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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 23.11.2017 um 11:05:57

Neues von Halles Lästerschwestern: Deckt Dächer. Ihr Sonnyboys!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Stress ist schlimm, Stress ist böse. Zumal, wenn er dem beruflichen Leben entspringt. Also entwickelt man besser Strategien, wie man ihn umgeht. Dabei kann man gar nicht früh genug anfangen. Und nein, es sind nicht die Bürojobs, die einen am ehesten eine geruhsame Berufslaufbahn versprechen. Wir sagen nur digital. Mails haben die Chefs heutzutage ja schnell geschickt; ganz zu schweigen von den verführerisch-einfachen algorithmischen Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten. Besser ist das also, seinen Allerwertesten gar nicht erst in einen Bürosessel hineinzuverfrachten. Statt dessen lieber Zimmermannshammer und Dachdecker-Utensilien in die Hand nehmen. Warum? Weil die meisten Leute, die ein Häusle bauen (lassen), von diesen Tätigkeiten nüscht verstehen. Hat ein Bauherren-Berater-Portal herausfinden lassen. Am populärsten sind demnach die genannten Handwerker bei denen, die die allerwenigste Ahnung haben. Kaum einer kann auf dem Bau die Qualität dieser Arbeiten beurteilen, also gibt es deshalb auch wenig Konflikte. Wenn wirklich schlecht gezimmert oder dachgedeckt wurde, fällt das erst viel später auf. Und dann ist der Übeltäter längst über alle Berge. Fliesenleger, Klempner und Verputzer sind da schlimmer dran. Nicht nur, dass man sofort sieht, wenn sie geschlampt haben, nein, jeder halbwegs selbstbewusste Mensch meint auch, diese Arbeiten fachlich beurteilen zu können. Richtig, stresssensible Leute sollten sich deshalb auch den Fotografen-Beruf verkneifen. Denn in diesem Metier ist gefühlt die ganze Welt Spezialist. Klicken kann schließlich jeder und außerdem macht ja die Kamera die Bilder. Ähnlich ist das mit den schreibenden Berufen. Jeder, der halbwegs ordentliche Noten unter seinen Schulaufsätzen zu stehen hatte, fühlt sich berufen, Texte schreibender Fachleute zu verurteilen - wir wissen, wovon wir reden. Trotzdem bleiben wir natürlich dabei. Auch beim Fotografieren. Wir kommen halt zu gern mit unseren Kritikern ins Gespräch. Susi & Susi

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