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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Mein Traum vom Pferd >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 16.08.2017 um 09:50:50

Mein Traum vom Pferd

„Rebecca Hübsch & Friends“ ist eine tierliebende Gruppe, die sich in kleinerer oder auch mal größerer Runde trifft, ausreitet oder auch gemeinsam über Pferde und andere Tiere redet. Das jüngste Mitglied ist die fünfjährige Hannah, die sich am wohlsten auf dem Rücken von „Skarlett“ oder „Hexe“ fühlt. „Rebecca Hübsch & Friends“ ist eine tierliebende Gruppe, die sich in kleinerer oder auch mal größerer Runde trifft, ausreitet oder auch gemeinsam über Pferde und andere Tiere redet. Das jüngste Mitglied ist die fünfjährige Hannah, die sich am wohlsten auf dem Rücken von „Skarlett“ oder „Hexe“ fühlt.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)

Reiten ist für „Rebecca Hübsch & Friends“ mehr als nur ein Hobby. Was kostet Pferdehaltung und was ist notwendig?

Löberitz (ts).
Für Rebecca Hübsch und ihre Reitfreunde ist die Pferdehaltung nicht nur ein Ausgleich vom stressigen Alltag, sondern eine intensive Beziehung zwischen Tier und Mensch. Pferdehaltung gehört eher zu den zeitaufwändigen und vor allem auch etwas kostenintensiveren Hobbies, auch wenn der Aufwand sehr unterschiedlich ausfallen kann. Abhängig sind die monatlichen Kosten vor allem von der Art der Haltung und davon, wie gesund das Pferd ist. Der Wochenspiegelredakteur Thomas Schmidt hat sich mit „Rebecca Hübsch & Friends“ getroffen und ein paar Fragen gestellt.

Frau Hübsch, wie bekomme ich mein eigenes Pferd?
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt private Halter und Züchter, auch Pferdemärkte sind eine Option. Sie können sich ferner an ein Gestüt wie z. B. das Landgestüt in Prussendorf wenden. Natürlich kann man zusätzlich Anzeigen im Internet oder in Fachzeitschriften studieren. Wichtig ist, nicht nach Optik zu kaufen, denn die Chemie zwischen Mensch und Pferd muss stimmen. Das schönste Pferd ist nicht gleich das beste, daher keine Spontankäufe tätigen und vor allen Dingen nicht aus Mitleid kaufen. Man muss wissen, welche Anforderungen man an sein Pferd stellt, was es können soll. Nicht jedes Pferd ist für Turnier, Dressur oder Gelände geeignet. Wichtig ist vor dem Kauf ein Tierarztcheck, die sogenannte Ankaufsuntersuchung.

Man kann ja Pferde kaufen und wie ich gelesen habe auch „mieten“?
Nun ja, ich rate prinzipiell nur zum Kauf eines Pferdes. - Man sollte den Zeitaufwand und die Kosten nicht unterschätzen. Der Zeitaufwand beträgt durchschnittlich früh und abends jeweils ca. eine Stunde. Dazu zählen Futter und Wasser geben, auf die Weide führen und wieder abholen sowie das Putzen. Hinzu kommen noch zusätzliche Kosten für den Tierarzt, den Zahnarzt, den Schmied (aller 6 bis 8 Wochen), jedoch auch Kosten für den Sattler und die Versicherung dazu. Es gibt erfahrungsgemäß Reitvereine oder Gestüte, die Pferde für einen gewissen Zeitraum „vermieten“ und einen durchschnittlichen Betrag von 250 bis 500 Euro nehmen, je nach Pferd und Ausbildungsstand.

Okay, was kostet denn ein Pferd so in der Unterhaltung?
Wenn man mal von einem gesunden Pferd ausgeht, also ohne zusätzliche Tierarztkosten, kann man folgende Kosten einplanen: Für Futter benötigt man mindestens 60 Euro im Monat. Der Schmied kann so zwischen 30 und 100 Euro an Kosten verursachen. Zu den sogenannten Standardkosten kommen jährliche Arztkosten von um die 200 Euro (Zähne, Impfungen, Wurmkur). Im monatlichen Mittel beläuft sich eine Stallmiete zwischen 200 und 350 Euro. Zusätzliche Kosten für Zaumzeug, die Ausrüstung für den Reiter wie Sattel, Trense, Gamaschen, Gebisse, Putzutensilien, Reithelm, Sicherheitsweste, Hosen, Capes, Stiefel, Hosen und so weiter betragen dann ab 1.500 Euro. Je nach Standard und Qualität dürften die Kosten jedoch noch wesentlich höher sein.

