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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 06.03.2014 um 15:09:57

Sie haben gewonnen?

Sie haben gewonnen? Wer ist da nicht Happy und freut sich darüber - doch Vorsicht Falle! Telefonanrufer gaukeln Gewinne vor und werden auch noch dreist! Sie haben gewonnen? Wer ist da nicht Happy und freut sich darüber - doch Vorsicht Falle! Telefonanrufer gaukeln Gewinne vor und werden auch noch dreist!
Foto: Wengert (pixelio)
Wer ist da nicht Happy und freut sich darüber - doch Vorsicht Falle! Telefonanrufer gaukeln Gewinne vor und werden auch noch dreist!
 
Gröbzig/Köthen (red.)
„Sie haben gewonnen!" Ein Satz über den man sich gerne freut. Doch wer eine solche Nachricht telefonisch, in einer E-Mail oder per Brief bekommt, sollte vorsichtig sein. Es könnte sich dabei um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln, bei denen die Täter in den unterschiedlichsten Varianten agieren.

In allen Fällen steht jedoch vor der vermeintlichen Gewinnübergabe fest, dass die potentiellen Opfer dazu aufgefordert werden, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel in Form von Gebühren als Vorleistungen. Bei dem bundesweit bekannten Phänomen telefonieren die Betrüger häufig aus Call-Centern in der Türkei und geben sich als Rechtsanwälte oder Notare aus, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Während des Anrufs verschleiern die Täter ihre Identität indem sie die Rufnummer manipulieren, die auf dem Telefondisplay des Opfers abzulesen ist. Obwohl sie aus dem Ausland anrufen, erscheint eine deutsche Festnetznummer.
 
Im weiteren Telefonat wird den Opfern vermittelt, dass sie an einem Gewinnspiel teilgenommen hätten, jedoch für die Auszahlung eine entsprechende Gebühr zu leisten haben. Ohne diese Vorkasse, würde der Gewinn auch nicht ausgeschüttet werden. Eine Verrechnung mit dem Gewinn wird dabei abgelehnt.
 
Mit einer klaren Zahlungsanweisung werden die meist älteren Opfer zur Bank bewegt, um dort per Überweisung oder per Finanzdienstleister, z. B. Western Union mehrere tausend Euro ins Ausland zu transferieren. In anderen Fällen fordern die Täter ihre Opfer auf, Prepaid-Karten für Online-Käufe, wie z. B. Ukash oder Paysafecards, zu erwerben. Mit der individuellen Nummer der Gutscheine, die dem Täter telefonisch vom Opfer übermittelt wird, können die Betrüger dann im Internet auf Einkaufstor gehen.
 
Unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode gleicht sich das Ergebnis: Es erfolgt keine Gewinnausschüttung, weil kein tatsächlicher Gewinn existiert!
 
Doch damit ist den Kriminellen nicht genüge getan: Wurde das Opfer zu einer Vorauszahlung gedrängt, ist zu erwarten, dass es auch zukünftig zu weiteren Zahlungen aufgefordert wird. Wieder werden sich die Täter als Amtspersonen, wie Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgeben und behaupten, durch die Zahlung hätten sich die Geschädigten strafbar gemacht. Durch weitere Zahlungen könnten sie jedoch bevorstehende Repressionen unkompliziert abwenden.
 
Im Bereich der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost kamen in der Vergangenheit inhaltlich ähnliche Sachverhalte zur Anzeige. So wurde ein Bürger aus Gröbzig telefonisch darüber informiert, dass er eine Reise für zwei Personen sowie Bargeld in Höhe von 800 Euro gewonnen hätte. Um diesen Gewinn erhalten zu können, bräuchte er keine Steuern zu zahlen, jedoch eine kostenpflichtige Zeitschrift abonnieren. Der Angerufene handelte richtig und beendete sofort das telefonische Gespräch.
 
In Köthen erhielt ein Bürger eine telefonische Mitteilung über einen Gewinn in Höhe von 49 750 Euro. Um diesen jedoch ausgeschüttet zu bekommen,  sollte er den Transport sowie die Notarkosten in Höhe von 900 Euro in Form von Paysafecards bezahlen. Nach dem Erwerb der Wertkarten sollte sich das potentielle Opfer erneut beim Anrufer melden und die Code-Nummern durchgeben. Der Angerufene handelte richtig und kam der Aufforderung nicht nach.
 
Eine weitere Bürgerin aus Köthen wurde ebenfalls am Telefon über einen größeren Gewinn informiert. Um diesen Gewinn jedoch ausgezahlt zu bekommen,  wäre es notwendig, eine Anzahlung von 700 Euro in Form von Paycafecards zu leisten. Am nächsten Tag meldete sich der Anrufer erneut und teilte die Nummer zum Öffnen des bald eintreffenden Geldkoffers mit. Die Köthenerin bemerkte den Betrug sofort  und erstattete Anzeige bei der Polizei.
 
So schützen Sie sich vor Betrug am Telefon:
  • Schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen keinen Glauben, insbesondere wenn die Gewinnausschüttung an Zahlungsbedingungen geknüpft ist!
  • Lassen Sie sich von vermeintlichen Amtspersonen nicht am Telefon unter Druck setzen.
  • Angehörige der Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte fordern Sie niemals telefonisch zu einer Zahlung auf!
  • Geben Sie telefonisch keine persönlichen Informationen weiter, beispielsweise Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern!
  • Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, wenn Sie sich an Ihre Polizei.

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