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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.05.2020 um 15:27:14

Hilfe für Tourismus & Gastronomie - Die Corona-Krise und der Tourismus in Saale-Unstrut: 50 bis 60 Millionen Euro Umsatzausfall allein im März und April

Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, und Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak, fordern Hilfe für die Tourismuswirtschaft und Gastronomie. Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, und Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak, fordern Hilfe für die Tourismuswirtschaft und Gastronomie.
Foto: pixabay Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Ein Positionspapier wurde an Wirtschaftsminister Willingmann übergeben.
BLK (red).
Landrat Götz Ulrich als Vorsitzender des touristischen Regionalverbandes Saale-Unstrut hat gemeinsam mit dem Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak, an Wirtschaftsminister Professor Dr. Armin Willingmann ein Positionspapier mit Hilfsforderungen für die Tourismuswirtschaft übergeben. Die zentrale Forderung ist eine schrittweise Öffnung von Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sowie Tourismusanbietern zum schnellstmöglichen Zeitpunkt auf der Grundlage vorliegender strenger Hygienekonzepte.

„Die schrittweise Öffnung von Gaststätten und Herbergen unter strengen Hygieneauflagen befürworte ich sehr. Dies wäre ein wichtiges Entgegenkommen für die vor allem mittelständischen Unternehmen und Familienbetriebe, deren Existenz jetzt auf dem Spiel steht“, so Landrat Götz Ulrich. Und Ulrich weiter: „Natürlich müssen wir das Infektionsgeschehen im Burgenlandkreis weiter im Auge behalten. Aber das ist im Moment sehr moderat, so dass wir kleine weitere Schritte gehen könnten, zum Bespiel mit Freisitzen beginnen und Abstand halten.“

Zudem werden unter anderem weitere nicht zurückzahlbare Zuschüsse für touristische Unternehmen, Gaststätten und Beherbergungsbetriebe sowie der Ausbau der Unterstützungsprogramme wie Kurzarbeitergeld, Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen gefordert.

„Kein Teller kann zwei mal verkauft werden.“
Das Positionspapier macht auf die massiven Folgen für den Tourismus an Saale, Unstrut und Weißer Elster aufmerksam. Allein in den Monaten März und April kam es schätzungsweise zu Einbußen von 50 bis 60 Millionen Euro.

Davon seien nicht nur der Tourismus, sondern auch die mit ihm verflochtenen Branchen wirtschaftlich stark betroffen. Nachholeffekte sind im Tourismusgewerbe schwer zu erzielen, denn kein Teller und kein Bett könne zwei mal verkauft werden.

Unterdessen hat die Landesregierung einen Plan zur Wiedereröffnung von touristischen und gastronomischen Betrieben vorgelegt. Ab dem 15. Mai sollen zunächst Campingplätze und Ferienwohnungen wieder Gäste empfangen dürfen - allerdings vorerst nur solche aus Sachsen-Anhalt.

Gaststätten und Restaurants sollen voraussichtlich ab dem 22. Mai wieder öffnen, zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses am Donnerstag um 12 Uhr war jedoch auch im Gespräch, möglicherweise einen Termin ein paar Tage früher anzupeilen.  Doch ob nun 15., 18. oder 22. Mai - die Öffnung erfolgt nicht ohne Regelungen zu Sicherheit und Hygiene. So dürfen sich beispielsweise maximal fünf Personen an einen Tisch setzen und das Servicepersonal muss Mundschutz tragen.

Gut ankommen dürften diese Lockerungen auch bei einem Teil der Bevölkerung, anderen wiederum gehen die Öffnungen noch nicht weit genug und wieder andere halten sie im Gegenteil für verfrüht.

Insgesamt scheint sich, sowohl in sozialen Medien als auch auf der Straße, derzeit eine Protestbewegung gegen die Corona-Beschränkungen zu formieren. In Naumburg wird beispielsweise jeden Dienstag um 18 Uhr auf dem Markt demonstriert. Angekündigt werden die Demonstrationen meist über Facebook, Organisatoren sind nicht bekannt. Niemand beginnt oder beendet die Kundgebungen, zu denen es weder Redebeiträge noch eine offizielle Anmeldung gibt. Aus Teilnehmerkreises heißt es, man wolle mit einem „Spaziergang“ auf dem Markt Zeichen gegen die Einschränkungen der Grundrechte setzen. Eine weitere ähnlich gelagerte Versammlung (diese dem Vernehmen nach allerdings offiziell angemeldet) findet immer mittwochs auf dem Naumburger Markt statt. Hier entzünden die Teilnehmer Kerzen.

Beide Veranstaltungen werden in der Regel von einem Großaufgebot der Polizei begleitet, die jedoch meist nicht eingreifen muss.

Auf dem Naumburger Domplatz vor einigen Wochen und auf dem Freyburger Marktplatz am 1. Mai machten Gastronomen und touristische Dienstleister mit der Aktion „Leere Stühle“ auf ihre Lage aufmerksam. Ihnen bleibt die Hoffnung, dass die nun angestrebten Lockerungen für eine Entspannung der Situation sorgen.

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