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Wochenspiegel > Zeitz > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 38 - Herrengosserstedt >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.11.2019 um 11:31:00

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 38 - Herrengosserstedt

Die Kirche von Herrengosserstedt. Die Kirche von Herrengosserstedt.
Foto: M. Schumann Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Ein Finnedorf mit einer langen Historie

Schon zur Bronzezeit gab es um Herrengosserstedt menschliche Siedlungen.
Herrengosserstedt (ms).
Dass unsere Region schon vor Jahrtausenden besiedelt war, belegen unter anderem die Himmelsscheibe von Nebra und das Sonnenobservatorium Goseck. Und auch in dem Ort, dem wir uns in Teil 38 unserer Serie „Rund um den Burgenlandkreis“ widmen, gibt es Spuren, die sehr lange zurück reichen.

Um das heutige Herrengosserstedt soll es vier neolithische Siedlungen gegeben haben, zwei davon bestanden nur während  der Bronzezeit. Entsprechende Funde sind im Heimatmuseum Kölleda zu sehen.

Herrengosserstedt liegt heute auf halber Strecke zwischen Eckartsberga und dem thüringischen Buttstedt. Hier leben etwas mehr als 500 Einwohner. Das dörfliche Leben prägen im wesentlichen der Heimatverein, der Sportverein ESV Herrengosserstedt, die Faschingsgesellschaft und, wie in vielen ländlichen Gemeinden üblich, die Feuerwehr.

Letztere hat ihr Gerätehaus in den Jahren 1993 und 1994 in Eigenregie errichtet, unterstützt von zahlreichen Sponsoren, der Gemeinde und vom Land. Zudem ist sie - mit Gründungsdatum 1816 - die erste nach preußischem Landrecht gegründete Freiwillige Feuerwehr Deutschlands. Davon kündet eine Gedenktafel am Gerätehaus.

Der Heimatverein lädt im Jahresverlauf zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Er verfügt auch über ein eigenes Vereinsheim in der Ortsmitte, direkt hinter der ehemaligen Gemeindeverwaltung.

Der ESV Herrengosserstedt ging 2013 aus der Fusion der SG Herrengosserstedt mit dem Eckartsbergaer SV hervor. Aushängeschild des Vereins ist die 1. Männermannschaft, die derzeit in der Landesklasse 7 kickt.

Die Faschingsgesellschaft lädt jedes Jahr zum närrischen Treiben in die Gaststätte Büschmann ein.

Aus der Historie
Erste Siedlungen sind bereits in der Bronzezeit belegt. Im 3. Jahrhundert siedelten Angeln und Warnen an der Kreuzung zweier damaliger Heerwege. Die Straße in Nord-Süd-Richtung wurde später zur Kupferstraße von Mansfeld nach Italien, die ostwestliche zur Poststraße von Kassel nach Leipzig.

Urkundlich erwähnt wird Herrengosserstedt erstmals im Jahr 874 als „Gozherestet“, es war im Besitz des Klosters Fulda. Später wurde das Dorf geteilt, vermutlich wegen einer Erbteilung. Das Unterdorf wurde wegen seiner Kreuzkirche „Gosserstedt-Crucis“ genannt, das Oberdorf „Gosserstedt-Mariae“ nach der dortigen Marienkirche. Vermutlich ab dem 15. Jahrhundert wurde hier das Geschlecht der Marschalle ansässig. Im Zuge der Reformation wurden diese dann auch Besitzer des anderen Ortsteils, der bis dato dem Kloster Oldisleben unterstand.

Im 18. Jahrhundert wechselte der Ort den Besitzer. Die Freiherren von Münchhausen ließen die baufällige Burg abtragen und errichteten ein Herrenhaus. 2009 ging Herrengosserstedt in der Gemeinde „An der Poststraße“ auf, die wiederum Teil der Verbandsgemeinde An der Finne ist.

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