Was muss ich bei der Pflege bedenken bzw. beachten?
Bestenfalls das tägliche Putzen, das fördert das Vertrauen, hilft Verletzungen zu finden, die sich das Pferd auf der Koppel oder bei Rangkämpfen mit Artgenossen zugezogen haben könnte. Weiterhin gehören dazu die ständige Kontrolle der Hufe und die Unterstützung beim Fellwechsel durch regelmäßiges Striegeln. Wichtig für die Pferde ist immer sauberes und frisches Wasser sowie natürlich das tägliche Reinigen der Boxen und des Reitstalles. Auch die Koppel sollte regelmäßig gesäubert und kontrolliert und das Zaumzeug muss regelmäßig gereinigt und gefettet werden.

Gibt es so etwas wie eine Checkliste für Pferdefreunde und auch eine, was Pferde mögen?
Nun ja, so was in der Art gibt es schon. Sicher wird man da in Fachforen fündig. Auf alle Fälle benötigen Pferde ausreichend Platz zum Toben und die Möglichkeit, bei „Streitigkeiten“ in der Herde einen Platz für sich zu finden, um den anderen aus dem Wege zu gehen. Bei Artgenossen, also in einer Herde, gibt es eine Art Aufgabenteilung. Während z. B. ein Teil schläft und ruht, hält der andere Teil Wache. Pferde sind keine Höhlenbewohner, das heißt, ein Pferd gehört nicht in eine Box gesperrt, es braucht das Tageslicht. Neben einem abgestimmten sowie abwechslungsreichen und ausgewogenen Futter brauchen Pferde jede Menge Bewegung. Dabei sind Kopfarbeit bei der Bewegung und eine abgestimmten Übungsmethodik sehr wichtig. Stupides im Kreis laufen ist für Pferde nicht förderlich und kann ihnen sogar schaden. Man sollte einfach mal mit seinem Pferd verschiedene Denkspiele ausprobieren. Sie werden es vielleicht nicht glauben, Pferde spielen sogar gerne mit einem Ball.

Was ist das Schöne an einem Pferd?
Da gibt es vieles. Man vertraut einem anderen Lebewesen quasi sein Leben an. Pferde sind Fluchttiere. Doch wenn es auf dich hört, dich mag, zeigt es dir sein bedingungsloses Vertrauen. Für Mensch und Tier bedeutet ein Pferd gleichermaßen Entspannung und man kann vom Alltag abschalten. Wie alle anderen Tiere sind Pferde auch Familienmitglieder. Es gibt kaum etwas Schöneres als nach einem harten Schul- und Arbeitstag abends im Stall den Pferden beim Kauen zuzuhören. Das ist ein sehr beruhigendes und entschleunigendes Gefühl. Ja und für mich selbst zählt der typische Pferdegeruch auch mit dazu.


Rebecca Hübsch & Friends

Rebecca Hübsch liebt Pferde und andere Tiere. Das zeigt auch ihre jahrelange Zugehörigkeit zum Tierheim und dem Tierschutzverein Bitterfeld e. V. – dort ist die Verwaltungsangestellte der Stadt Bitterfeld-Wolfen schon jahrelang im Vorstand aktiv. In Löberitz bei Zörbig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld haben „Rebecca Hübsch & Friends“ einen ehemaligen Schweinestall für ihre Pferde umgestaltet. Dort gibt es ausreichend Platz für Pferde, Hunde und im Sommer auch für die Schwälbchen. Neben Rebecca Hünsch, ihren Mann Danilo und Franzi Abel sowie der fünfjährigen Pferdefreundin Hannah und Lena Anton gehören die Pferde Skarlett und Hexe dazu.

Hin und wieder schauen auch Jogi Meier und Kurt Faust vorbei und beobachten die Pflege der Pferde. Die beiden Löberitzer Urgesteine sind die Besitzer der Pferde. Sie geben auch gerne Tipps und stehen den Pferdefreunden mit Rat und Tat zur Seite. Das siebenjährige Reitpony „Skarlett“ ist so etwas wie die Chefin im Stall und für das Ärgern zuständig. Die 23-jährige Stute „Hexe“ hingegen ist die Friedliche und mit nix aus der Ruhe zu bringen. Gemeinsam mit den vier Hunden Edda, Ben, Coco und Bommel geht es täglich in die Auenlandschaften und Felder der Umgebung.

Für „Rebecca Hübsch & Friends“ ist das Entspannung pur - Natur und Tiere sowie Menschen im Einklang, ein entschleunigendes Hochgefühl. Wer sich privat ein Pferd zulegen möchte, sollte sich auf alle Fälle über den Aufwand und die Kosten sowie wie die tägliche Rundumbetreuung im Klaren sein. Alternativ kann man sich auch einem Reitverein in der Region anschließen.


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