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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Michael Endes „Traumfresserchen“ hatte im Alten Theater in Dessau Premiere >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 11.02.2019 um 10:27:56

Michael Endes „Traumfresserchen“ hatte im Alten Theater in Dessau Premiere

Neugierige Theaterbesucher durften die Figuren und die Kulisse anschließend sogar bestaunen, erklimmen und anfassen. Neugierige Theaterbesucher durften die Figuren und die Kulisse anschließend sogar bestaunen, erklimmen und anfassen.
Foto: Béatrice Haas Galerie (1 Bild)
Von Béatrice Haas

Im Schlummerland bereitet schon eine Mütze voll gutem Schlaf nicht wenig Freude. Guter Schlaf an sich, egal wie lange, ist das Kostbarste in dem Königreich.

Das süße Schlafittchen, das Töchterlein des Königspaares, findet keinen guten Schlaf. Es wird von bösen Träumen heimgesucht und von Tag zu Tag kränker. Guter Rat ist teuer. 
Der König begibt sich in die weite Welt, um für sein Schlafittchen Hilfe zu holen. Er befragt Mediziner, Wissenschaftler, den Löwen in Afrika und den Pinguin auf dem Südpol. Es scheint kein Mittel für die Prinzessin zu geben.
Wie gut, dass der König unvermittelt einem blauen Wesen mit strubbeligen Haaren und langen Zähnen begegnet. Dieses nascht gern böse Träume, letztendlich auch die des Schlawittchens. Mithilfe des Traumfresserchen ist die Welt in Schlummerland bald wieder zum Schlafen schön.

Erzählt wird Michael Endes Kinderbuchklassiker von Schlafi (Kerstin Dathe) und Mütze (Maria Dietze). Sie begleiten die Zuschauer durch die fantasievolle schöne Geschichte. Ein großes buntes Bett mit Zwiebeltürmchen, Fensterchen und Klappen bietet die Kulisse, eben die weite große Welt. Mit wenigen Mitteln wurde für „Das Traumfresserchen“ eine märchenhafte Bühne gestaltet. Auch die Figuren verfehlen ihre Wirkung nicht, insbesondere das Traumfresserchen selbst. 

Zum Gähnen war die Premiere am 3. Februar 2019  auf der Puppenbühne des Alten Theaters in Dessau auf jeden Fall nicht. Für die wunderbare Ausstattung sorgte Kerstin Dathe. Die dramaturgische Leitung unterlag Raphaela Groh. Was wäre das Stück ohne die Inszenierung und Textfassung von Jürg Schlachter. 
Maria Dietze und Kerstin Dathe schenkten mit Witz und Charme allen großen und kleinen Zuschauern einen gelungenen Sonntagnachmittag.

Die nächsten Vorstellungen: 

Mittwoch, 13.2.2019 — 9.30 Uhr; Donnerstag, 14.2.2019 — 9 Uhr; Donnerstag, 14.2.2019 — 10.30 Uhr; Sonntag, 17.2.2019 — 15 Uhr

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