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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Gelbe Karte für Blau >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 10.03.2017 um 18:05:25

Neues von Halles Lästerschwestern: Gelbe Karte für Blau

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Eierschale ist sicher. Sicherer als Kobalt oder Royal, Gras oder Kirschtomate. Noch sicherer ist Zitrone. Wer also will, dass Taxis möglichst nicht in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, der male sie zitronengelb an. Damit man sie schon von weitem sehen bzw. gar nicht erst übersehen kann. Denn wenn sie blau daherkommen, sind sie viel öfter an einem Crash beteiligt, sagt eine Studie von Forschern der National University of Singapore. Deutsche Eierschalen-Taxis - im Volksmund gerne auch mal Vanillebomber genannt - kommen der Sichtbarkeits-Forderung schon recht nahe, sind aber ein bissel langweilig, oder? Was aber auch sein Gutes haben dürfte. Schließlich kann man sich als Fahrgast nur schwerlich als König Kunde fühlen, wenn da ein Wagen in Kreisch-Neon alle Aufmerksamkeit der Straße für sich allein beanspruchen wöllte. Wenn sich aber jetzt noch der Taxifahrer in Eierschale kleiden würde, dann könnte er vollkommen eins geworden mit seinem Arbeitsgerät dem Fahrgast schön demütig seine Dienste anempfehlen. Aber Taxifahrer sind ja eine gaaaaanz eigene Spezies. Das letzte, was ihnen als klamottentechnische Farb-Umhüllung ihrer Alabaster-Körper vorschweben dürfte, ist die praktische Rentner-Farbe beige. Woran dann jeder wie beim Eierschalen-Lack sofort den Reinlichkeits-Fleiß des fürs Putzen Zuständigen ablesen könnte. Ob es nützt, wenn man sich im bevorstehenden Wahlkampf die Gesetzesinitiative „Alle Autos gelbt gelackt - im Straßenverkehr nie mehr abgekackt" aufs Wahlplakat schreibt, käme auf einen Versuch an. Als Anti-Auto-Partei könnte man die Aktion auch gut auf Fahrräder ummünzen. Überhaupt: alles, was wir gut sehen wollen, könnten wir künftig gelb anpinseln, alles andere blau oder grün oder schwarz oder grau. Ansonsten kann man aber auch auf dem Teppich bleiben. Denn es ist ja doch so: Bis jetzt hat noch immer die eigene Fahrweise den größten Einfluss darauf, ob man in einen Crash verwickelt werden kann oder nicht. Susi & Susi

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