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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 30.03.2020 um 14:15:49

Abos und Verträge in der Corona-Krise: Gibt es hier Geld zurück?


Foto: bpstocks - stock.adobe.com
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie legen derzeit große Teile des öffentlichen Lebens lahm. Doch was passiert eigentlich mit Abos und Verträgen, für die  zurzeit keine Leistung zu erwarten ist?

Düsseldorf (ARAG).
Fußballfans sind aufgeschmissen: Der Ball rollt nicht mehr. Weder im Stadion, noch im Fernsehen. Wer stattdessen auf die Idee kommt, selbst ein wenig Fitness zu betreiben – Fehlanzeige: Denn Fitness-Studios sind geschlossen. Zeit also für etwas Kultur? Also Theater-Abo raus und ab zur nächsten Bühne? Aber auch die Schauspielkunst hat Pause. Doch was ist mit entsprechenden Abos und Verträgen, für die man bereits bezahlt hat? Und was ist mit den Beiträgen für die Kitas, wenn diese doch geschlossen bleiben? Die Experten der ARAG erklären, was Sache ist.

Die rechtliche Lage
Wird der Betrieb aufgrund der aktuellen behördlichen Anordnungen nur vorübergehend ausgesetzt, haben Kunden kein Sonderkündigungsrecht. Sie sind nach Auskunft der ARAG Experten allerdings rechtlich auch nicht zur Zahlung des vertraglich vereinbarten Beitrags verpflichtet, weil sie ja derzeit keine Leistung bekommen. Viele Unternehmen bieten deshalb eine Art Entschädigung an, wie etwa die kostenlose Verlängerung des Vertrages um die Zeit, die tatsächlich pausiert werden musste.

Pay TV
Hier gibt es keine generell gültige Aussage der einzelnen Anbieter. Der Telekom Sport-Kanal MagentaSport zeigt statt packendem Live-Sport zurzeit Dokumentationen und Wiederholungen. Dafür bekommen Abonnenten zunächst den Abopreis für einen Monat erstattet. Abokunden ohne Telekom TV-Vertrag sollen laut Homepage immerhin eine Gutschrift erhalten. 

Auch der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN überbrückt die Zwangspause mit Dokumentationen und Interviews. Wer hier ein Monatsabo abgeschlossen hat, darf dieses jederzeit pausieren. Wie mit Jahresabonnenten verfahren wird, steht hingegen noch nicht fest.

Pay TV-Sender Sky äußert sich auch noch nicht über vertragliche Details und informiert auf seiner Homepage: „Sollte es in den kommenden Monaten dennoch soweit kommen, dass eine beträchtliche Anzahl von Sportveranstaltungen vollständig abgesagt wird, werden wir die Situation neu bewerten und unsere Kunden informieren.“

Kultur-Abonnements
Theater- und Opernhäuser bieten ihren Kunden und Zuschauern eine Stornierung aller Karten von Vorstellungen an, die bis 19. April abgesagt wurden. Dabei gehen die Häuser durchaus unterschiedlich vor: Während die Bayerische Staatsoper automatisch alle Tickets chronologisch erstattet, können Opernfreunde bei der Semperoper zwischen einer Erstattung in Form eines Gutscheins, einer Überweisung oder einer Spende für ein Partnerprojekt der Semperoper wählen.

Auch die Oper Düsseldorf will eine Umbuchung oder Stornierung anbieten. Anonymkäufer von Tickets für das Kieler Schauspielhaus können ihre Karte mit Angabe der Bankdaten zurückschicken und erhalten eine Rücküberweisung. Karten, die im Vorverkauf erworben wurden, können in der Regel auch nur an der jeweiligen Vorverkaufstelle storniert werden.

Insbesondere kleinere Häuser setzen auf die Solidarität der Zuschauer und hoffen, dass sie auf die Erstattung der Tickets verzichten oder die Möglichkeit nutzen, das Ticket gegen einen anderen Termin oder  eine Gutschrift für eine künftige Vorstellung umzutauschen.

Fitnessstudios
Die meisten Fitnessstudios bieten ihren Mitgliedern diverse Alternativen an: So bietet beispielsweise McFit an, die Dauer der aktuellen Schließung am Ende der Mitgliedschaft beitragsfrei anzuhängen.  Auch die Fitness-Kette Clever fit verlängert die Mitgliedschaft um die Dauer der Schließung durch das Coronavirus beitragsfrei. Oder aber die Kunden haben hier die Möglichkeit, das nun angesparte Trainingsguthaben als Gutschein zu verschenken.

Kita-Beiträge
Die meisten Bundesländer haben zwar bereits angekündigt, dass Eltern damit rechnen können, dass sie für die Zeit der angeordneten Kita-Schließung auch keine Gebühren zahlen müssen. Doch abhängig ist das nach Auskunft der ARAG Experten letztendlich von der jeweiligen Gemeinde. Und hier gibt es noch keine abschließende Klärung, wo und mit welchen Mitteln diese eine Entschädigung zahlen. 

Grundsätzlich haben Eltern die Möglichkeit, die zusätzlich entstehenden Kosten einer alternativen Kinderbetreuung als Schadenersatz geltend zu machen. Diesen Schritt sollten sie jedoch vorher mit einem Anwalt individuell klären.

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