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Wochenspiegel > Köthen > Mit Hellebarde und Laterne: 10 Jahre Nachtwächter >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 30.04.2014 um 12:59:44

Mit Hellebarde und Laterne: 10 Jahre Nachtwächter

Stadtführer Bernd Westphal in seinem Element, als Köthener Nachtwächter Schnabelschuh. Stadtführer Bernd Westphal in seinem Element, als Köthener Nachtwächter Schnabelschuh.
Foto: Stefan Julius
Stadtführer Bernd Westphal möchte noch lange in seiner Paraderolle begeistern.

Köthen (stw). Durch lautes Wummern an der Tür des Magdeburger Turms wachte Nachtwächter Schnabelschuh vor zehn Jahren auf. Seither führt Stadtführer Bernd Westphal in seiner Paraderolle Gäste durch das dunkle Köthen.

Die Idee dazu hatte Köthens damaliger Marketingchef Jürgen Busch. „Es sollte eine besondere Form der Stadtführungen geben und Jürgen sprach mich an, ob ich dabei nicht den Nachtwächter spielen würde“, erinnert sich Westphal.


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„Ich wollte keine normale Stadtführung in einem Kostüm machen, daher legten wir Schnabelschuh als frechen, lauten aber liebenswerten Gesellen an.“ Schon allein die Namensfindung dauerte seine Zeit. Der Name sollte einprägsam und historisch sein und in Deutschland nicht vorkommen.

Dies traf am Ende auf „Schnabelschuh“ zu. In der engeren Auswahl waren außerdem Hängeholz und Flaschner.

Unzählige Gäste lauschen seither seinen amüsanten Geschichten. „Einige Gäste sehe ich jedes Jahr wieder. Diese ‚Wiederholungstäter‘ freuen mich besonders“, so der Stadtführer.





In den zehn Jahren haben sich viele witzige Episoden abgespielt, die Westphal heute noch in Erinnerung so.
Jemand rief die Polizei wegen einer nicht angemeldeten Demonstration rief.

Schnabelschuh sucht in jeder Führung nach einer Auszubildenden. Nicht schlecht staunte er, als sich im Postkasten einmal echte Bewerbungsunterlagen dafür befanden.

Zur Jubiläumsführung hatten sich zahlreiche ehemalige Weggefährten versammelt, um Westphal beizustehen. Familie und Freunde hatten zahlreiche Überraschungen organisiert.

So überreichte Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander (vom Nachtwächter scherzhaft „Fischstäbchen“ genannt) eine Urkunde zum Jubiläum nebst Nachtwächter-Eid. Zander: „Normalerweise gibt‘s das erst zum 25. Dienstjubiläum, aber er ist schon 900 Jahre, wer weiß ob noch so lange lebt.“

Auch Fürst Leopold III. (Schauspieler Hans-Jürgen Müller-Hohensee) kam aus seinem Wörlitzer Gartenteich angeritten, um Glückwünsche zu übermitteln: „Anerkennung - wirklich wahr, gebührt Schnabelschuh, dem Jubilar“, reimte er seine Grußbotschaft. 

Von Arthur Lutze (Bernhard Zander) persönlich gab es eine Flasche Hustensaft, da der Homöopath regelmäßig durch Schnabelschuhs Hustenattacken geweckt wird.

Während Frau von Trotha (Kristina Schlansky) und Benimmlehrerin Dorothea Margarete (Petra Pick) um mehr Ruhe in der Stadt baten, hatte Letztere ein dickes Buch mit Nachtwächterregeln dabei. Dieses entpuppte sich jedoch lediglich als Versteck für geistige Getränke.

Der im Köthener Exil lebende russische Revolutionär Michail Alexandrowitsch Bakunin (Horst-Peter Lämmler) fragte, ob das Proletariat obsiegte.

Die Fasanenwirtin (Angelika Westphal) und Herzogin Julie (Simone Scholdra) sind mittlerweile feste Begleiter.






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