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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 22.09.2017 um 14:45:35

Aktionstag in Halle zur Woche der Wiederbelebung: Prüfen - rufen - drücken!

Mathias Berger (re), Notarzt im halleschen Bergmanstrost, übt mit angehenden Krankenpflegerinnen und Kinderkrankenpflegerinnen die richtige Herzdruckmassage. Mathias Berger (re), Notarzt im halleschen Bergmanstrost, übt mit angehenden Krankenpflegerinnen und Kinderkrankenpflegerinnen die richtige Herzdruckmassage.
Foto: S. Richter Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder)
Nur 15 Prozent der Bundesbürger helfen im Ernstfall - Aufklärung dringend nötig.

Halle (sr). Wer am vergangenen Mittwoch auf Halles Marktplatz kam, war zum Mitmachen aufgefordert, mitmachen bei der Wiederbelebung, geübt an einer Puppe.

Nur 15 Prozent der Bundesbürger helfen im Ernstfall, weist die Statistik aus. Und dabei kann Wiederbelebung so einfach sein: Prüfen. Rufen. Drücken. Das sind drei leicht zu merkende Schritte bei einem Herzstillstand. „Sprechen Sie die Person an, schütteln Sie sie an den Schultern, achten Sie auf die Atmung", erklärte Mathias Berger, Notarzt im halleschen Bergmannstrost, den jungen Mädchen, die gemeinsam mit ihm die richtigen Schritte an einer Puppe übten. „Wenn keine Reaktion des Patienten erfolgt und/oder eine Schnappatmung festgestellt wird, dann schnell die 112 anrufen. Bis Hilfe von erfahrenen Medizinern kommt, hilft die Herzdruckmassage." Dazu wurde an der Puppe der Brustkorb frei gemacht und der Handballen auf die Mitte der Brust gelegt. Mit Unterstützung des Ballens der zweiten Hand, mit verschränkten Fingern und genau senkrecht über dem Druckpunkt kann dann viel Kraft ausgeübt werden. Das Brustbein sollte fünf bis sechs Zentimeter nach unten gedrückt werden und das 100 bis 120 Mal pro Minute. „Sie können dabei nichts falsch machen", so Mathias Berger, „außer, sie machen gar nichts". Eine Mund-zu-Mund-Beatmung dagegen sollten nur darin geschulte Helfer durchführen.

Zu den ersten Besuchern des Aktionstages gehörten die angehenden Krankenpflegerinnen und Kinderkrankenpflegerinnen, die zur Zeit im halleschen Uniklinikum ausgebildet werden. Und sie belagerten gleich mehrere der Matten, auf denen Notärzte und Rettungssanitäter mit den Marktbesuchern die Herzdruckmassage übten. „Das zieht die Leute an", waren sich die jungen Frauen einig, „wenn hier schon jemand mitmacht, das macht neugierig".

Aber nicht nur die Wiederbelebung wurde auf Halles Marktplatz geübt. Experten aller halleschen Krankenhäuser, Vertreter der Feuerwehr und anderer Rettungsdienste standen den Besuchern Rede und Antwort, warben für ihren jeweiligen Beruf und demonstrierten professionelle Reanimationen.

Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise bis zu 100 000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das führt zu nicht reparierbaren Schäden an der Gesundheit. Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und bis zum Eintreffen der Rettungsdienste die Überlebens-Chancen wesentlich erhöhen. Gerade deshalb ist in einem solchen Fall schnell Hilfe nötig. Die Hallenser dafür zu sensibilisieren, war Anliegen des Aktionstages auf dem Marktplatz.

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