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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 20.06.2018 um 12:18:55

Die Basketballer der BSW Sixers sind in die zweite Liga Pro-B aufgestiegen

Im letzten Heimspiel gegen die Tigers aus Ascherleben versucht Tomas Grepl (Mitte) seine Spieler der BSW Sixers noch einmal zu motivieren. Im letzten Heimspiel gegen die Tigers aus Ascherleben versucht Tomas Grepl (Mitte) seine Spieler der BSW Sixers noch einmal zu motivieren.
Foto: Thomas Schmidt
Die zweite Bundesliga Pro-B wird für Verein, Trainerstab und Spieler eine Herausforderung. Ein Saisonrückblick mit dem erfolgreichen Sixerstrainer Tomas Grepl.

Sandersdorf (WS).
Die Basketballer der BSW Sixers haben eine beeindruckende Saison gespielt und dennoch gab es zum Schluss hin ein Wechselbad der Gefühle. Zwei Niederlagen, einmal gegen die Neustadt temps Shooters und im Derbyduell gegen die Tigers aus Aschersleben. Der Staffelsieg ist verdient, doch hätte die berühmte Weste weiß bleiben können? Wir haben mit dem Erfolgstrainer der Sixers, Tomas Grepl, über die Saison gesprochen.

Tomas, die Saison ist vorbei, Gelegenheit für einen kurzen Rückblick. Welcher Sieg war für dich der Schönste?

Ganz klar: Der Auswärtssieg gegen die temps. Nach der unnötigen Niederlage in Sandersdorf gegen Stade musste die Truppe Charakter zeigen und kämpfen. Das hat sie und dem Tabellenzweiten keine Chance gelassen. Dies war dann auch der letzte Schub für den Aufstieg.
 
Bei zum Glück nur zwei Niederlagen ist die Auswahl nach der ärgerlichsten Pleite nicht sehr groß...
 ...richtig, aber man kann beide verlorenen Spiele nicht einfach wegstecken. Denn man muss auch daraus lernen. Ganz klar, am ärgerlichsten war die Heimspielniederlage gegen die Tigers. Eine Halbzeit haben wir katastrophal gespielt.
Auch wenn man Staffelsieger ist, hat man im letzten Spiel vor den Fans Charakter zu zeigen. Wie sich auch gestandene Profis da auf dem Spielfeld bewegten, das lasse ich mir als Trainer nicht noch einmal bieten. Wir hätten ohne Niederlage die Serie beenden können. Aber noch einmal, man kann verlieren, aber man muss kämpfen. Gegen Stade haben wir ein miserables erstes Viertel hingelegt, dann haben wir aber wenigstens gekämpft.
 
Wenn es die Spielsituation ermöglichte, hast du jungen Leuten eine Chance gegeben. Wer hat aus deiner Sicht von den Youngstern den größten Sprung gemacht?
Da will ich keinen herausheben. Unser gemeinsames Nachwuchsprogramm mit dem MBC zahlt sich aus. Ein Ergebnis ist ja auch, dass die MBC Junior-Sixers die Klasse gehalten haben.
Man konnte in den Spielen sehen, dass es nicht mehr die grossen Brüche gab, wenn ich die jungen Leute aufs Feld brachte. Das ist auch ein Kredit für die ProB. Aber da muss jedem klar sein, die Anforderungen werden steigen und dafür muss man im Training sehr viel tun. Talent allein reicht nicht!
 
Ein Wort zu den internationalen Profis der Sixers....
...Eimantas, wie überhaupt die Doppellizenzspieler, lasse ich mal weg. Deren Zukunft hängt stark davon ab, wie die Einbindung beim MBC sein wird. Auf jeden Fall wird es attraktiv sein, im Kader des MBC zu stehen und viel Spielzeit in der Pro-B zu haben. Das ist vielleicht wichtiger, als kurzfristig in der Pro-A Erfolg zu haben. Über Luka muss nichts mehr gesagt werden. Er bleibt. Terrence ist natürlich ein Kandidat mit Potential.
Da muss man sehen. Arunas hat mehr Möglichkeiten als er gezeigt hat, aber er hat seine Rolle ausgefüllt. Jaro kam untrainiert zu uns, aber er hat schnell aufgeholt und war mit seiner Routine wichtig im Team. Aber ganz klar, wenn im nächsten Jahr immer drei deutsche Spieler auf dem Feld stehen müssen, dann ist es sinnlos, mehr als drei internationale Spieler zu haben. Also muss man genau hinsehen!
 
Ein Wort noch zu den Fans...
 ...das war toll, wie die hinter uns standen. Ich denke da besonders an das Spiel in Neustadt, das durch sie fast zum Heimspiel wurde. Über ‚Udo‘ und die Crazys muss ich nichts sagen. Also die hörte man immer in allen gegnerischen Hallen heraus.
 
Tomas, wie sehen Deine nächsten Wochen aus?
Na als Nachwuchskoordinator bin ich im Trainerteam des MBC. Ich werde viel mit Ference Gille und Lukas Scholz arbeiten, die ja auch bei den Sixers gespielt haben. Beide haben viel Talent. Mal sehen wie es weitergeht, das ist ja auch stark eine Kopfsache. Irgendwann ist dann Urlaub in Tschechien in meinem Haus mit der Familie angesagt. Natürlich bin ich dabei ständig in Kontakt mit Präsident Maik Leuschner. Da gibt es einen sehr guten und engen Draht, wenn es um das Team für die ProB geht.
 
Tomas Grepl, vielen Dank für das Interview und für die starke Saison von Ihnen  als Headcoach. Bis zum nächsten Gespräch alles Gute!

 

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