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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Tanzen gegen Gewalt >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 26.02.2016 um 10:52:09

Tanzen gegen Gewalt

Das Frauenzentrum Wolfen und das Heinrich-Heine-Gymnasium zeigen tänzerisch gemeinsam Flagge und lassen gelbe Luftballons als Zeichen auf Gewaltverzicht fliegen. Das Frauenzentrum Wolfen und das Heinrich-Heine-Gymnasium zeigen tänzerisch gemeinsam Flagge und lassen gelbe Luftballons als Zeichen auf Gewaltverzicht fliegen.
Foto: Thomas Schmidt
Aktion "One Billion Rising" soll ein klares Zeichen setzen. Das Frauenzentrum und das Heinrich-Heine-Gymnasium zeigen Flagge.

Wolfen (ts).
Die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums Wolfen und der "Verein Frauen helfen Frauen" tanzen mittlerweile das dritte Jahr gemeinsam gegen Gewalt an Frauen. Das Ganze war schon eine Herausforderung, denn gut 600 Schülerinnen und Schüler des Heinrich Heine Gymnasiums sowie zahlreicher Lehrer und Vertreter aus Politik und Verwaltung in einen Tanzkurs zu integrieren, ist beachtlich. Dass dies geht, haben die Protagonisten eindrucksvoll bewiesen. Gemeinsam haben alle ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen im Alltag getanzt.

Für den Schulleiter Wolfgang Schmidt ist die Beteiligung an der Aktion eine Selbstverständlichkeit. Das sieht auch Katharina Schimke so. "Auch wenn es eine Herausforderung ist, die rund 600 Schüler barfuß tanzend zu koordinieren, wichtig ist, dass alle mitmachen und ein Zeichen setzen“, so die Kunstlehrerin. Für Schimke ist es nicht nur eine kreative Aktion, sondern ein klares scharfsinniges Nachdenken.

Denn als Schule mit dem Titel 'Schule ohne Gewalt und gegen Rassismus - Schule mit Courage' ist diese Gemeinschaftsaktion des Frauenzentrums mit dem Gymnasium eine klare Botschaft zum „NEIN“ gegen Gewalt. Auch für das Team vom Frauenzentrum Wolfen war es ein wichtiges und richtiges Signal, gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein Zeichen zu setzen. Die Leiterin Sandy Bieneck: "Ich denke, mit dieser erneuten Aktion zum Gewaltverzicht konnten wir wieder in Bitterfeld-Wolfen und darüber hinaus ein wichtiges Zeichen setzen."

Für die Lehrerin Dorothee Fischer auch ein Thema im Unterricht. "Wir haben dieses Thema inhaltlich im Unterricht eingebracht, um zu sensibilisieren, auch im Umgang mit dem Miteinander, wenn sie bei anderen Mitschülerinnen zum Beispiel blaue Flecken bemerken", so Fischer.

Tänzerisch gab dann Julia Wehle  den Takt an. Ihrer Choreografie von "Spreng die Ketten (Break the chain)" von Tena Clark folgten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine -Gymnasiums tänzerisch. Auch die beiden Lehrerinnen Dorothee Fischer und Katharina Schimke koordinieren dann auch die Verteilung von 100 gelben Gasluftballons. Diese wurden im Anschluss an die Tanzaktion mit Botschaften und Telefonnummern versehen in die Luft geschickt, um die Mission der Aktion weiterzutragen.

Mit der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) erheben sich am Valentinstag rund um den Globus Milliarden von Frauen und Männern, um auf die alltäglich stattfindende Ge.walt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen und auf ein Ende der Gewalt hinzuwirken.

Die „Milliarde“ steht für die statistische Aussage der UN, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden sind. Initiiert wurde die Kampagne von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler.

 

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