Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Dessau-Roßlau > Schulranzen - Gefahr auf dem Rücken >
Detlef Barth Detlef Barth
aktualisiert am 09.07.2013 um 14:17:56

Schulranzen - Gefahr auf dem Rücken

Beim Schulranzencheck in Meinsdorf waren 80% der Ranzen zu schwer.

Meinsdorf (db/red). Ein guter Schulranzen soll nicht nur im Straßenverkehr schnell auffallen und leicht zu handhaben sein, sondern vor allem den Kinderrücken schonen. Besonders die Erst- und Zweitklässler haben an ihrem Schulranzen oft schwer zu schleppen. Mehrere Kilo tragen die Kinder täglich zur Schule und zurück.
Gemeinsam mit dem Institut für Prävention und Gesundheitsförderung führte die AOK Sachsen-Anhalt in der Grundschule Meinsdorf den Schulranzen-Check durch. Hierbei wird festgestellt, ob der Ranzen der Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht nicht zu schwer ist. Oft bringt ein Schulranzen fünf und mehr Kilogramm auf die Waage.
„Wir haben bei mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu schwere Ranzen festgestellt. Das Höchstgewicht – Tasche mit Inhalt – sollte maximal 10 bis 12,5 Prozent des Körpergewichts betragen. Ein 20 Kilo schwerer ABC-Schütze kann demnach höchstens 2,5 Kilo zur Schule tragen. Bei einem empfohlenen Eigengewicht des Ranzens von maximal 1,3 Kilo hätte man also 1,2 Kilo „frei“ für Mäppchen, Bücher, Hefte, Pausenbrot und Trinkflasche“, erklärt Lars Germer, Leiter der AOK-Region Anhalt.
Ist der Ranzen zu schwer, können bleibende Haltungsschäden und krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule die Folge sein. Daher sind die Kontrolle und die individuelle Einstellung des Schulranzens von hoher Bedeutung. „Wir demonstrieren den Kindern auf spielerische Art, was einen perfekten Ranzen ausmacht und wie man ihn mit Köpfchen richtig packt, damit er für den nächsten Schultag nicht zu schwer ist. Denn viele Utensilien – zum Beispiel der Malkasten - müssen nicht jeden Tag mitgenommen werden“, so Germer weiter.
Mit dieser Aktion möchte die Gesundheitskasse nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und Lehrer auf die Gefahren eines zu hohen Gewichts des Schulranzens hinweisen, um Gesundheitsschäden durch zu schwere oder schlecht sitzende Tornister vorzubeugen.
Gerade bei Kindern sind die Knochen noch weich und verformbar und dadurch besonders anfällig. Eltern sollten daher auf das Gewicht des Ranzens  ihrer Kinder achten.
Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt circa 900 Schulranzen an 22 Schulen während des AOK-Schulranzen-Checks auf den Prüfstand gestellt.
Doch nicht nur das Gewicht des Ranzens hat Einfluss auf die Rückengesundheit des Sprösslings. Neben Faktoren wie Tragetechnik (immer auf dem Rücken!),  -dauer, Sitz des Ranzens und der Art des Schulweges spielt insbesondere die Fitness des Kindes eine wichtige Rolle. Kinder, die sich regelmäßig viel bewegen, turnen oder zum Beispiel Fußball spielen, haben in der Regel eine Muskulatur, die auch das gelegentliche Tragen eines etwas zu schweren Ranzens tolerieren kann.

Was kennzeichnet einen guten Ranzen?
Ein guter Ranzen ist am Hinweis „entspricht DIN 58124“ erkennbar. Er sollte nicht nur praktisch sein, sondern auch durch Signalfarben und Reflektoren schnell ins Auge fallen. Zudem soll er stabil sein (kein Umkippen, strapazierfähiges Obermaterial), gut sitzen – und natürlich gefallen. Dass der Schulranzen gut sitzt, dafür sorgt zum einen eine gleichmäßige Verteilung des Inhalts: keine „Schlagseite“ nach links oder rechts, schwerere Sachen wie Bücher gehören nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne. Zum anderen muss der Sitz an das Kind angepasst sein: Der Ranzen soll dicht am Körper anliegen (Gurte straff anziehen), die Oberkante schließt etwa auf Schulterhöhe ab (gegebenenfalls Länge der Gurte korrigieren), die Unterkante mit dem Beckenkamm. Sind die Riemen etwa zu lang und der Ranzen sitzt zu weit unten, verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten. Das Kind muss, um dies auszugleichen, den Oberkörper deutlich nach vorn beugen – eine unnötig hohe Belastung der Wirbelsäule.
Weitere Infos unter: www.aok.de/sachsen-anhalt (Webcode): Schulranzen


Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Weihnachtliche Adventskaffeestube auf Gut Mößlitz Weihnachtliche Adventskaffeestube auf Gut Mößlitz Hilmar und Freunde bieten am Sonntag ein musikalisch-weihnachtliches Potpourri auf Gut Mößlitz an. Akkordeon, Gitarre, Flöten, Mundharmonikas...
Anzeige
Sag Ja!
33. Sandersdorfer Weihnachtsturngala 33. Sandersdorfer Weihnachtsturngala Salto vorwärts - Salto rückwärts - Handstand oder Flickflack im Wunderland… Sprung, Barren, Balken und Boden - turnerische Akrobatik der...
Anzeige
Intensivpflege-Team aus Coswig belegt Platz 3 Intensivpflege-Team aus Coswig belegt Platz 3  Angemessene Würdigung des Pflegeberufs. ...
Anzeige
Trauerportal