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Wochenspiegel > Zeitz > Der Ort zum Sonntag: Folge 45 - Rund um die Rudelsburg >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 10.11.2020 um 19:53:55

Der Ort zum Sonntag: Folge 45 - Rund um die Rudelsburg

Die Rudelsburg besteht aus einer kleinen Kernburg am westlichen Ende einer großen, sich über die gesamte Hochfläche erstreckenden und etwas höher gelegenen Vorburg. Die Rudelsburg besteht aus einer kleinen Kernburg am westlichen Ende einer großen, sich über die gesamte Hochfläche erstreckenden und etwas höher gelegenen Vorburg.
Foto: M. Herrmann Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
„An der Saale hellem Strande“ - Um fit zu bleiben sollten Sie auch beim zweiten Lockdown in Bewegung bleiben. Wie wäre es mit einem Spaziergang rund um die Rudelsburg bei Saaleck?
Saaleck (mh).
Diesen Monat sind aufgrund der Corona-Pandemie die Veranstaltungen abgesagt und die Freizeiteinrichtungen sowie Restaurants  geschlossen. Statt Sport im Verein, Gewichtestemmen im Fitnessstudio  oder dem  Schnitzel im Lieblingsrestaurant heißt es Spaziergang in kleiner Runde. Bad Kösen ist da zum Beispiel ein gutes Ausflugsziel. Von dort können die Burg Saaleck, die Rudelburg und nahe gelegene Denkmäler  erkundet werden.

Die Burg Saaleck
Die Burg Saaleck liegt wenige hundert Meter entfernt von der Rudelsburg stromaufwärts der Saale. Die Höhenburg ist nur noch als Ruine erhalten und als Ausflugsziel beliebt.

Das charakteristische Bild der Burg wird durch die beiden weithin sichtbaren runden Bergfriede gebildet, deren Mauerstärke etwa zwei Meter beträgt und die jeweils knapp 23 Meter hoch sind. Im Mauerwerk des besteigbaren Westturms befinden sich eine mittelalterliche Abortanlage und ein Kamin, die das bewohnbare Geschoss bezeichnen.  Der Ostturm diente früher als Wehrturm und war unbewohnt.
 
Bauherren der Anfang des 12. Jahrhunderts entstandenen Burg waren vermutlich die Markgrafen von Meißen, welche die Burg Saaleck als eine Gegengründung zur benachbarten bischöflichen Rudelsburg errichten ließen.

Die Türme und Teile der äußeren Umfassungsmauer dürften noch aus dem späten 12. Jahrhundert stammen. Bislang kaum erforscht sind die umfangreichen Außenanlagen, von denen nur noch geringe Mauerspuren erkennbar sind.   

Die Rudelsburg
Die Rudelsburg wurde wohl von den Bischöfen von Naumburg im Hochmittelalter zur Sicherung der Handelswege wie der Via Regia mit der Saalebrücke in Bad Kösen angelegt. Bei der ersten Erwähnung 1171 war sie im Besitz von Naumburger Ministerialen. 1238 wurde sie an die Markgrafen von Meißen verlehnt und als Befestigungsbau urkundlich genehmigt.
Zeitweise diente die Burg verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz, bis sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde und daraufhin verfiel. Als „schönste aller Saaleburgen“ wurde die Ruine der Rudelsburg schon früh im 19. Jahrhundert im Zuge der Burgenromantik und des Wandertourismus als Ausflugsziel entdeckt. Als alljährlicher Treffpunkt der Kösener Corpsstudenten erreichte die Rudelsburg ab 1855 überregionale Bekanntheit. Bis heute stellt sie ein beliebtes Ausflugsziel dar.

Besonders die Vorburg wurde im 18. Jahrhundert als Steinbruch genutzt und ist heute kaum mehr als solche zu erkennen. In der mit einer Größe von ca. 22.000 Quadratmetern außergewöhnlich großen Vorburg lagen die Wohnsitze der Burgmannen, aber auch verschiedene Produktionseinrichtungen.

1640 wurde die Rudelsburg gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges von den Schweden niedergebrannt. Nach dieser dritten Zerstörung wurde die Rudelsburg am 14. April 1641 von den Bewohnern verlassen. Die Besitzer zogen auf das Gut Kreipitzsch um.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Rudelsburg zum Treffpunkt romantisch gesinnter Wanderer, besonders der Studenten aus Jena, Leipzig und Halle.

Der Zustand des Gebäudes war desolat, Infrastruktur nicht vorhanden. Es gab keine Zufahrt, und im Innenhof der Kernburg gab es keine geschlossenen Räumlichkeiten, sondern nur Schutt und Trümmer. Trotzdem kamen immer mehr Besucher. Im Jahre 1826, dichtete Franz Kugler, Berliner Student aus Stettin, auf der Burg das berühmte Lied „An der Saale hellem Strande“, als er während einer Saalewanderung hier Rast machte.

Die Attraktivität der Burg wurde durch eine Bewirtung derart gesteigert, dass im Jahre 1827 der Landrat des Stadtkreises Naumburg beim Gutsbesitzer Friedrich von Schönberg anfragen ließ, ob es nicht möglich sei, die Burg offiziell für Besucher zu öffnen.

Das Löwendenkmal
Das Löwendenkmal ehrt die 2.360 Kösener Corpsstudenten, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Es zeigt im Relief einen überdimensionalen von Lanzen getroffenen, aber kampfbereiten, nach Westen gewendeten Löwen. Geschaffen wurde das Löwendenkmal von dem Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus, den der Berliner Architekt Erich Blunck unterstützte. Bei der Einweihung am 26. Oktober 1926 waren alle 116 Corps vertreten.  Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde das eingewachsene Denkmal freigelegt, restauriert und mit neuen Gedenktafeln für die Gefallenen beider Weltkriege versehen.

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