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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Rin in die Kartoffeln! >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 15.05.2017 um 12:54:11

Neues von Halles Lästerschwestern: Rin in die Kartoffeln!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Was könnte in der beginnenden Grillsaison die Veggie-Fraktion mit den Fleisch-auf-dem-Rost-Liebhabern miteinander versöhnen? Das, was es als Beilage zum Gegrillten - jedenfalls in bundesdeutschen Landen - dazu gibt: den guten, alten Kartoffelsalat. Satte 94 Prozent der Deutschen sollen laut der Umfrage eines Lieferdienstes auf diesen bei der Open-Air-Brutzelei nicht verzichten wollen. Keine guten Nachrichten für die extrem gesundheitsbewusste Abnehmfront, denn zu der kohlehydratreichen Kartoffel kommt ja noch mehr Energiedichtes in die Salat-schüssel. Am liebsten nämlich Mayo, aber auch oft genug Essig und Öl. An dieser Stelle scheiden sich dann wieder die Geister von fleischlos Lebenden und Steakliebhabern, denn von Kartoffelsalat allein wollen Letztere ja dann auch nicht satt werden. Würstchen, Schnitzel oder Steaks müssen es dann schon noch sein. Lediglich vier Prozent der Befragten legen sich übrigens zum Kartoffelsalat et-was Vegetarisches oder Veganes auf den Grillteller. Wahre Steinzeitfreunde müssen sich - wenn sie konsequent sind - mit dem gebrutzeltem Fleisch begnügen. Schließlich brachten erst die spanischen Entdecker und Er-oberer die Erdäpfel aus Süd-amerika mit nach Europa und Friedrich II. hatte noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts große Mühe, den Kartoffelanbau bei seinen preußischen Bauern flächendeckend durchzusetzen. Ohne ihn könnten wir uns heute vielleicht nicht die leckeren Grillkartoffeln schme-cken lassen. Zwar nie nach 18 Uhr, wenn wir gerade diese eine Low-carb-Variante praktizieren, aber immerhin. Ach ja und die Kartoffelsuppe von Mama - bis heute unerreicht, nicht mal die selbstfabrizierte kommt da heran. Wobei wir beim mit den eigenen Händen gefertigten Kartoffelsalat unser Licht auch nicht unter den Scheffel stellen müssen, aber das nur mal so nebenbei. Also dann, nichts wie ran an Grillrost und -Zange! Hier kann jeder nach seiner eigenen Verzehr-Fasson selig und satt werden. Diät hin oder her. Susi & Susi

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