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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Die Getreideernte ist im Gange >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 15.07.2017 um 08:20:21

Die Getreideernte ist im Gange

Die Ernte ist mittlerweile mit Verzögerungen auch bei der Agrar GmbH Göttnitz im Gange und die Wintergerste ist die erste Getreidesorte, die mit dem Hightech-Mähdrescher vom Feld geerntet wird. Die Ernte ist mittlerweile mit Verzögerungen auch bei der Agrar GmbH Göttnitz im Gange und die Wintergerste ist die erste Getreidesorte, die mit dem Hightech-Mähdrescher vom Feld geerntet wird.
Foto: Thomas Schmidt
Landwirte wie die Agrar GmbH Göttnitz bei Zörbig hoffen auf gute Erträge. Erträge entwickeln sich für die Landwirte besser als angenommen.

Göttnitz (ts).
Die Ernte ist seit einigen Tagen in vollem Gange. Von weitem sieht man große Staubfahnen über den Feldern.
Das ist auch in der Region Anhalt-Bitterfeld nicht anders. Auf dem Feld fahren große Mähdrescher, um das Getreide abzuernten. Im Schritttempo lenkt Martin Schnick seinen Mähdrescher über ein gut 20 Hektar großes Wintergerstenfeld bei Zörbig, mitten im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Zurück bleiben das Stroh und trockene Stoppeln. Das Stroh räumt im Anschluss die Großballenpresse ab, mit deren Hilfe auf dem Feld die Strohgroßpakete gepresst werden.

Schnick hat von seinem Führerhaus aus den vollen Überblick. „Es ist heiß und trocken. Da lässt es sich gut dreschen“, sagt der Mitbetreiber der Genossenschaft im kleinen Göttnitz. Vor seinen Augen verschwindet das trockene Gerstengetreide im Schneidewerk des Mähdreschers. Es wird in das Innere des Mähdreschers befördert und im „Bunker“ gesammelt.
Dies geschieht so lange, bis die Lampe an Schnicks Führerhäuschen leuchtet und ein Signalton ertönt. Dann ist der Bunker zu Dreiviertel voll, und der Überladewagen muss die Ladung übernehmen. Über ein Transportrohr kippt der Landwirt die Wintergerste in den Laderaum des anderen Fahrzeugs. Von dort aus geht es auf die Hängerzüge der Traktoren.

Schnick sitzt selbst in einem der drei Mähdrescher auf dem Gerstenfeld. „Wenn Erntezeit ist, müssen alle mit anpacken“, so der Landwirt aus Überzeugung. Außentemperaturen von 30 Grad Celsius machen den Fahrern nichts aus, denn die mehr als 300.000 Euro teuren Hightech-Mähdrescher haben eine Klimaanlage. Die Kolosse schlucken gut 700 Liter Diesel am Tag und schaffen an guten Tagen bis zu 50 Hektar abzuernten.

Auf rund 90 Hektar wurde in den vergangenen Tagen bereits die Wintergerste geerntet. Auch die rund 234 Hektar Raps haben die Göttnitzer bereits im Blick.orausgesetzt das Wetter spielt mit. „Mit den 114 Hektar Winterweizen geht es je nach Witterung bis Mitte Juli“, sagt Geschäftsführer Michael Helmecke, der den Bürobereich leitet. Je nach Witterungslage sei man dann Mitte August mit der Getreideernte durch, so die Einschätzung.

Der Restwert an Feuchtigkeit liegt derzeit unter den maximalen 15 Prozent und so muss das Getreide nicht zusätzlich getrocknet werden. Dabei würden hohe Kosten entstehen. „Momentan sind wir froh, dass wir gutes Wetter haben und gut voran kommen“, sagt Helmecke. Es ist immer ein Spiel gegen die Zeit und vor allem mit dem Wetter. „Im Moment sieht es gut aus und wir erwarten bei allen Getreidesorten gute bis durchschnittliche Erträge“, sagt Christian Franzen, der zweite von drei Geschäftsführern im Göttnitzer Agrarbetrieb. Bei der Wintergerste sei der Ertrag mit acht Tonnen je Hektar gut.

„Der Börsenpreis schwankt zwar, doch zurzeit gibt es bei den Händlern etwa 130 bis 135 Euro je Tonne für die Wintergerste“, weiß Ralf Schnick, der dritte Geschäftsführer der Göttnitzer Agrargenossenschaft. Die derzeit von Fachexperten und Landhändlern in den nächsten Monaten erwarteten Marktpreise werden von den Landwirten mit Sorge bewertet. Die Preise sollen sich demnach weiter auf dem aktuell niedrigen Niveau bewegen. Ausschlaggebend sind aber externe Einflüsse, wie Witterung und Erträge in den USA, die Ertragslage in Russland, Währungsschwankungen und auch der Brexit. International volle Getreidebilanzen lassen vorerst nicht mit einem Preisanstieg rechnen.

Betriebsspiegel Agrar GmbH Göttnitz
Landwirtschaftliche Nutzfläche: ca. 1.346 ha - davon 1.271 ha Ackerland und 75 ha Grünland. Die Durchschnittliche Bodenbonität liegt bei 82 Bodenpunkten für Ackerland und 36 Bodenpunkten für Grünland. Die Flächen liegen in den Gemarkungen der Stadt Zörbig, speziell in den Gemarkungen Göttnitz, Stumsdorf, Werben, Schrenz und Zörbig. Das Hauptproblem ist der Regenschatten des Petersberges.

Die Genossenschaft ist ein reiner Marktfruchtbetrieb, BQM zertifiziert seit 2005, seit 2011 zusätzlich BSU (Basis-System-Umwelt Ackerbau) zertifiziert. Anbau im Mittel der Jahre: 430 ha Winterweizen (hauptsächlich E- und A-Qualität); Wintergerste 237 ha; Zuckerrüben 155 ha Winterraps 234 ha; Mais 114 ha; Winterdurum 168 ha; Erbsen 24 ha und Hafer 5 ha. Durchschnittliche Erträge im langjährigen Mittel: Winterweizen 70 dt (hauptsächlich E- und A-Qualität); Wintergerste 80 dt; Zuckerrüben 520 dt; Winterraps 45 dt; konventioneller Anbau, hauptsächlich Mulchsaat, aufgrund der verstärkten Vorsommertrockenheit werden vor allem Winterungen angebaut. Betriebsstruktur: Gründung 1997 mit aktuell drei geschäftsführenden Gesellschaftern (Christian Franzen, Ralf Schnick, Michael Helmecke), zwei Mitarbeitern und drei Lehrlingen.

Maschinenbesatz:
3 Traktoren über 300 PS (JD 8430, JD 8345 und JD 6R);
2 Mähdrescher;  
4 HW 80 Hängerzüge;
1 Überladewagen Annaburg;
1 Wasserwagen Annaburg;
1 Grubber Köckerling 5,70 mj 1 Europack 1 Pflug Lemken Vario 7 Scharr Wendepflug j 1 Düngerstreuer ZAM Ultra 1 Feldspritze 36 m | 1 OrHJmaschine mit Kreiselegge 6 m und diverse Kleintechnik zur Pflege.

 

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