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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Endgültiges Aus für „Die 100“-Legende >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 08.02.2019 um 11:41:27

Endgültiges Aus für „Die 100“-Legende

„Eine Ära geht zu Ende“ geht erneut zu Ende. Der Konsum-Kauf „100“ in Bitterfeld hat endgültig geschlossen. Verkäuferin Elke Eichapfel kassiert den letzten Einkauf von Vera Erben mit 30,79 Euro ab. „Eine Ära geht zu Ende“ geht erneut zu Ende. Der Konsum-Kauf „100“ in Bitterfeld hat endgültig geschlossen. Verkäuferin Elke Eichapfel kassiert den letzten Einkauf von Vera Erben mit 30,79 Euro ab.
Foto: Thomas Schmidt
„Eine Ära geht zu Ende“ geht erneut zu Ende. Der Konsum-Kauf „100“ in Bitterfeld hat endgültig geschlossen. Irene Hacker hat das Geschäft aufgegeben.

Bitterfeld (ts).
Irene Hacker, die bisherige Betreiberin des Lebensmittelmarktes in der Bitterfelder Burgstraße hat am vorletzten Freitag punkt 12 Uhr das letzte Mal die legendäre „100“ zugeschlossen. Am Samstag blieb das Geschäft für Lebensmittel zu und wie die Betreiberin meint: „Für immer“.

Das Aus kam für Irene Hacker genauso überraschend wie für die zumeist älter Kundschaft. „Ich kann den ehemaligen Konsum nicht mehr weiter betreiben“. Die 69-Jährige gibt gesundheitliche Gründe für die Schließung an. Erst vor gut zwei Jahren hat Hacker den Weiterbetrieb des Lebensmittelgeschäftes nach der Aufgabe der Konsumgenossenschaft Burg-Genthin-Zerbst übernommen, ist extra aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Die Schließung als ältester noch existierender Lebensmittelladen löst eine erneute Schockwelle bei der vorwiegend älteren Kundschaft aus. Die letzte Kundin am Freitag ist Vera Erben. Die Bitterfelderin steht da schon vor überwiegend leeren Regalen. Dennoch kauft die Bitterfelderin für 30,79 Euro ein. Es wird wohl der letzte Umsatz gewesen sein. „Ich bin sehr traurig, dass der Konsum wieder schließt, wir Senioren haben doch nichts weiter in der Region“, so die Rentnerin.

Auch Verkäuferin Elke Eichapfel schaut wehmütig auf den letzten Einkaufskorb. „Es hat viele der treuen Kunden schockiert, doch was will man machen, es muss ja irgendwie weitergehen.“ Auch Praktikant Kevin Schulz ist traurig. „Es hat hier viel Spaß gemacht“, so der 16-Jährige etwas wehmütig. Die „100“ existiert seit den 60er Jahren, war Früh- und Spät-HO, Konsum und Kinderbekleidungsladen. Ob das Geschäft nochmal öffnet, ist aufgrund der vielen Discounter ungewiss

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