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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 09.02.2018 um 11:23:12

Wohin mit dem Ersparten?

Dr. Ulrich Kater ist Deka-Chefvolkswirt. Dr. Ulrich Kater ist Deka-Chefvolkswirt.
Foto: Deka
Halle (red). Fleißig und regelmäßig werden von vielen Deutschen Euro und Cent beiseite gelegt, um zu sparen. Zu sparen für die eigenen vier Wände, ein größeres Auto, einen tollen Urlaub oder auch für ein sorgenfreies Leben im Alter.

Aber das beliebte alte Sparbuch oder auch ein Festgeldkonto bringen einfach nicht mehr den erhofften Zuwachs. Die gegenwärtige Zinspolitik führt sogar dazu, dass der Wert des Ersparten immer weniger wird, wenn die Zinsen niedriger als die Inflationsrate sind. Aber es gibt alternative Formen, wie man „sein Geld arbeiten lassen kann".

Der Super Sonntag wird in diesem Jahr das Ersparte zu einem Thema machen und Fachleute dazu zu Wort kommen lassen. Im ersten Beitrag geht es deshalb um Aktien- und Fondsgeschäfte und worauf man dabei achten sollte. Beschäftigen werden wir uns auch mit dem Kauf einer Immobilie als Wertanlage oder mit Edelmetallen und Luxusgütern. In vier Folgen bis zum Jahresende gibt es dazu viele wertvolle Ratschläge.



Tipps für Anleger: Darauf sollte man achten bei Aktien- und Fondsgeschäften

Heute: Ratschläge von Deka-Chefvolkswirt Dr. Ulrich Kater.

Halle (uk). Bereits seit mehreren Jahren befinden sich die Zinsen auf dem Nullniveau.

Das bekommen auch Sparer in Sachsen-Anhalt zu spüren. Das Guthaben auf Sparbuch und Tagesgeldkonto wächst deshalb nicht mehr automatisch. Aktuell ist die Inflation laut Statistischem Landesamt mit 1,8 Prozent höher als der Zinssatz. Damit steht das Geld der Sparer nicht nur still, sondern Privatpersonen verlieren aktuell Geld.

Was bedeutet das konkret für Sparer?

Zuerst wird es noch eine ganze Weile dauern, bis die Zinsen wieder auf die altbekannten Niveaus gestiegen sind. Denn die Europäische Zentralbank muss ihre Anleihekäufe beenden. Danach wird sie langsam damit beginnen, ihre Leitzinsen anzuheben. Das dürfte irgendwann im Lauf des Jahres 2019 der Fall sein. Weil die Europäische Zentralbank extrem behutsam die Leitzinsen nach oben nehmen wird, muss sogar damit gerechnet werden, dass die Sparzinsen erst in den Zwanzigerjahren wieder die In-flationsrate übertreffen werden. Und bis dahin verliert das niedrig verzinste Ersparte Tag für Tag an Kaufkraft. In diesem Zusammenhang ist auch von der Realzinsfalle die Rede.

Die Folge: Sparer müssen umdenken. Wer künftig Rendite auf Erspartes erhalten möchte, kommt an Aktien kaum vorbei. Die Strategie sollte daher lauten: „Investieren" und nicht „sparen". Das wiederum heißt, dass Sparer Geld in Wertpapiere investieren sollten, damit das Vermögen wächst. Solche Investitionen sind mit Risiken verbunden. Deshalb erst mit dem Berater sprechen und keine schnellen Käufe durchführen. Zielführender kann nämlich eine langfristig angelegte Sparstrategie sei.

Bei der Anlagestrategie darf es allerdings keine Rolle spielen, wie sich die Kurse in ein oder zwei Jahren entwickeln. Schwankungen gehören zum Wesen von Aktienmärkten - das ist Fakt. Fakt ist aber auch: Wer langfristig in Aktien investiert, partizipiert an der Wertentwicklung von Wertpapieren. Der DAX beispielsweise hat sich in den vergangenen zehn Jahren für Anleger insgesamt attraktiv entwickelt. Mit regelmäßigem Wertpapiersparen nutzen Sparer den Durchschnittskosteneffekt. Das bedeutet, dass bei niedrigen Kursen für den monatlich festgelegten Betrag viele Fondsanteile gekauft werden, bei höheren Kosten hingegen weniger.

Und weil niemand von uns so genau weiß, welche Unternehmen, Branchen oder Regionen gut laufen werden, ist eine breite Streuung, beispielsweise in Form eines Aktienfonds, ratsam. Bei der Aktienanlage muss generell beachtet werden, dass deren Wert im Zeitablauf stark schwanken kann. Am Ende ist für die langfristige Geldanlage wichtig, wie hoch die langfristige Renditeerwartung einer Anlageklasse ist. Und die ist bei Aktienanlagen deutlich höher als alles, was man derzeit im festverzinslichen, sicheren Bereich bekommen kann.

Fazit: Unterm Strich erwirtschaftet der Sparer so langfristig eine Rendite, ohne sich Gedanken über Aufs und Abs an der Börse machen zu müssen.

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