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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Weihnachtsbescherung am 24. Dezember im Bitterfelder Tierheim >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 24.12.2018 um 09:48:52

Weihnachtsbescherung am 24. Dezember im Bitterfelder Tierheim

Das Bitterfelder Tierheim und die „Fellnasen“ brauchen Unterstützung in jeglicher Hinsicht - die finanziellen Sorgen der Einrichtung haben Bestand. Das Bitterfelder Tierheim und die „Fellnasen“ brauchen Unterstützung in jeglicher Hinsicht - die finanziellen Sorgen der Einrichtung haben Bestand.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Das Bitterfelder Tierheim braucht in jeglicher Hinsicht Unterstützung und Mitglieder vor Ort. Zu Weihnachten werden wieder zahlreiche Spenden im Tierheim ankommen.

Bitterfeld (ts).
Der Tag am Heiligen Abend ist für das Bitterfelder Tierheim und für die Türschützer, doch in erster Linie für die Tiere selbst, eine wortwörtliche „Bescherung“ außerhalb der restlichen 364 Tage im Jahr. Viele Spender von Futter, Decken, Tierspielzeug und auch Geld werden am 24. Dezember wieder traditionell zum Bitterfelder Tierheim kommen, um einen Beitrag, vor allem für die Tiere, zu leisten. Das ist für das Tierheim und den Betreiber, dem Tierschutzverein Bitterfeld e. V. und noch viel entscheidender, für die Tiere überlebenswichtig.

Warum? ...die Kosten im Tierheim sind hoch. So um 200.000 Euro laufen da im Jahr auf. Durch die zahlreichen Anpassungen wie Lohn-, Gemeinkosten und Versorgungskosten sind auch die Unkosten weiter gestiegen. Vor allem sind in der langen dunklen Jahreszeit die Heizkosten exorbitant hoch, betont Uwe Köckeritz, Vereinsvorsitzender des Tierschutzvereins.

Der Winter klopft nicht nur kalendarisch bereits an die Tür. Gerade die liebevoll genannten „Notfellchen“ sind dringend auf eine beheizte Unterkunft angewiesen. „Kurz vor Weihnachten sind die Heizöltanks nahezu leer, der Ölvorrat reicht nur noch wenige Tage“, betont Uwe Köckeritz besorgt. Die vielen Hunde-, Katzen- und Kleintierstuben verschlingen Unmengen an teurem Heizöl. „Lasst uns nicht frieren und spendet für Wärme und Geborgenheit, damit wir rasch Heizöl für unsere Fellnasen in Not bestellen können“, so der Aufruf des Tierschutzvereins Bitterfeld e. V. für etwas mehr „Tierwärme“.

Eigens dafür hat der Tierschutzverein gemeinsam mit der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld ein Spendenkonto eingerichtet. Unter der IBAN DE50 80053722 0037004176 und dem Stichwort „Warme Füße für kalte Schnauzen“ kann gespendet werden. Eine weitere Spendenaktion läuft noch bis zum 20. Dezember. Dabei können an der Shell-Tankstelle in Bitterfeld und an der Gulf Tankstelle in Friedersdorf „Wunschkartons“ der Tierheimtiere abgeholt und befüllt werden. Diese Kartons können zur alljährlichen Weihnachtsbescherung am 24. Dezember, in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr im Tierheim abgegeben oder vorher an die Tankstellen zurückgebracht werden.

Leider endet das Weihnachtsfest für manche Kleintiere, Hunde und Katzen im Tierheim. Mitleidlos ausgesetzt, eingesperrt, angebunden, ja sogar weggeworfen. Somit herrscht auch über die Feiertage im Bitterfelder Tierheim Hochbetrieb. Das liegt zum einem daran, dass es ein Interesse an Tieren gibt und zum anderen, dass lebende Weihnachtsgeschenke nicht selten im Nachgang im Tierheim enden.

Das ist ein Grund, warum das Tierheim mittlerweile seit einigen Jahren in der Vorjahreszeit keine Tiere mehr vermittelt, einfach um den lebenden Geschenken einen Riegel vorzuschieben. Vorwiegend finden in Bitterfeld Hunde und Katzen ihre zwischenzeitliche Heimat, doch auch Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen, Igel oder gar Ratten sind auf dem Areal zu finden.
Die Mitarbeiter des Tierheimes haben an diesen Tagen viel zu tun. Es ist zwar nicht so kalt wie an einem gewöhnlichen Dezembertag vor Weihnachten, doch es ist oft windig. Vor allem die Unterkünfte der Hunde befinden sich im Freien. Deswegen sind, wie in jedem Jahr, trotz der relativ frostfreien Witterung zur Wintersaison Teppiche, Decken, Planen und andere Schutzmaterialien angebracht worden. Sie sollen als Schutz gegen Kälte und Nässe dienen, wenn diese kommt.

Im Moment zählt man 30 Hunde, vorwiegend ältere Tiere und über 160, teils sehr verängstigte Katzen, sowie zahlreiche Kleintiere in der Anlage. „Wir kommen, wie fast jedes Jahr, langsam an unsere Grenzen und gerade zum Jahreswechsel und nach Weihnachten gibt es Zugänge“, so Uwe Köckeritz. Nach den Feiertagen gibt es viele ausgesetzte oder abgegebene Tiere. Auch immer mehr ältere Menschen sind mit ihren Haustieren überfordert.

„Die Pflegedienste melden uns solche Fälle, in denen pflegebedürftige Menschen mit ihren geliebten Haustieren überfordert sind. Doch wir brauchen auch dringend Mitglieder und Unterstützer“, wirbt Vereinsmitglied Grit Köckeritz für die praktische Hilfe. Deshalb werden die Pflegedienste immer mehr zu ungewollten, jedoch wertvollen Partnern. Mitglieder und Unterstützer werden dringend als praktische Partner vor Ort gesucht.

Weitere Informationen im Internet unter www.tierheim-bitterfeld.de oder per Telefon unter 03493 22037.

 

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