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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von den Lästerschwestern: Nicht in bester Verfassung >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 20.09.2013 um 18:59:09

Neues von den Lästerschwestern: Nicht in bester Verfassung

Susi & Susi. Susi & Susi.
Foto: Hallesches Fotoatelier
Männer Sachsen-Anhalts, hergehört: passt bitte in Zukunft  besser auf Euch auf! Genauer, auf Euren Körper und Eure Gesundheit. Denn das scheint Ihr nicht richtig zu machen. Hat eine Krankenkasse herausgefunden. Und detaillierte Belege dazu aufgeführt. Seid Ihr jung (also zwischen 15 und 29), baut ihr viele Unfälle und verletzt Euch oft. Habt Ihr 30 Lenze und mehr auf dem Buckel, habt Ihr .... drei mal dürft Ihr raten .... oft genug schon Rücken. 20 Jahre später rattern bei vielen von Euch Pumpe und Kreislauf nicht mehr rund, was Ü 60 mit  zu hohem Blutdruck, Fettstoffwechsel-Störungen und Diabetes komplettiert wird. Und das bei 47 Kliniken im Land und einer statistisch ordentlichen Ärztedichte. Medzinisch unterversorgt dürftet Ihr also nicht sein. Gut, die Rentenkasse freut sich drüber, dass Ihr zwar seltener krank ge-schrieben werdet als Eure Frauen, dafür aber deutlich früher in die Grube fahrt. Ihr lebt also  - sagen die, die es wissen müssen (die Urologen) - immer noch nach dem  Motto „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ und daher möglichst auch keinen Arztbesuch. Sport ist für zu viele von Euch Mord, Gemüse bäh und ohne Alkohol und Nikotin kommt Ihr auch überproportional oft nicht aus. Ein „Psycho“ wollt Ihr schon mal gar nicht sein. Seelischen Schmerz gibt es für Euch nicht, Ihr ignoriert ihn einfach. Bis es zu spät ist. Meinen Kassen und Ärzte und möchten Euch daher öfter bei Vorsorgeuntersuchungen sehen. Nun könnten wir Damen uns zurücklehnen und sagen: macht ruhig weiter so! Bleibt später in der Rentenkasse ein hübscher Batzen mehr für uns übrig. Und wir könnten uns nach Eurem Ableben noch mindestens fünf richtig schöne Jahre ohne Euch machen. Geht aber schlecht. Weil wir Euch weiter brauchen. Als Grund dafür, warum wir jeden Morgen Stunden im Bad verbringen, zum Friseur rennen, immer wieder neue Klamotten, Schuhe und Taschen ordern. Bis möglichst an unser Lebensende wollen wir nicht irgendjemanden, sondern Euch, fragen können: Seh'n wir gut  aus?            Susi & Susi

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