 Mitarbeitern für die Projektumsetzung aus dem Pool der neu eingestellten 40 Mitarbeiter im Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft war es möglich, die vorbereiteten Maßnahmen durchzuführen. Hinzu kam die gute Witterung 2015, wodurch viele Projekte zügiger umgesetzt werden konnten. Mit den im Jahr 2015 eingesetzten Mitteln konnten schwerpunktmäßig Deiche saniert bzw. auch Deichlücken geschlossen werden“, so Burkhard Henning.

Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen appellierte an die Landesregierung, die Kommunen mit dem neu zu beschließenden  Finanzausgleichsgesetz entsprechend finanziell auszustatten.
„Die Kommunen brauchen den finanziellen Spielraum, um die Förderprogramme des Landes kofinanzieren zu können“, sagte er.



 

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