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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Post vom Fachchinesen >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 18.04.2019 um 10:23:12

Neues von Halles Lästerschwestern: Post vom Fachchinesen

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Studieren Sie Fachchinesisch? Nein? Sollten Sie aber, wenn Sie heutzutage Schreiben, die Ihnen diverse Behörden zukommen lassen, verstehen wollen. Wer schon einmal Post vom Gericht bekommen hat, weiß wahrscheinlich, was wir meinen. Dass Ärzte Mediziner-Latein verwenden, stört ja nur diejenigen unter uns, die wirklich ganz genau wissen wollen, warum es in ihren Knochen gerade zwackt. Obwohl - in Zeiten von Dr. Google & Co. scheint dieses Problem auch kein nennenswertes mehr zu sein. Dass medizinische Laien es dann tatsächlich auch schaffen, von diesen Internetsuch-Docs die richtige Diagnose für ihr Leiden zu er-fahren, wollen wir damit ausdrücklich nicht gesagt haben. Wir gönnen den Informatikern, Physikern und Experten für Raumfahrttechnik ihr Fachchinesisch ja auch. Sie dürfen mit ihren hochspezialisierten Exkursen gern unter sich bleiben. Wenn man aber für die Kommunikation mit dem Jobcenter, der Krankenkasse oder dem Vorstand des Kleingartenvereins einen Dolmetscher braucht, dann hört's doch auf, oder? Wo steht geschrieben, dass diese Institutionen eine eigene, meist stark juristisch verklausulierte (Fach)Sprache a) brauchen und b) auch ständig benutzen müssen? Solche Fragen sind Stoff für eine Dissertation - sorry, für eine laut Wikipedia „wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung eines Doktorgrades an einer wissenschaftlichen Hochschule mit Promotionsrecht". Kein Scherz, eine Leipziger Sozialwissenschaftlerin hat jüngst erfolgreich über die Verständlichkeit von Hartz-IV-Bescheiden promoviert, sich also damit ihren Doktor-Titel verdient, dass über ein Drittel der Bescheide fehlerhaft war und ein großer Teil der vor Gericht liegenden Widersprüche auf Missverständnissen beruhte. Kompliziertes Amtsdeutsch sowie die hochkomplexe Rechtslage würden so etwas herausfordern. Bleibt nur zu hoffen, dass Sie für das Lesen (und Verstehen!) dieser Kolummne weder ein Fremdwörterbuch noch einen Fachübersetzer gebraucht haben. Susi & Susi

Leserkommentare:


Thomas Freude, Halle:
"Äußerst interessant"


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