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Wochenspiegel > Zeitz > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier! >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 20.04.2019 um 21:03:28

Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Liebe Veganer, wir fühlen mit Euch. Zum Osterfest Eier, wohin man schaut. Man kann ihnen einfach nicht entkommen, auch wenn man vegane Osterkarotten aus Blätterteig oder gesunden Möhrenkuchen backt (und nein, der wird nicht leckerer, wenn man Karottenkuchen dazu sagt!). Sobald man auch nur zum Nachbarn rüberguckt, sieht man die Welt vor lauter Eiern nicht mehr. Gut, wenn es einem gelungen ist, in einer Veganer-WG, einem Veganer-Haus oder gar einer Veganer-Siedlung unterzukommen, hat man die Eierei aus seiner privaten Wohlfühlzone verbannt. Aber das Ei des Kolumbus hat man damit trotzdem nicht gefunden. Schließlich bringen die Kiddies die Osterbräuche aus Kindergarten und Schule mit nach Hause und wir wollen die Eltern sehen, die ihren Nachwuchs Ostersonntag tapfer Karotten oder vegane Hefezöpfe statt Eier suchen lassen. Gut, es gibt auch noch Fondant-Eier. Aber die sind aus bloßem Zucker und der ist ja nun gerade wirklich in aller Munde als die Wohlstands-Ernährungskatastrophe unserer Zeit. Und Marzipaneier sind so krass kalorienhaltig, dass sich einem schon beim Drandenken der Speck auf die Hüften legt. Vegane Eier??? Einen gößeren Widerspruch kann es kaum geben, auch wenn bloß etwas Tofu (auf Deutsch Bohnenkäse!) dafür umgeformt und angemalt wird. Stellt Euch vor, es gäbe die Lebensvorstufe des Eies nicht. Fein, dann gebe es uns Zweibeiner auch nicht und keiner müsste sich Gedanken um eine eilose Ernährung machen. Natürlich ist uns nicht egal, wie die Hühner leben (müssen), die uns unsere Eier fürs Osterfest legen. Und ginge es nach uns, müsste das Vergasen oder Schreddern der für die Eiproduktion „nutzlosen" männlichen Küken auf der Stelle weltweit verboten werden. Aber für solche Missetaten können weder das Huhn noch das gelegte Ei was. Da muss sich der Mensch an die eigene Nase fassen. Schauen wir also danach, woher wir unsere Ostereier bekommen. Dann können wir auch das eirigste Osterfest genießen. Susi & Susi

Leserkommentare:


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