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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > "Mein Job kann sich sehen lassen": Kunstmalerin Anke Schön-Erhart aus Holzweißig >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 10.10.2018 um 11:06:35

"Mein Job kann sich sehen lassen": Kunstmalerin Anke Schön-Erhart aus Holzweißig

Die Holzweißiger Kunstmalerin Anke Schön-Erhart porträtiert gerne Illusionsmalereien und liebt dabei das klassische und moderne Umsetzen von Stimmungsmomenten… gerne holt sie sich Anregungen in der Natur. Interessenten können das Atelier jederzeit auf Nachfrage besuchen. Die Holzweißiger Kunstmalerin Anke Schön-Erhart porträtiert gerne Illusionsmalereien und liebt dabei das klassische und moderne Umsetzen von Stimmungsmomenten… gerne holt sie sich Anregungen in der Natur. Interessenten können das Atelier jederzeit auf Nachfrage besuchen.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Malen mit viel Liebe zum Detail. Für Anke Schön-Erhart ist kunstvolles Malen wie das Streicheln der äußeren Sinne.

Holzweißig (ts).
Schon als Kind malt Anke Schön-Erhart aus Holzweißig gern. Es sind kindliche Fantasien von Tieren und der Natur oder Menschen, die sie kennt. Doch am meisten hat es ihr der Igel angetan. Den porträtiert die geborene Friedersdorferin in allen möglichen Facetten. Als Kind und Jugendliche gestaltet das Kreativtalent für die Familie, Freunde und Bekannte Glückwunschkarten, natürlich handgemalt. Doch ihre Karriere beginnt nicht im Kreativbereich, es kommt anders. Ihr Wunschberuf von der gestalterischen Architektur geht nicht in Erfüllung.

So beginnt Schön-Erhart eine Ausbildung zur Elektronikerin in der Filmfabrik in Wolfen, weil Mathematik und Physik ihre Lieblingsfächer sind. Nach der politischen Wende arbeitet die damals 22-Jährige bei der Deutschen Bahn als Fernmeldetechnikerin. Doch schnell merkt die junge Frau, dass diese Arbeit zwar sehr interessant, jedoch nicht ihre Berufung ist.

Der Friedersdorfer Malermeister Bernd Richter bietet der jungen Frau eine klassische Ausbildung zur Malerin als Basisgrundlage an. Diese Offerte nimmt Anke Schön-Erhart dankend an.

Drei Jahre gestaltet sie Fassaden, Innenräume und Gebäude mit Farben, Tapeten und Lacken… saniert und schützt Gebäude vor dem Verfall, verschönert Räume und rekonstruiert auch das eine oder andere malerische Kunstwerk. Nach der Ausbildung arbeitet die frisch gebackene Malerin bei der Agrarprodukte Schlaitz in der Kreativabteilung und bereitet sich auf ihre Selbstständigkeit vor. 2004 packt die Malerin die Gunst der Stunde beim Schopfe und macht sich als freischaffende Kunstmalerin selbstständig. Als erstes gestaltet Anke Schön-Erhart ein großes Wandbild an einer Fassade in ihrem Heimatort Friedersdorf. Inspiriert vom Erfolg schließen sich weitere hauptsächlich großflächige Malereien in Kindereinrichtungen und Restaurants an, jedoch auch bei immer mehr privaten Auftraggebern.

So unterschiedlich wie die Auftraggeber, so verschieden ist auch das Spektrum an umzusetzenden Ideen - von sachlich-klaren Linien über die Wiederherstellung historischer Wandmalerei bis zur Illusionsmalerei, modern und klassisch, im Innenraum sowie im Freien. Der Wirkungsradius hat sich bis dato von der näheren Umgebung über Gesamtdeutschland bis hin in Nachbarländer erstreckt. Ein Glanzpunkt ist ein Auftrag aus Dänemark von Legoland. Das Bemalen von Kinderbetten für das Hotel Legoland Billund ist eine Referenz der allerersten Güte. Um dem größer werdenden Anspruch, den die Selbstständigkeit und die Marktsituation mit sich bringt, gerecht zu werden, bildet sich Schön-Erhart von 2010 bis 2013 zum Gestalter im Handwerk weiter.

2017 folgt die Ausbildung zur Kunsttherapeutin. Wandmalerei, Leinwandbilder oder Porträtzeichnungen sind mittlerweile das Tagesgeschäft. 2012 restauriert die Kunstmalerin ein brandgeschädigtes Haus in Holzweißig, dorthin erfolgt im selben Jahr der Umzug in die Mittelstraße. Hier bietet die Neuholzweißigerin verschiedene Malkurse im Atelier an, in denen interessierte Teilnehmer zum eigenen Bild geführt werden; seit 2018 auch einmal monatlich in den Wolfener Werkstätten. Schön-Erhart ist ständig am Ausprobieren unterschiedlichster Techniken.

Die Umsetzung von Stimmungsmomenten - auch abstrakt - sowie Natur- und Landschaftsdarstellungen reizen sie besonders. Ihre Werke stellt die Kunstmalerin in verschiedenen Ausstellungen immer wieder aus, so wie aktuell im Wasserzentrum Bitterfeld. Einige Wünsche hat Anke Schön-Erhart noch: Auf malerische Umsetzung warten noch Gedanken und Ideen, die eine Auseinandersetzung mit gesellschafts- und naturpolitischen Problematiken zum Inhalt haben. Gerne würde sie auch einmal bei einem Projekt mehrerer Künstler mitwirken.

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