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Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 11.03.2016 um 16:02:14

Nachwuchs für das Handwerk

Zum Abschluss wurden die Besten geehrt: (v.l.) Dieter Köppe (Kfz-Innung), Tom Rosenheinrich (Kfz), Christian Richter (Metall), Mark Rehahn (Metall), Günter Schildhauer (Metall-Innung),  Jan Hildebrandt (Elektro) und Elektromeister Roland Schandert. Zum Abschluss wurden die Besten geehrt: (v.l.) Dieter Köppe (Kfz-Innung), Tom Rosenheinrich (Kfz), Christian Richter (Metall), Mark Rehahn (Metall), Günter Schildhauer (Metall-Innung), Jan Hildebrandt (Elektro) und Elektromeister Roland Schandert.
Foto: Antje Weiß
Junge Handwerker starten ins Berufsleben. Die Freisprechung ist die Abschlussfeier der Auszubildenden des Handwerks.

Wittenberg (aw). Ein Sprichwort sagt: „Wer nicht weiß, wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er wo anders ankommt. Ihr seit heute angekommen, der Stern für eure berufliche Zukunft steht günstig, Arbeit im Landkreis Wittenberg zu finden", gab Kreishandwerksmeister Hendrik Hiller den jungen Männern vor ihm mit auf den Weg.

22 haben nach dreieinhalb Jahren Lehrzeit die Prüfungen in den drei Wittenberger Innungen Kfz, Elektro und Metall in diesem Jahr bestanden. Ihnen wurde am Freitag in feierlichem Rahmen der Gesellenbrief überreicht. Die Freisprechung fand in der Sparkasse Wittenberg statt. Für elf Kfz-Mechatroniker, sechs Metallbauer und fünf Elektroniker beginnt ein neuer Abschnitt ihres Lebens. Landrat Jürgen Dannenberg bedankte sich bei den Firmen, die sich um den beruflichen Nachwuchs kümmern. „Mit dem Gesellenbrief in der Tasche verbessern sich eure Chancen auf den Arbeitsmarkt." Er gab den jungen Prüflingen mit auf den Weg, dass es immer wieder etwas zu lernen gebe und man sich neuen Herausforderungen stellen müsse. Eine Meisterausbildung sei ihnen ebenso möglich wie die Aufnahme eines Studiums.

Mit der Ausbildung ist es nicht getan, der Fortschritt sorgt für lebenslanges Lernen, weil die Gesellen mit Technologien arbeiten, die sich ständig weiterentwickeln, ist die Botschaft an die jungen Leute von Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Das Handwerk sei der vielseitigste Wirtschaftszweig in Deutschland und auf einen großen Stamm von hochqualifizierten Fachkräften angewiesen. Er ermunterte die jungen Gesellen dazu, ihre Chancen zu nutzen. „Bildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit." Noch nie hätte sich im Handwerk so viel verändert wie in heutiger Zeit. Anschließend gratulierten die Innungsmeister den Junggesellen. Alle wurden von ihren Ausbildungsfirmen übernommen.

Für Tom Rosenheinrich ist Kfz-Mechatroniker sein Wunschberuf. Sein Weg in die Kfz-Branche war familiär gesteuert. Der 21-Jährige hat dreieinhalb Jahre in der Firma seines Vaters gelernt. „Das Schrauben an Fahrzeugen, eigentlich alles macht mir Spaß." Einen weiteren beruflichen Traum erfüllt er sich ab Sommer: „In Magdeburg möchte ich meinen Meister machen." Christian Richter hingegen hat sich seinen zweiten Beruf bewusst ausgewählt. Er hat bereits eine Ausbildung als Orthopädietechniker in der Tasche, sattelt in die Metall-Branche um. „Das macht mir Spaß", meinte er. Er finde es beruhigend, vom Ausbildungsbetrieb in Gadegast übernommen zu werden. Jan Hildebrandt hat sein Handwerk bei Elektroanlagen Gericke in Reuden gelernt. „Elektroniker ist mein Traumberuf", sagt der 20-Jährige. Auch er bleibt im Betrieb und möchte dort seinen Meister machen.

Wenig Nachwuchs im Handwerk

Träumen dürfen die Innungs-Meister höchstens von Freisprechungen mit 100 Teilnehmern, wie es sie vor 15 Jahren noch gegeben hat. Die aktuelle Realität ist eine andere: „Es fehlt an geeigneten Bewerbern für eine Ausbildung im Handwerk", sagte Günter Schildhauer von der Metall-Innung. „Viele Eltern schicken ihre Kinder aufs Gymnasium, doch viele schaffen die Hochschulreife nicht." Hier sieht Schildhauer einen Ansatz: „Duale Studiengänge für Handwerker, so wie es in anderen Bundesländer längst praktiziert wird."

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