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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 05.08.2012 um 09:17:10

1000 Jahre im Wandel der Geschichte eines kleinen Ortes

Es war schon mehr als eine kleine Überraschung, Thomas Schmidt (li) und Peter Ducke entdecken in der Chronik, das Schrenz doch älter sein könnte! Es war schon mehr als eine kleine Überraschung, Thomas Schmidt (li) und Peter Ducke entdecken in der Chronik, das Schrenz doch älter sein könnte!
Foto: Privat
Kleiner Ort bereitet seinen 1000. Geburtstag vor. Schrenz wird über Nacht 150 Jahre älter - Feier vom 3. bis 5. August.

Schrenz (red.) Von 850 Jahre auf 1 000 Jahre über Nacht. Möglich ist das im zu Zörbig gehörenden Ort Schrenz.
Südwestlich von Zörbig gelegen, an dem kleinen Bach Riede, liegt die Dorfgruppe Schrenz, Siegelsdorf und Rieda. Von dem Ort Schrenz berichtet eine Urkunde aus dem Jahre 1012. Zu dieser Zeit wurde Schrenz noch Zribenz genannt und lag im slawischen Gau Nelstice. Der Ort Siegelsdorf war ein reines Rittergutsdorf, dessen letzte Gutsherren, die Maquets, waren durch die Hugenottenkriege vertriebene französische Emigranten. 1928 wurden beide Dörfer zu dem Ort Schrenzsiegelsdorf zusammengeschlossen.

Über Nacht 150 Jahre älter

Der Ort Rieda, ein ehemals slawischer Rundling, wird in einer Urkunde im Jahr 1156 erstmalig genannt. Der Name kommt von Ried, ein mooriger, mit Schilf bewachsener Landstrich. Sehenswert ist das alte Gutshaus in Siegelsdorf und der dazugehörige, mit alten Bäumen bestandene Park. Leider sind die beiden Kirchen in Schrenz und Rieda in einem über viele Jahrzehnte vernachlässigten und bedauerlichen Zustand. Westlich stößt die Gemarkung an den zu Brachstedt gehörenden Abatassinenberg, eine 149 Meter hohe Erhebung vulkanischen Ursprungs, der unter Umständen auch als Ausläufer des Petersberges, der höchsten Erhebung zwischen Harz und Ural auf diesem Breitengrad angesehen werden kann.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das alte Konzept ist hinfällig. Jetzt arbeitet das Organisationsteam, allen voran Thomas Schmidt und Matthias Schlegel mit Hochdruck. Als erstes wurden viele Schultern und Köpfe angesprochen, es gilt viele Lasten zu verteilen.
Es werden noch viele Hände gesucht!

Dabei sieht Schmidt vier Schwerpunktbereiche. "Der Festumzug, die Sponsoren, das Programm und allen voran die Chronik, die wird von Benny Berger in Zusammenspiel mit der Zörbiger Museumsrätin Brigitta Weber erarbeitet", so der Kopf der Gruppe. Ein Problem dabei, die alte Chronik bis zur Wendezeit ist spurlos verschwunden. Schmidt hat eine Idee, nachdem die Nachfrage an die Verwaltung eine Lagerung im Zörbiger Archiv ausschloss, muss einer der früheren Bürgermeister von Schrenz etwas wissen.
Keine leichte Aufgabe, man forscht bis ins Jahr 1970 zurück, von sieben wohnen vier im Ort, zwei sind verzogen und einer ist verstorben. Doch das Schrenzer Organisationsteam, der Philatelistenverein Zörbig und Friedhelm Kiewitt vom Zörbiger Heimatverein tragen zusammen, was die Geschichte und alte verstaubte Briefe und Erzählungen hergeben.
Spendenkonto eingerichtet
Man hat bereits 150 Seiten Festschrift zusammen bekommen, wie weit das geschichtlich zurück greift, das bleibt vorerst offen.
Matthias Schlegel, der Vorsitzender des Sportvereins im Ort ist meint: "Wir müssen so viele Schrenzer aufrufen, ihre Funduse zu durchsuchen, um beim sammeln von historischen Informationen zu helfen." Hier kann die ehemalige Schrenzer Bürgermeisterin Doris Ufer (Tel. 034956/ 24 90 14) angesprochen werden, jede Idee hilft.

Hilfe braucht man unterdessen an allen Ecken und Kanten, die Zeit drängt. "Wir brauchen für das organisieren im Vorfeld und zum Absichern der Veranstaltung jede Hand", denkt der Schrenzer Schmidt laut nach. Es sind Vereine, Firmen und Bürger aufgerufen, den Festumzug zu gestalten, dieser wird am Samstag 13 Uhr im Ortsteil Rieda starten und durch den ganzen Ort bis zum Festgelände am Sportplatz gehen. Bürgermeister Rolf Sonnenberger meint: “Wir müssen jetzt alle aktivieren die helfen können und wollen, die Zeit ist kurz. Denn was andere in zwei Jahren aufbauen, wird hier in acht Wochen versucht”, so das Stadtoberhaupt von Zörbig. Die Stadt nimmt unter dem Verwendungszweck "1000 Jahre Schrenz" gern Spenden unter der Sparkassen Konto-Nr. 32 180 460 (Bankleitzahl 80053722) entgegen.
In der Verwaltung koordiniert Benny Berger die Festvorbereitung, unter anderem auch die Festschrift. Wer helfen möchte oder eine Festschrift (die Auflage ist begrenzt) bestellen möchte, kann sich unter der Telefon-Nr. 03 49 56 / 60 104 oder per E-Mail an benny.berger@stadt-zoerbig.de wenden.

Alte Chronik spurlos verschwunden?

Zurzeit bereiten sich die Mitglieder des Sportvereins und die Schrenzer Feuerwehr auf das Großereignis vor. Da müssen die Strecke des Umzugs und die Parkgelegenheit geplant werden, das Programm wird neu gestaltet, eine Homepage unter www.1000-Schrenz.de ist in Arbeit.
Das 20-Köpfige Team ist fest entschlossen, den Besuchern und Bewohnern ein tolles Festwochenende vom 3. bis 5. August zu bieten. Das Festgelände befindet sich auf dem Schrenzer Sportplatz.

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