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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Recht und gar nicht billig >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 29.03.2014 um 15:27:16

Neues von Halles Lästerschwestern: Recht und gar nicht billig

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Recht haben ist ein feines Gefühl. Wer behauptet, das stünde bei ihm nicht im Vordergrund seiner Handlungen, dem nehmen wir das nicht ab. Denn letztendlich will derjenige auch bloß recht haben. Damit, das recht haben wollen so manches mal nicht nur nichts bringt, sondern die gesamte Sache zu einer ziemlich verfahrenen Kiste werden lassen kann. Das fängt bei unserer Führungsspitze im Land an. Da haben die in Magdeburg tatsächlich angekündigt, ein paar mehr Lehrer und Polizisten einzustellen. Ganz nebenbei: wer derart in seiner Kulturlandschaft herumholzt, der kann schon mal etwas übrig haben für eine andere Sparte, die ebenso dringend mehr Geld und Personal braucht. Aber das ist jetzt nicht unser Thema. Thema ist: haben sich doch der Finanzminister und der Ministerpräsident darum gekloppt, wer sich diese Nettigkeit als gute Tat ans Revers heften kann. Es soll wohl am Ende der Finanzer gewesen sein, der sich zuerst von seinem harten Sparkurs hat abbringen lassen. Lange pochte der Präsi dann auch nicht mehr darauf herum, dass er's erfunden haben wollte. Und er tätschelte seinem Sparminister schließlich die Wange. Er wird ihn schon noch ein bissel brauchen, seinen harten Sparhund. Verfahrener sieht die Kiste da mit dem Neubau des Damms bei uns in Halle aus. Denn das Rechthaben wird dem OB am Ende mehr als nix nützen. Wenn wir alle beim nächsten Hochwasser Land unter schreien, weil die Klagen gegen seinen Deichverlauf den schnellen Neubau verhindert haben werden. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Wir kennen das doch vom Privaten. Da schaffen wir es auch nicht selten, die eigenen Wünsche und Ideen so (lange) und so raffiniert auf den Partner zu projizieren, bis der meint, das alles sei auf seinem eigenen Mist gewachsen. Alsdann unterstützen wir ihn, wo wir können, bei der Umsetzung dessen. Gerne darf er dabei so viel recht haben, wie er möchte. Wer von beiden dabei jetzt den Friedensnobelpreis verdient hätte - das darf sich jeder selbst aussuchen. Susi & Susi

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