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Wochenspiegel > Bernburg > Politik > Kliniken in Dessau und Bitterfeld wollen heiraten >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 04.11.2015 um 19:26:41

Kliniken in Dessau und Bitterfeld wollen heiraten

Vertreter des Städtischen Klinikums Dessau und des Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen (Foto), gaben in Brehna vor Medienvertreter eine Erklärung zur möglichen Fusionierung der beiden Häuser zu einem kommunalen Großklinikum ab.   Vertreter des Städtischen Klinikums Dessau und des Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen (Foto), gaben in Brehna vor Medienvertreter eine Erklärung zur möglichen Fusionierung der beiden Häuser zu einem kommunalen Großklinikum ab.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Dessau-Roßlau und Bitterfeld-Wolfen wollen zu einem Großklinikum zusammen wachsen. Es geht den Verantwortlichen im harten Wettbewerb zukünftig zu bestehen.

Dessau- Bitterfeld (ts).
Es ist schon eine Überraschung, die nicht überraschend kommt. Gemeint ist die geplante Fusionierung des Städtischen Klinikums Dessau-Roßlau und des Gesundheitszentrums Bitterfeld-Wolfen zu einem Großklinikum. Beide Einrichtungen befinden sich in kommunaler Trägerschaft und geht es nach dem Willen des Oberbürgermeisters von Dessau-Roßlau, Peter Kuras, und dem Landrat von Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze, dann wird das in Zukunft auch so bleiben. Beide erteilten der Spekulation nach wirtschaftlichen Gründen eine klare Absage.

Schulze und Kuras sind sich darüber einig, es geht um Zukunftschancen und um Synergie-Effekte, Kräfte zu bündeln und um gemeinsam kommunale medizinische Zukunft zu gestalten. Vor allem unter dem Gesichtspunkt des wachsenden Konkurrenz- und Kostendrucks möchte man die Maximalversorgung für die Regionen Dessau-Roßlau und Bitterfeld-Wolfen zum Wohle der Patienten erreichen. Dabei zielt der mögliche Klinikverbund auf die stationäre, teilstationäre und auch ambulante Versorgung in über 20 Fachgebieten mit zahlreichen Spezialisierungen ab.

Daneben wollen sich beide auf Augenhöhe begegnen. Für Landrat Uwe Schulze kommt nur eine 50:50 Beteiligung infrage, unter dem geht gar nichts, so seine klare Botschaft. Bei der möglichen Entstehung eines Großklinikums, würden dann ca. 1.100 Betten zur Verfügung stehen und 50.000 stationäre Patienten und mehr als 100.000 ambulante Fälle könnten jährlich behandelt werden. Zudem würde mit dem Klinikverbund der größte regionale Arbeitgeber mit rund 2.500 Beschäftigten entstehen. Auch wirtschaftlicher Probleme, wie öffentlich berichtet wurde, einer oder beider Häuser schließen Schulze und Kuras aus.

Beide schreiben schwarze Zahlen und bilden seit Jahren Rücklagen. Weiterhin soll ein Netzwerk entstehen, wo medizinische Versorgungszentren mit über 45 Arztsitzen, stationären Altenpflegeeinrichtungen sowie eine Bildungsakademie und eine Krankenpflegeschule für eine Leistungsbündelung sorgen. Norman Schaaf, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Bitterfeld-Wolfen, sieht die mögliche Fusionierung als tragfähiges Konzept für die Zukunft und es handelt sich aus seiner Sicht um eine strategische und nicht um eine wirtschaftliche Entscheidung.

Das sieht der Verwaltungsdirektor des Städtischen Klinikums Dessau, Dr. André Dyrna, ganz genauso. Dyrna sieht bei der Bewältigung des Wettbewerbes auch im Hinblick auf Krisensituationen und Havarien klare Vorteile, wie die schnelle Umverteilung und die damit verbundene Sicherstellung der medizinischen Versorgung. Der Dessauer Verwaltungsdirektor sieht auch größere Möglichkeiten wie die in Inanspruchnahme von Spezialisten, wie z.B. Onkologen. Krebsspezialisten und Traumaexperten.

Schlussendlich sprechen alle Beteiligten von einer medizinischen Daseinsfürsorge für das Oberzentrum Dessau-Roßlau und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Doch bis es soweit ist, können noch einige Monate, vielleicht sogar Jahre vergehen. Denn bisher gibt es von beiden Seiten nur Absichtserklärungen und es soll ein Prüfauftrag für den möglichen Zusammenschluss beider Häuser durch eine unabhängige Wirtschaftskanzlei geben.

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