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Wochenspiegel > Zeitz > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 43 - Wendelstein >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.11.2019 um 12:33:56

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 43 - Wendelstein

Die Burg Wendelstein, gesehen von der Unstrutbrücke aus. Die Burg Wendelstein, gesehen von der Unstrutbrücke aus.
Foto: M. Schumann Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
Ein (fast) verlassener, aber malerischer Fleck Erde

Die einstige Festung Wendelstein erhebt sich weit sichtbar auf einem Felsen oberhalb der Unstrut.
Wendelstein (ms)
. Hoch über der Unstrut, schon weithin sichtbar, thront die Burg Wendelstein. Der gleichnamige Ort besteht aus nur wenigen Häusern, die  sich um die einstige Festung gruppieren. Alte Scheunen, Silos und Lager künden davon, dass der Ort in jüngerer Vergangenheit überwiegend landwirtschaftlich geprägt war. Leider ist vom Glanz dieser Zeit nicht mehr allzu viel übrig.

Schon am Ortseingang begrüßt mitten auf einer Wiese eine Bauruine, die allem Anschein nach aus den späten 1980er- oder frühen 1990er-Jahren stammt, den Besucher. Und auch im Ort selbst stehen einige Gebäude, die ihre besten Zeiten schon hinter sich haben.

Doch auf den zweiten Blick offenbaren sich dem Besucher hinter bunten Vorgärten mehrere schmucke Einfamilienhäuser. Ein Blickfang ist auch das einstige „Königlich Preußische Domainen Amt“, das heute ein schmuckes Mehrfamilienhaus ist.

Namensgebender Nukleus des Ortes ist die Burg Wendelstein. Über eine alte Steinbrücke mit holprigem Kopfsteinpflaster, umgeben von viel Grün, gelangt man in den Hof der einstigen Festung. Teile der Burg sind saniert und bewohnt, andere Teile präsentieren sich dem Besucher hingegen als verwunschene Ruine. Die Burg Wendelstein befindet sich heute in Privatbesitz, neugierige Besucher werden jedoch geduldet. So eindrucksvoll, wie sich die Burg von unten her darstellt, so malerisch ist auch der Blick in Richtung Süden über das Unstruttal.

Aus der Geschichte
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass in der Gegend schon in der Bronzezeit Menschen siedelten. Urkundlich erwähnt ist die Burg erstmals 1312. Der Name „Wendilsteyn“ taucht zehn Jahre später erstmals auf. In den folgenden Jahrhunderten gehörte die Burg verschiedenen Adelsgeschlechtern und wurde mehrfach umgebaut und erweitert.

In Spätgotik und Renaissance wurde die Burg zur Festung ausgebaut. Der aus der dieser Zeit stammende Nordflügel ist heute nur noch teilweise erhalten. Im 18. Jahrhundert entstand in Wendelstein eine überregional bekannte Pferdezucht, die jedoch heute nicht mehr existiert.

Ab 1981 wurden Teile der Burg saniert und Wohnungen im Süd- und Westflügel eingerichtet, die zum Teil heute noch bewohnt sind. 2004 wurde die Burg in Privatbesitz verkauft. Seit 2009 ist Wendelstein Teil der Gemeinde Kaiserpfalz, die wiederum zur Verbandsgemeinde An der Finne gehört.

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