Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Bernburg > Fotogalerie > Das Fest der Moderne in Zickzackhausen >
Lothar Semlin Lothar Semlin
aktualisiert am 19.05.2019 um 19:29:36

Das Fest der Moderne in Zickzackhausen


Bernburg (red). In Zickzackhausen wurde das Fest der Moderne gefeiert. Anlass des Festes war, dass sich die Siedlung „Zickzackhausen“ in die „Moderne“ als Kunst- und Architekturepoche vor 100 Jahren einreiht. Sie wird sogar als ein hervorragendes Beispiel dieses Zeitabschnittes angesehen. Der Landeskundler Joachim Grossert betonte, dass die Siedlung für Arbeiter und kleine Angestellte gedacht war. Dabei stellte die vorteilhafte Zickzackstellung von Einfamilienhäusern für diese Zeit in Deutschland eine Einmaligkeit dar.
Das Fest selbst läutete ein kleiner Umzug mit dem Spielmannszug Bernburg 1902 an der Spitze ein. Dezernent Holger Dittrich eröffnete in Vertretung des Oberbürgermeisters den Event und hob die zahlreichen Initiatoren und Förderer hervor.
Die Veranstalter, die Arbeitsgruppe "Bauhaus 2019 - Moderne in Bernburg (Saale)" mit der Hochschule Anhalt, der Stadt Bernburg und der Bernburger Freizeit GmbH sowie kenntnisreiche Bürger freuten sich über den Besucherandrang. Auf einer Bühne begeisterten unter anderem Musik- und Tanzgruppen die Besucher. Eine große Fläche belegte die Hochschule. Hier organisierten die Verwaltungsleiterin Sabine Thalmann mit ihrer Mitarbeiterin Katja Becker zahlreiche Aktionen, wie der Rektor der Hochschule, Professor Jörg Bagdahn hervorhob. So gab es unter anderem Tipps für die Gartenberatung und Produkte aus der Wissenschaft, wie die Verkostung von selbst hergestelltem Bambus-Gin und Apfelbrand.
Das Thema Ökologie stand während des Festes immer wieder im Vordergrund. Denn Zickzackhausen war beim damaligen Bau auch in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich. So wurden einheitlich angelegte und bepflanzte Gärten zum Zwecke der Selbstversorgung übergeben sowie Stoffkreisläufe von Regen- und Abwasser und Abfällen realisiert - Ideen, die heute gerade wegen des Klimawandels sehr wichtig sind. Beim Fest konnte man acht Tafeln mit aussagekräftigen Studienprojekten der Hochschule Anhalt über zukunftsorientierende Vorschläge für die Siedlung betrachten. Professorin Nicole Uhrig erläuterte, dass dabei die Nutzung natürlicher Ressourcen ein Schwerpunkt ist, so zum Beispiel das Sammeln und Speichern von Regenwasser.
Der Bernburger Dietmar Bräuer bekräftigte beim Rundgang, dass Bernburg mit der Moderne ein reiches Erbe hat, um die ökologischen Herausforderungen in der Zukunft umzusetzen. Professor Dieter Orzessek von der Hochschule wies bei einem Gespräch daraufhin, dass Politiker viel über das Thema diskutieren. Hier können sie Ideen wahrnehmen.
Weitere Höhepunkte des Festes waren die Rundgänge mit Joachim Grossert und Dietmar Bräuer. Die zahlreichen Besucher konnten viel Wissenswertes über diese Siedlung erfahren und sogar ein Haus besichtigen.
Einen sehr interessanten Hinweis gab Peter Möbius, Bewohner der Siedlung und Urgestein am Rande des Festes. Er wies daraufhin, dass sich die Siedlung seit der Wende bereits positiv entwickelt hat: „Aus einer mit Zement bestäubten grauen Maus ist eine grüne, farbenfrohe und bewohnbare Siedlung geworden.“
Anzeige
Trauerportal
Anzeige
Sag Ja!