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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Moderne Haarspalterei >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 15.09.2017 um 18:43:03

Neues von Halles Lästerschwestern: Moderne Haarspalterei

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Wenn man zwanzig ist, rauschen solche Dinge an einem vorbei. Das möglicherweise Nötigwerden, sich damit befassen zu müssen, liegt ja da auch noch in wohlig weiter Ferne. Es geht um das, was Frau an Natürlichkeit auf dem Kopf trägt. Graue Haare machen/sind das Synonym für alt (aber nur bei Frauen) - weshalb die so lange wie möglich weggefärbt werden müssen. Die Haare lang tragen, wenn Frau Ü 50 ist - das geht ja nun mal gar nicht laut der allgemeinen Befindlichkeitslage. „Hinten Ly-zeum, vorne Museum", wurde das früher brutal-klar eingeordnet und zwar in der Regel von den eigenen Geschlechtsgenossinnen, weniger von den Herren der Schöpfung. Letztere schreiben die Jungfärberei heutzutage eher als Sendechefs beim Fernsehen noch ihren älter werdenden Frontfrauen vor, wie eine von ihnen in der vergangenen Woche mit großer Inszenierung enthüllte und (endlich) dem ihr wunderbar stehenden, eigenen, natürlichen Grau den Vorzug gab. Im Kurzhaarschnitt natürlich, denn die Museums-Regel scheint nach wie vor von ihrer Durchsetzungskraft nichts eingebüßt zu haben. Wir können die Leute, die in der Haarkosmetikindustrie arbeiten bzw. von ihr leben, ja ein Stück weit verstehen, wenn sie an solch‘ ungeschriebenen Gesetzen gern festhalten möchten. Auch den Friseuren gestehen wir da einige Milde zu. Wobei - Letztere haben ja schon umgelernt. Als nämlich jüngst der Hype über uns kam, dass sich die jungen Mädels um die 20 herum ganz bewusst ihre Haarpracht grau färben ließen (so etwas kann halt nur der Friseur richtig gut), während den jungen Herren der Schöpfung ein erneuter Trend zum Bart ins Gesicht gelegt wurde - diverse Bartpflegemittel-Kollektionen natürlich inklusive. Eigentlich kann man bei solch‘ haarigen Komplexfragen auch nur (wieder mal) den ollen Preußenkönig Friedrich II. zitieren: Jeder solle doch nach seiner eigenen Facon selig werden. Es ging ihm dabei zwar um die Religionen, aber einen Locken-Fiffi hat er ja auch oft genug auf dem Kopp gehabt. Susi & Susi

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