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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 02.06.2018 um 16:12:09

Neues von Halles Lästerschwestern: Mercedes Krenz lässt grüßen!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Was der Mensch liebt, belegt er mit Kosenamen. Nun hinterlassen „Hundeknochen", „Badewanne" oder „Froschauge" einen recht herben Nachgeschmack, aber es geht dabei ja auch „bloß" um Blechkutschen. Und wenn einen scheinbar sympathisch lächelnde Kühlergrille begrüßen wie beim britischen „Sprite Mark I", dann folgt der Kosename „Frogeye" geradezu zwingend - in den Jahren 1958 bis 1961, in denen dieser Wagen gebaut wurde. Die Amis bzw. die deutschen Käufer können sowas natürlich auch. Stichwort erster Ford Escort (1967 bis 1974). Der wies einen Chromrahmen im Kühlergrill auf - genau dazu passte dann halt der Spitzname „Hundeknochen". Oder das Golf I Cabriolet (1979 bis 1993): das wurde fast zärtlich „Erdbeerkörbchen" gerufen, weil es so einen auffallenden Sicherheitsbügel hatte. Achja, die „Badewanne" war ein Taunus P3 - eine Limousine von Ford (1960). Und heute? Fällt uns auf Anhieb kein autoaffiner Spitzname ein. Nun gut, wir haben jetzt auch keine große Untersuchung dazu angestellt, aber die letzten Kosenamen, an die wir uns so erinnern können, haben in der DDR dem „Plastikbomber" gegolten. Schließlich war es ein überaus beachtliches Erfolgserlebnis, wenn man ein Exemplar - auf welchem Wege auch immer - ergattert hatte. Der - Werksname Trabant - wurde dann auch gern „Asphaltblase", „Rennpappe", „Fluchtkoffer", „Mercedes Krenz" (besonders schön!) und „Sachsenporsche" tituliert. Und in „Go Trabi go" nannte Wolfgang Stumph seine „Pappe" einfach „Schorsch". Sprachforscher sagen, heutzutage gibt‘s deshalb kaum noch Spitz- und Kosenamen für die Automobile, weil a) die (Auto)Bezeichnungssprache immer informeller werde (A8, i3, CX-5) und b) die Autotypen immer mehr der individuellen Charakteristika beraubt würden. Es kann aber auch sein, dass die Leute ihre Wagen gar nicht mehr so lieben. Klar, bei der ewigen Parkplatzsuche und dem im Baustellen-Stau-Stehen kann einem die größte Liebe schon mal ordentlich vergehen. Susi & Susi

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