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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Die Hohe Schu(h)le des Daseins >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 16.05.2014 um 19:08:33

Neues von Halles Lästerschwestern: Die Hohe Schu(h)le des Daseins

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Ohne Kreativität geht heute gar nichts mehr. Daseinsberechtigung hin oder her. Für Gerätehersteller erledigen das bewusst eingebaute Billigteile, die zuverlässig schnell ihren Geist aufgeben. Man profitiert von jenen, die dann gleich neu kaufen. Mit denen, die sich der Wegwerfmentalität verweigern, hat dann der Reparaturdienst immer noch gut zu tun. Schulbuchverlage 
betreiben derart erfolgreiche Lobbyarbeit, dass sich Deutschland bis heute in mittelalterlicher Fürstentümelei verzettelt. Lässt sich ja auch prima von leben, wenn jedes Bundesland für quasi jede Schule, jedes Fach und jede Klassenstufe extra Lehrmaterialien benötigt. Der IT-Dienstleister doktert derweil immer wieder am gleichen Problem herum, anstatt es grundlegend aus dem Weg zu räumen. So bleibt es zuverlässig erhalten und die Notwendigkeit des Daran-Herumdokterns auch. Wer den Frauen ihren legendären Schuhtick in die Selbigen schieben möchte, will bloß von den eigentlichen Verursachern ablenken. Schuhhersteller, Designer und Schuster haben dafür seit Jesu Geburt eine (un)heilige Allianz geschmiedet. Wer nachweisen kann, dass er dem Bündniszweck Auftrieb zu verleihen vermag, darf beitreten. Stichwort Chirurgen. Genauer: Fußchirurgen. Denn die Skalpelle der Schönheitsschnippler sind nach Gesicht, Busen, Bauch und Po mittlerweile ganz unten angelangt. Fußchirurgen legen den Damen in Amerika ihr Produkt „Cinderella" ans Herz, bei dem die Form der Füßchen so angepasst wird, dass die Traumschühchen endlich wie angegosssen passen. „Perfect 10" heißt das Angebot zum Kürzen der Zehen. Für Nachwuchsmodels, die noch perfekter auf ih-ren High Heels herumstolzieren wollen. Frau kann sich auch die Fettschicht zwischen Knochen und Fußballen verdicken lassen. Macht das Stöckeln noch angenehmer. Und dann wäre da noch die Dame, die Fett an ihren Zehen absaugen lassen wollte. Wofür man es ihr dorthin allerdings erst mal hätte implantieren müssen. Welch' wunderbare Marktlücke!   Susi & Susi

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