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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > 15 Jahre Ambulanter Hospizdienst Wolfen e. V. >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 24.11.2017 um 16:19:42

15 Jahre Ambulanter Hospizdienst Wolfen e. V.

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Ambulanten Hospizdienstes Wolfen e. V. gab es eine würdige Festveranstaltung. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Ambulanten Hospizdienstes Wolfen e. V. gab es eine würdige Festveranstaltung.
Foto: Thomas Schmidt
„Eine der angenehmsten Erfahrungen ist das Leben vor dem Tod“. Welches Angebot kann ein Hospiz Menschen in der Endphase ihres Lebens machen?

Wolfen (WS).
Hospizarbeit bedeutet nicht Hilfe zum, sondern Begleitung beim Sterben. Nichts wird so sehr aus dem Bewusstsein des Menschen verdrängt wie der Tod. Auch die Medizin sieht den Tod eher als Ereignis an, so dass Schock, Hilflosigkeit, Unsicherheit, Angst und Sprachlosigkeit den Umgang mit sterbenden Menschen und deren Angehörigen prägen. Auch in Wolfen hat sich vor 15 Jahren die Hospizarbeit als Gegenbewegung etabliert, die sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt ermöglicht und hilft, Sterben als Teil des Lebens anzunehmen.

„Eine der angenehmsten Erfahrungen ist das Leben vor dem Tod“ - dieses Zitat aus dem Museum für Sepulkralkultur in Kassel war der Einstiegsgedanke für die Festveranstaltung anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Ambulanten Hospizdienstes Wolfen e. V. im Städtischen Kulturhauses Wolfen. Unter der Schirmherrschaft der Stadt Bitterfeld-Wolfen hatten der Verein eingeladen, gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins, dieses Jubiläum in würdiger Form zu begehen.

Als erster richtete der Oberbürgermeister Armin Schenk seine Worte an die Vereinsmitglieder. Schenk würdigte die Arbeit vor allem auch für das Durchhalten über 15 Jahre Hospizarbeit und erwähnte in seiner Botschaft auch die Bereicherung, die der Hospizdienst in seiner eigentlichen Aufgabe und auch im kulturellem Leben der Stadt Bitterfeld-Wolfen darstellt. Als kleines Zeichen der Unterstützung überreichte Schenk einen Scheck über 100 Euro.

Anschließend sprach Franziska Kopitzsch von der Koordinierungsstelle für Hospiz-und Palliativversorgung, die extra aus Berlin angereist ist, um über die Leitsätze der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu referieren. Obwohl der Verein Zeichner dieser Charta ist, signalisierte Franziska Kopitzsch auf eine lebhafte Art noch viel Neues über einerseits den Werdegang der Charta und andererseits über Ansätze für die zukünftige Arbeit.

Die Vorsitzende des Stadtrates von Bitterfeld-Wolfen sowie Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration des Landtages von Sachsen-Anhalt, Dagmar Zoschke, lobte die Charta unterzeichnete dies auch als Privatperson. Im Verlauf der Veranstaltung folgten noch mehrere Gäste dieser Zeichnung.

Es war dem Hospizverein ein großes Bedürfnis an diesem Tag den Mann zu ehren, der die Idee hatte, diesem Verein ans Licht der Welt zu bringen. Die Vereinsvorsitzende Conny Rasenberger fand die richtigen Worte, um Pater Fritz Biermann zu ehren. In seinem Büro trafen sich am 17. April im Jahre 2002 motivierte Menschen aus Bitterfeld-Wolfen und legten den Grundstein für dieses sensible Ehrenamt bis zum heutigen Tag.

Auch Dr. Anja Schneider als Geschäftsführerin der Anhaltischen Hospiz-und Palliativgesellschaft fand lobende Worte für den Jubilar und zeigte den Weg für eine noch engere Zusammenarbeit. Kulturell bot das Kieck-Theater Weimar mit Cornelia Thiele und Thomas Kieck ein literarisches Variete unter dem Titel „Liebe, Lachen, Tod und Teufel“, welches so manches Schmunzeln entlockte. Das Zörbiger Flötenconsort erfreute das Publikum mit perfekt dargebotenen Musikstücken, die der Veranstaltung einen wunderbaren Rahmen gab.

Es war für den Verein eine gelungene Veranstaltung, bei der es leider nur einen kleinen Wermutstropfen gab. Die Vereinsmitglieder haben sich viel Mühe gegeben und ca. 300 Gäste eingeladen, leider sind nur knapp 100 anwesend, obwohl zum Beispiel im Vorfeld am Vortag im Fernsehen im MDR noch ein sehr berührender Beitrag über den Verein gesendet wurde, auch die Tageszeitung und die lokalen Anzeigenblätter wurden mehrfach auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Lag es an der Schwere des Themas, an Berührungsängsten oder mangelnder Zeit? Die Vereinsmitglieder wissen es nicht. Doch auch eine noch größere Präsenz und Aufklärung der Vereinsziele sollen im Sinne der Charta umgesetzt werden.


 

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