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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Nachhilfe in Riechisch >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 24.06.2016 um 18:47:48

Neues von Halles Lästerschwestern: Nachhilfe in Riechisch

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Wir wollen ja nicht indiskret sein, aber wir müssen Sie das jetzt mal fragen. Schließlich ist am 27. Juni Weltdufttag und da ist es von öffentlichem Interesse, wie man's so hält mit den Düften auf dem stillen Örtchen. Die Leute früher müssen hart im Nehmen gewesen sein, denn bis noch vor 150 Jahren gab es ausschließlich Gemeinschaftstoiletten. Ganz zu schweigen davon, dass man überhaupt so etwas wie eine Toilette benutzten konnte - man möchte es sich einfach nicht vorstellen, dass es noch früher mal Gang und Gäbe war, gewissen Bedürfnissen mehr oder weniger in freier Natur nachzugehen. Nun gut, das war duftenderweise gestern - heutzutage sitzen wir allein daheim oder unterwegs in einer Kabine und lassen die guten Düfte an-treten, wenn die schlechten versuchen sich auszubreiten. Wenn gerade kein Produkt der unübersehbar breiten Duftpalette greifbar ist, kann man kurz mal die Nase oder den Atem anhalten. Muss man halt ein bissel auf die Tube - hahah! - drücken, wenn man nicht in Atemnot verfallen will. Man kann auch versuchen, nix schlechten Duft Erzeugendes zu konsumieren. Was schwierig werden könnte. Schließlich gelten Zwiebeln und andere Tönchen produzierende Gemüsesorten als gesund und die Tierleben schonende Ernährung. Unter Umständen muss auch mal der Gastroenterologe (der, der sich mit dem Darm auskennt) ran, um nachzugucken, ob alles so verdaut wird, wie es sein soll. Man kann sich ebenso mit dem Öffnen eines Fensters behelfen. Oder ein mit Duftkerzen um-rahmtes Bad nehmen. An dieser Stelle sollte die Duft-Lobby besser nicht weiterlesen. Es wird bitter für sie, denn mindestens ein Hersteller gewisser Keramiken ist die physikalische Lösung des Problems angegangen. Man lässt nun gleich in der Schüssel absaugen, reinigen und dann wieder nach draußen blasen. Keine Duftkämpfe nirgends mehr. Alle Düfte haben sich damit verduftet. Auch irgendwie öde, wenn's nun nach gar nichts mehr schnuppert, oder? Da greifen wir doch besser gleich noch mal zu unserem Deo. Susi & Susi

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