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Wochenspiegel > Ratgeber > Nur jeder vierte Deutsche hat eine Vorsorgevollmacht >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 21.08.2014 um 13:42:33

Nur jeder vierte Deutsche hat eine Vorsorgevollmacht

Halle (red).  Die Deutschen irren und zwar gewaltig, wenn es um einen möglichen Pflegefall geht. 65 Prozent der Deutschen glauben, die nächsten Verwandten würden automatisch Entscheidungen für sie treffen dürfen, wenn sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr selbst dazu in der Lage sind.
Nicht einmal ein Drittel der mehr als 1.000 Befragten einer Umfrage des Forschungsinstituts forsa im Auftrag der Central Krankenversicherung liegen dagegen richtig. Denn wenn keine entsprechende Vollmacht vorliegt, bestellt in der Regel das Betreuungsgericht einen gesetzlichen  Vertreter.
Besonders die junge Generation zeigt sich bei diesem Thema ahnungslos. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen vermuten 83 Prozent, ihre nächsten Angehörigen würden die Vorsorgevollmacht automatisch erlangen. Heinz Teuscher, Vorstandsvorsitzender der Central Krankenversicherung, betont: „Doch auch diejenigen, die es wegen ihres fortgeschrittenen Alters wissen sollten, liegen mehrheitlich falsch: Von den Befragten ab 60 Jahren vermuten immerhin noch 62 Prozent, ihre nächsten Angehörigen übernehmen im Pflegefall automatisch die Entscheidungen.“

SELBST VIELE ÄLTERE DEUTSCHE SIND NICHT AUSREICHEND VORBEREITET
Nur wenige Deutsche haben mit einer Vorsorgevollmacht, Patienten- oder Betreuungsverfügung für den möglichen eigenen Pflegefall vorgesorgt. Nur 26 Prozent haben in einer Vorsorgevollmacht bestimmt, welche Person für sie Entscheidungen treffen soll, wenn sie selbst es nicht mehr können. 31 Prozent der Befragten haben durch eine Patientenverfügung für sich festgelegt, welche medizinischen Behandlungen und Eingriffe sie im Ernstfall vornehmen lassen würden. Zwei Drittel der Befragten haben dagegen bislang nicht geregelt, wie sie im Pflegefall behandelt werden wollen und wer wichtige Entscheidungen treffen soll. Heinz Teuscher sagt: „Es ist dabei erstaunlich, dass selbst die Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen sich nicht ausreichend vorbereitet. So haben nur 29 Prozent der Befragten in diesem Alter eine Patientenverfügung und nur 23 Prozent eine Vorsorgevollmacht unterschrieben.“ Sprunghaft steigt die Bereitschaft offenbar ab dem 60. Lebensjahr an. So hat jeder zweite Befragte ab 60 Jahren eine Patientenverfügung unterschrieben und immerhin noch 46 Prozent eine Vorsorgevollmacht. Bei den jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren haben sich dagegen 92 Prozent noch nicht durch eine entsprechende Vollmacht oder Verfügung auf den jederzeit möglichen Pflegefall vorbereitet.

 

Leserkommentare:


Dr. Wilhelm Margula, Wien:
"Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung werden erst wirksam, wenn sich der Betroffene nicht mehr mitteilen kann. Seit September 2015 gibt es das neue Pflegefall-Tool - eine hervorragende und schier unverzichtbare Ergänzung zu beiden. Die online-Anwendung unterstützt Menschen, die nicht jahrelang pflegebedürftig bleiben wollen und es erweitert bzw. ergänzt gleichzeitig jede Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. www.pflegefall-tool.de.

 "

BAFIS-Vorsorgeberater Hans-Joachim Holle, Carl-von-Ossietzky-Str. 27 in 06114 Halle (Saale):
"Es ist tatsächlich erschreckend, wie viele Erwachsene auch in Halle (Saale) und Saalekreis ihr Leben im Notfall dem Zufall überlassen. Nicht konform gehe ich jedoch mit der Aussage, dass mittels rechtssicherer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung nur für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorgesorgt wird. Vorsorgeverfügungen dienen der individuellen Absicherung im Falle der Geschäftsunfähigkeit durch Krankheit, Unfall, Bewusstlosigkeit, auch natürlich Demenz usw. - Damit sind Patientenverfügungen als Anweisung an den Arzt und Vorsorgevollmachten sowie - bei minderjährigen Kindern nicht zu vergessen - Sorgerechtsverfügungen Instrumente zur Sicherung des Selbstbestimmungsrechts und Vermeidung gesetzlicher Betreuung, die früher ehrlicher als "Entmündigung" bezeichnet wurde. Damit sind Vorsorgeverfügungen nicht nur älteren Menschen unbedingt zu empfehlen sondern auch äußerst wichtig für junge Leute, vor allem junge Familien. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Vorsorgeverfügungen mbH, die wiederum mit der auf Vorsorgerecht spezialisierten Fachanwaltskanzlei Arnold zusammenarbeitet, führen die BAFIS-Vorsorgeberater regelmäßig bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland in Halle (Saale) Informationsveranstaltungen unter dem Titel: "Raus aus der Betreuungsfalle! Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - So mache ich alles richtig!" durch. Hier geht es einerseits um die Notwendigkeit von Vorsorgeverfügungen für jeden Erwachsenen, andererseits um Alternativen für die preiswerte Erstellung rechtssicherer Vorsorgedokumente und deren sichere Hinterlegung, ständige Verfügbarkeit per Vorsorgeausweis / Notfallkarte und 24-Stunden-Notfallhotline und vor allem regelmäßiger Aktualisierung. Am 11. Dezember finden um 10.00, 13.00 und 16.30 Uhr die letzten Veranstaltungen im Jahre 2014 statt, die neuen Termine für 2015 stehen bereits fest. Information und Anmeldung ist möglich unter Tel. 0345 / 3883-6 oder E-Mail bafis-partner@gfvv24.de. Mehr Information: http://www.pflegegeld24.com/betreuung/partner-der-gfvv/"


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