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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 22.05.2015 um 11:05:42

Neues von Halles Lästerschwestern: Mach doch, was ich will!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Sicherlich gehören Sie auch zu jenen Menschen, die über jede Menge soziale Intelligenz verfügen. Gucken wir doch mal, wie es bei Ihnen darum bestellt ist. Heute schon die Reziprozitätsregel an-ewendet? Selber schuld, wenn nicht, denn so ist Ihnen nach der Lehre des US-Forschers Robert Cialdini mindestens ein Ihnen erwiesener Freundschaftsdienst durch die Lappen gegangen. Ja, ums (Be)rechnen geht es hierbei schon, aber eben nicht im Wortsinn. Gezielt müssen Sie Geschenke und Komplimente verteilen, dann machen die Leute auch das, was Sie wollen. Beschenkte Menschen tun nämlich in der Regel viel, um nicht als geizig oder undankbar zu gelten. Und geben gerne mehr zurück, als sie bekommen haben. Reziprozitätsregel eben. Sollen wir mal Ihren Losada-Quotienten messen? Das Verhältnis von positiven zu negativen Gefühlsäußerungen sollte nämlich mindestens 2:1 betragen. Ideal wäre 3:1. Funktionierende Teams (Paare!) kommen auf 5:1 oder auch 6:1. Erst bei 11:1 macht es kaum noch Sinn. So eine Übermacht des Positiven kann dann keiner mehr ernst nehmen. Auch für den, der's nicht so mit Rechnen und Quotienten hat, gibts probate Mittel, um Mitmenschen gezielt in eine Richtung zu lenken. Sich blöd stellen kann jeder. Schützt zuverlässig davor, unangenehme Aufgaben erledigen zu müssen. Technik-Freaks drücken sich so erfolgreich um den Schreibkram, Haushaltsmuffel vorm Bügeln und Kochen und jene, die zwei linke Hände vorschützen, brauchen weder Nägel in die Wand zu schlagen, noch den verstopften Abfluss wieder frei machen. Bedingung: Sie müssen dem, der die Dinge für sie erledigen soll, schmeicheln. Ruhig dick auftragen, denn das Blöd-Spiel funktioniert auch dann, wenn der andere es durchschaut. Wer tiefer in das Thema einsteigen will, dem geben wir noch die Stichworte Kontrast-Prinzip, Austricksten des limbischen Systems und die Tom-Sawyer-Taktik an die Hand. Und wir stellen uns jetzt einfach mal gaaaaanz blöd: Denn Müll rausbringen ist nun wirklich nicht unser Ding! Susi & Susi

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