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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Nervenkrieg versus Nervenkitzel >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 24.05.2016 um 09:43:44

Neues von Halles Lästerschwestern: Nervenkrieg versus Nervenkitzel

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Nichts ist so kostbar wie unsere Nerven. Oder warum werden wir immer dazu aufgefordert, sie zu hegen und zu pflegen? Die Nerven-schon-Industrie klebt sich dazu das Etikett Ratgeber auf. Als solcher weiß sie, wie es geht, ausgerechnet dann die Nerven schonen zu können, wenn man mit dem Auto in den Urlaub fährt. Man müsse bloß das Reißverschlussverfahren richtig umsetzen, genügend Abstand und die Scheibenwischer in Ordnung halten, bei Stau die Warnblinkanlage einschalten und bei Aquaplaning erst wieder lenken, wenn die Reifen genug Kontakt zur Fahrbahn haben. Aber mal ehrlich: Leute, die bei den heutigen Verkehrsverhältnissen stets entspannt ein Liedchen durch die Lippen pfeifen, die sind unheimlich. Denen kann man nicht über den Weg trauen. Die will doch keiner um sich haben! Wer fröhlich nach hinten winkt, wenn es dicht hinter ihm auf der Mittel- oder linken Spur lichthupt, der kann kein normaler Mensch sein. Und wer bleibt denn - weil Aussteigen auf Autobahnen nun mal verboten ist - gern entspannt im Auto sitzen, wenn er im dritten Stau in Folge steckengeblieben ist? Das schaffen doch nur solche Leute, die zu viele Beta-Blocker geschluckt haben! Wenn in nicht allzu ferner Zukunft das selbstfahrende Auto die Herrschaft über die Straßen und die sich darauf unterwegs befindlichen Menschen übernommen hat, wird wohl ein Nerven-Test vor der Abfahrt zur Pflichtübung. Wer nicht genug entspannt ist, darf dann halt nicht losfahren. So sorgt man - wenn denn die Rechnung aufgeht - auch gleich mit dafür, dass nicht zu viele Leute auf einmal unterwegs sind. Stau wird ein Fremdwort, Raser und Drängler auch. Die können sich dann nur noch im Dark-Net verabreden, auf welcher Piste welchen verlassenen Flughafens sie sich demnächst zum gepflegten Aufheulen der Motoren ihrer Blechkisten treffen. Alle anderen brauchen dann Tipps, wie sie ihren tiefenentspannten Nerven mal wieder ordentlich Futter geben können. Denn Nerven, die nie gereizt werden, verkümmern. Das kann ja nun auch keiner wollen, oder?      Susi & Susi

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