Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Was wird aus dem Landgestüt Sachsen-Anhalt in Prussendorf? >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 11.05.2018 um 15:45:09

Was wird aus dem Landgestüt Sachsen-Anhalt in Prussendorf?

Auch die Landtagsabgeordnete Angela Kolb-Janssen (2 v. r.) kann Landgestütsgeschäftsführer Willy Boss (2 v. l.) nicht umstimmen. Der Verkauf des Gestüts mit den angrenzenden Bewirtschaftungsflächen ist beschlossene Sache. Es gibt einen Kaufinteressenten aus dem benachbarten Radegast. Auch die Landtagsabgeordnete Angela Kolb-Janssen (2 v. r.) kann Landgestütsgeschäftsführer Willy Boss (2 v. l.) nicht umstimmen. Der Verkauf des Gestüts mit den angrenzenden Bewirtschaftungsflächen ist beschlossene Sache. Es gibt einen Kaufinteressenten aus dem benachbarten Radegast.
Foto: Thomas Schmidt
Trotz erheblicher Widerstände wird die Einrichtung privatisiert - das Interesse hält sich in Grenzen. Willy Boß hält im Landgestüt Sachsen-Anhalt die Zügel nicht ganz freiwillig in der Hand.

Prussendorf (ts).
Das Landgestüt Sachsen-Anhalt steht als Landeseinrichtung vor dem Aus. Nicht zum ersten, jedoch wahrscheinlich zum letzten Mal. Ab 1. Oktober soll die Einrichtung den Besitzer wechseln. Der derzeitige Geschäftsführer Willy Boß ist für den Verkauf verantwortlich und das nicht unbedingt freiwillig. Als Leiter der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt ist Boß ohnehin für die Landgestüts GmbH zuständig, die seit drei Jahren dazuzählt.

Diese ist wiederum dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt zugeordnet. Daher verweist Boß auf die Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90 Die Grünen). Dalbert wiederum verweist auf die Vorgängerregierung, die bereits eine Privatisierung favorisiert hat und der Finanzminister André Schröter (CDU) habe von ihrem Resort fünf Millionen Euro als Konsolidierungsbeitrag eingefordert. Schröter erwidert, dass Dalbert zwar den Betrag beisteuern sollte, jedoch nicht zwingend als Verkaufserlös für Prussendorf. Das löst bei einigen Kopfschütteln aus.

Selbst der Kreistag von Anhalt-Bitterfeld, allen voran Landrat Uwe Schulze (CDU), sprach sich für den Erhalt aus und auch der Stadtrat von Zörbig fordert den Erhalt der Einrichtung. Von den Mitarbeitern des Landgestüts wurde eine Liste mit 2.505 Unterschriften gegen den Verkauf des Gestüts an die Landtagspräsidentin überreicht. Doch passiert ist nichts. Scheinbar möchte niemand die Verantwortung übernehmen. Fakt jedoch ist, nach dem verlängertem Ende der Angebotsfrist bis Januar sind 20 Exposés an Interessenten verschickt worden. Doch nur einer hat ein Angebot abgegeben. Willi Boß bestätigt, dass es sich um den Betreiber des nahegelegenen Gestüts Radegast handelt. Zurzeit wird verhandelt.

Es geht um das Landgestüt mit den unmittelbar angrenzenden Bewirtschaftungsflächen von ca. 40 Hektar sowie um die Übernahme der verbliebenen Mitarbeiter. Die weiteren 800 Hektar Ackerfläche sollen im Besitz des Landes bleiben. Das erklärt auch das geringe Interesse am Prussendorfer Gestüt. Vor zwei Jahren waren noch 28 Mitarbeiter, davon zehn Auszubildende, in Lohn und Brot, jetzt sind es noch zehn Mitarbeiter und vier Azubis. „Wir lassen uns Zeit, wollen das Gestüt in gute Hände geben. Der Verkaufspreis steht nicht im Vordergrund.

Der Erhalt von Pferdesport und -zucht am Standort Prussendorf sowie eine Perspektive für die Mitarbeiter sind wichtiger als Erlöse“, so Willi Boß. Die 800 Hektar Ackerflächen bleiben im Besitz der Landgestüts GmbH und werden an den Käufer zur Bewirtschaftung verpachtet. Die GmbH wird laut Boß vorerst nicht abgewickelt, könnte jedoch einen anderen Namen bekommen. Der Kaufpreis für das Gehöft soll laut Boß im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Drogeriemarktkette schafft 250 Arbeitsplätze in der Region Drogeriemarktkette schafft 250 Arbeitsplätze in der Region Rossmann möchte an der A 9 einen Drehpoint in Brehna mit einem modernen und nachhaltigen Logistikzentrum schaffen. ...
Anzeige
Unser Land
Denkmal für die Chemiekatastrophe eingeweiht Denkmal für die Chemiekatastrophe eingeweiht Ein Denkmal für einen der schwärzesten Tage in der Chemiegeschichte von Bitterfeld hat seinen Standort als Ort der Begegnung, der Stille und für...
Anzeige
Rückblick: Stadtmeisterschaft „4Kids“ Rückblick: Stadtmeisterschaft „4Kids“ Unter dem Slogan: „Sandersdorf-Brehna verbindet“ findet die erste Stadtmeisterschaft „4Kids“ im Sportzentrum Sandersdorf statt. ...
Anzeige
Trauerportal