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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 28.04.2020 um 15:32:23

Sich selbst und andere schützen

Die Maskenpflicht ist da. Auch Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küpe trägt eine. Die Maskenpflicht ist da. Auch Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küpe trägt eine.
Foto: Stadt Naumburg Galerie (1 Bild)
Sachsen-Anhalt führt die Mundschutzpflicht  im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen ein.
Sachsen-Anhalt (red).
Seit  Donnerstag muss „eine textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes“ getragen werden. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne erklärte dazu: „Das ist jeder Schutz, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.“

Ausreichend  seien dafür auch selbstgeschneiderte Masken, Schals, Tücher, Buffs und Ähnliches aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material. Um trotz Lockerungen eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sei das Masken-Tragen notwendig, so Ministerpräsident Reiner Haseloff. „Das Tragen war bisher dringend empfohlen. Viele sind dem leider  nicht gefolgt. Darauf habe das Kabinett reagiert.“

Lockerungen dank Mundschutzpflicht
Mit der vom Kabinett verabschiedeten 1. Änderungsverordnung zur 4. Corona-Eindämmungsverordnung, die bis zum 4. Mai gilt, gehen aber auch neue Lockerungen einher. So dürfen Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten sowie ähnliche Freizeitangebote ab sofort wieder unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen. Streichelgehege und Tierhäuser auf deren Gelände sind weiter geschlossen, Hygienebestimmungen sind einzuhalten.

Bußgelder für Verstöße sind bislang nur aus Mecklenburg-Vorpommern und Jena bekannt. Dort soll das Nicht-Tragen von Masken mit einem Bußgeld in Höhe von 25 Euro bestraft werden.

Mit gutem Beispiel voran
In Naumburg hat sich der Integration Naumburg e.V. der Maskenproduktion verschrieben. Ziel war es zunächst, vor allem Bedürftige mit Stoffmasken zu versorgen. Auch wurden schon 600 Masken als Spende zur Flüchtlingsinsel Chios geschickt. Aktuell nähen drei Frauen Stoffmasken, die Bedürftige in Naumburg kostenlos erhalten. Wer Geld hat, wird gebeten, 2,50 Euro pro Maske zu spenden. Mit dem eingenommenen Geld werden die kostenlosen Masken mitfinanziert.
Bei Facebook haben die Initiatoren Beate Gajda-Passig und Frank Mayntz die Gruppe „Naumburg zeigt Maske“ gegründet, in der ein reger Austausch herrscht. Neben der Vergabe von Masken wird hier auch Hilfe koordiniert - händeringend suchen die Näherinnen beispielsweise Gummibänder („Schlüpfergummis“), auch Baumwollstoff ist gern gesehen.

Kontakt zu den Initiatioren kann über 0171 / 7581561 (Beate Gajda-Passig) oder 0177 / 3514057 (Frank Mayntz) aufgenommen werden. Es wird allerdings gebeten, auf zeitraubende Anrufe zu verzichten, sondern lieber per WhatsApp zu schreiben.

In Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Karsdorf nähen dort mehrere Frauen Behelfsmasken aus gespendeten Textilien (wir berichteten). Die Nachfrage ist seit der Maskenpflicht rasant angestiegen. „Wir bekommen Anrufe aus allen umliegenden Orten“, sagt MGH-Leiterin Angela Reininger. Vorwiegend seien die Behelfsmasken für Risikogruppen wie ältere Menschen gedacht. Komplette Sätze, etwa für Schulklassen, auszugeben, sei nicht möglich.

„Wir kommen kaum nach, müssen die Leute am Telefon vertrösten. Aber wir nähen weiter“, verspricht Angela Reininger und bittet Interessenten um Geduld. Textilspenden, bevorzugt Baumwollstoffe, sind weiter willkommen. Das MGH ist unter 034461 / 56247 zu erreichen.

Scharfe Kritik an der Maskenpflicht
Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die beschlossene Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus kritisiert. „Ich trage selber eine Maske, aus Höflichkeit und Solidarität, halte eine gesetzliche Pflicht aber für falsch“, sagte Montgomery der „Rheinischen Post“. Denn: „Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den „allein entscheidenden Mindestabstand“ zu vergessen.

Bei unsachgemäßem Gebrauch könnten Masken gefährlich werden. Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut, schneller könne man sich kaum infizieren.

Aus Sicht von Montgomery sollte es eine gesetzliche Maskenpflicht nur für echte Schutzmasken geben - eine Pflicht für Schals oder Tücher sei „lächerlich“. Zugleich verwies er darauf, dass man derzeit noch alle „echt wirksamen Masken“ für das medizinische Personal, Pflegende und Gefährdete brauche.

Sarkastisch warf er die Frage auf: „Aber was will man gegen den Überbietungswettbewerb föderaler Landespolitiker mit rationalen Argumenten tun?“

Regeln zum Tragen des Schutzes
1. Vor dem Aufsetzen die Hände waschen.
2. Die Innenseite der Maske sollte mit nichts in Berührung gekommen sein.
3. Die Maske sollte über Mund und Nase platziert sein und die Ränder eng anliegen.
4. Durchfeuchtete Masken sollten umgehend abgenommen und ausgetauscht werden.
5. Beim Absetzen die Außenseite nicht berühren, danach Hände waschen.

Reinigung der Masken
1. Masken, wenn möglich,  nach einmaliger Nutzung bei mindestens 60 Grad waschen.
2. Masken anschließend vollständig trocknen lassen.
3. Herstellerangaben zu den max. Waschgängen beachten.

Schickt uns eure besten Maskenbilder
„Schutz“Maskenbilder mit dem Betreff „Maske“ an redaktion@supersonntag-zeitz.de

 

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