Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Bernburg > Polizei > Brutaler Mord in Bitterfeld wirft Fragen auf >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 26.08.2014 um 16:43:54

Brutaler Mord in Bitterfeld wirft Fragen auf

Kriminaltechniker und Rechtsmediziner untersuchen den Tatort in der Dessauer Straße in Bitterfeld nach einem brutalen Doppelmord. Kriminaltechniker und Rechtsmediziner untersuchen den Tatort in der Dessauer Straße in Bitterfeld nach einem brutalen Doppelmord.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Bitterfelder Doppelmord beschäftigte Kriminaltechniker und Staatsanwaltschaft. Nachbarn wollen in der Dessauer Straße nichts mitbekommen haben.

Bitterfeld (ts).
In vielen Foren im Internet ist zu lesen, Bitterfeld entwickelt sich zu Kleinchicago. Eine wahre Serie von Bränden, Einbrüchen, Überfällen und Blitzdiebstählen beschäftigt die Gemüter der Menschen in der Region. Trauriger Höhepunkt ist der Doppelmord von gestern in Bitterfeld. Doch was ist passiert in der Dessauer Straße, direkt an der Kreuzung Stadt Wien unweit von Kindergarten, Schule und Einkaufseinrichtungen?

Die Polizei und die zuständige Staatsanwaltschaft halten sich im Moment mit Aussagen zurück. Fest steht bisher eins, nachdem der Polizei am gestrigen Montag (25. August), gegen 15:30 Uhr, von Zeugen über Notruf angezeigt worden war, dass sich zwei leblose  Personen in einer Wohnung in der Dessauer Straße in Bitterfeld-Wolfen befänden, fanden die umgehend zum Ereignisort beorderten  Polizeibeamten in der Wohnung die 39-jährige Wohnungsinhaberin und deren 11-jährigen Sohn nur noch tot vor.

Da nach ersten Feststellungen von einem Gewaltverbrechen auszugehen war,  wurden umgehend kriminaltechnische Untersuchungen aufgenommen. Zu diesen wurde auch ein Rechtsmediziners hinzugezogen.

Seitens der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wurden die Beschlagnahme der Leichen und deren Obduktion zur Feststellung der konkreten Todesursache angeordnet. Das mutmaßliche Tatwerkzeug konnte sichergestellt werden und wird derzeit untersucht.

Die weiteren Ermittlungen im Umkreis des Tatortes ergaben noch im Verlauf des Montags einen Anfangsverdacht gegen den  52-jährigen Ehemann der Verstorbenen. Er wurde wegen des dringenden Tatverdachts, die Frau und das Kind getötet zu haben, gegen 19:00 Uhr von Spezialeinsatzkräften der Polizei des Landes Sachsen-Anhalt in Bitterfeld festgestellt vorläufig festgenommen. Im letzten Block der Dessauerstraße spielten sich wahrscheinlich dramatische Szenen ab.

Nachbarn wollen davon nichts mitbekommen haben. Das könnte dafür sprechen, dass es wahrscheinlich keine Auseinandersetzung gegeben hat, doch dagegen spricht laut Kriminaltechniker der Tatgegenstand, Einzelheiten wurden nicht genannt. Doch was genau zur Tatzeit passiert ist und wie der 52-jährige verdächtige Ehemann der Beiden die Tat begangen hat und vor allem warum er diese Tat begangen hat, wird derzeit durch die zuständigen Kriminaltechniker vor Ort mittels forensischer und anderer Untersuchungen sowie weiterer Beweissicherungen ermittelt.

Parallel dazu wird der dringend Tatverdächtige zum Motiv und Tathergang befragt. In Bitterfeld und nicht nur dort, fragen sich viele Menschen, womit hat die gefühlte Zuspitzung krimineller Delikte zu tun?

Das Land Sachsen-Anhalt ist hoch verschuldet und muss sparen. Dieser Sparzwang macht auch nicht vor der Polizei Halt. Erst am Freitag war Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) in Bitterfeld zu Gast. Dort wurden die neuen Regionalbereichsbeamten der Polizei vorgestellt. Stahlknecht meinte dass es noch vor wenigen Jahren 8000 Bedienstete in der Polizei gab und seit kurzem sind es noch 5900 Polizeiangehörige, die ihren Dienst im Dreischichtsystem an sieben Tagen in der Woche versehen. Das sind über 25 Prozent weniger Sicherheit, wie manche befürchten. Auf alle Fälle dürfte die Diskussion um die Einsparungen, auch im Bereich Sicherheit, demnächst wieder an Brisanz gewinnen.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Polizeireport vom 08. August 2018 für Anhalt-Bitterfeld Polizeireport vom 08. August 2018 für Anhalt-Bitterfeld Verkehrs– und Kriminalitätslage im Bereich Anhalt-Bitterfeld vom 02. bis 08. August 2018 ...
Anzeige
Trauerportal
Frau stirbt bei Wohnhausbrand in Burgkemnitz Frau stirbt bei Wohnhausbrand in Burgkemnitz 51-jähriger Lebenspartner wird noch vermisst. Dachstuhl des Einfamilienhauses steht beim Eintreffen der Rettungskräfte vollständig in Flammen. ...
Anzeige
Aktuelle Baustellen mit Sperrungen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld vom 29. Juni 2018 Aktuelle Baustellen mit Sperrungen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld vom 29. Juni 2018 Baustellenrapport im Landkreis Anhalt-Bitterfeld vom 29. Juni 2018 - Vollsperrungen und halbseitige Sperrungen ...
Anzeige
Sag Ja!