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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 22.05.2019 um 08:07:48

Menschenskinder: Profi in Sachen Reinemachen

Roswitha Petersohn ist in ihrem Element und das nicht nur mit Klinken putzen, sondern mit wienern, saugen, wischen und Fenster putzen... für die 58-Jährige eine Arbeit die Spaß macht. Roswitha Petersohn ist in ihrem Element und das nicht nur mit Klinken putzen, sondern mit wienern, saugen, wischen und Fenster putzen... für die 58-Jährige eine Arbeit die Spaß macht.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Wochenspiegel-Themenjahr „Menschenskinder“ stellt gewöhnliche und besondere Menschen vor - diesmal Roswitha Petersohn, Reinigungskraft mit Leib und Seele.

Bitterfeld (ts).
Roswitha Petersohn ist Reinigungskraft mit Leib und Seele – und sie gehört bei Figaro schon zum Inventar. Putzen, Wischen und Müll ausleeren, das sind nur einige Aufgaben von Reinigungskräften. Sie arbeiten wie die Heinzelmännchen. In der Frühe, spät am Abend, in Schulen, Krankenhäusern, Schwimmbädern, Rathäusern und in Friseursalons. Roswitha Petersohn ist eine dieser Heinzelfrauchen, um es mal so auszudrücken. Seit drei Jahren ist Roswitha Petersohn bei der Figaro Bitterfeld GmbH beschäftigt.

Bis zu sechs Stunden täglich sorgt sie in den Bitterfelder Objekten für staubfreie Ablagen, saubere Fußböden, glänzende Waschbecken, blitzblanke Toiletten und frisch gesaugte Teppichböden. Eher zufällig sei sie zu diesem Beruf gekommen, erzählt die 58-Jährige: „Ich war als Wirtschaftsgehilfin im damaligen CKB (Chemisches Kombinat Bitterfeld) beschäftigt.“ Eine Bekannte habe sie gefragt, ob sie nicht Lust habe, als Reinigungskraft im ehemaligen Clubhaus in Bitterfeld Geld zu verdienen. Roswitha Petersohn musste nicht lange überlegen. „Ich putze auch zu Hause sehr gerne. Mir war sofort klar, dass ich es ausprobiere“, weiß sie noch genau, wie alles begann.

Bis zur Wende läuft für sie alles blitzsauber, dann wird das Clubhaus geschlossen und Petersohn muss erst einmal bei Reinigungsfirmen Klinken putzen gehen. Über mehrere Stationen bei verschiedenen Reinigungsfirmen kommt Roswitha Petersohn bei dem regionalen Friseurfilialisten Figaro Bitterfeld GmbH an. „Hier fühle ich mich hier wohl und anerkannt. Das kannte ich bisher nicht. Alles in allem eine freundliche Atmosphäre... Respekt inklusive“, verrät die dreifache Mutter.

Warum ihr das Putzen so viel Spaß macht, verrät die Bitterfelderin gerne: „Man sieht sofort den Erfolg, wenn alles glänzt und sauber ist.“ Zudem sei die Arbeit als Reinigungskraft abwechslungsreich. „Es ist ein schönes und selbstständiges Arbeiten“, stellt die 58-Jährige fest.

Früher hat sie sich nur ganz selten über das Wort „Putze“ geärgert: „Wir sind auch keine Putzkräfte, sondern Reinigungskräfte, doch ums Putzen geht es im Großen und Ganzen schon man könnte auch reinigen sagen. Jedoch glaube ich, dass das gar nicht so wichtig ist“, so Petersohn. Ein typischer Salonputztag sieht so aus: Roswitha Petersohn steht in der Woche 05:30 Uhr auf. Es folgt ein typischer Morgenablauf wie überall in Deutschland... eine Tasse Kaffee in Ruhe gehört unbedingt dazu. Dann geht’s 06:30 Uhr aufs Fahrrad und ab in einen der Figaro Friseursalons.

Heute ist der Juniorsalon der Figaro-Azubis an der Reihe. Als erstes werden alle Jalousien hochgezogen, damit Licht den Salon erhellt. Ein kurzer prüfender Blick, ob augenscheinlich etwas anders ist, Schwerpunkte erkennbar sind und es geht los mit den Papierkörben und Müllbehältern, denn die werden zuerst geleert. Dann wischt die Reinigungskraft Staub in den Regalen und allen staubanfälligen Mobiliaren. Als nächstes werden die Haarwaschbecken intensiv gereinigt, gespült und gewienert sowie die Friseurstühle der Kunden geputzt, desinfiziert und hygienisch aufbereitet. Es folgen Türklinken, Telefone, Spiegel, anschließend wird gesaugt und entfusselt. Die Reinigungskraft aus Leidenschaft benutzt farbige Lappen. Rote Lappen verwendet sie für den Sanitärbereich, gelbe für Waschbecken und blaue für Tische, Schränke und Arbeitsflächen.

Dann geht es ans Wischen mit dem klassischen Wischeimer – ein spezielles Wischmittel für Salonfußböden wird auch verwendet - im Friseursalon bei Figaro gelten strenge hygienische Regeln. Die Geschäftsführerin Silvana Walter schaut des Öfteren mit hin, denn sie weiß, wie wichtig Sauberkeit und Hygiene im Friseursalon sind. „Wir schätzen die Arbeit unserer acht Reinigungskräfte und gestalten die Reinigungszeiten so optimal wie möglich... Hygiene und Sauberkeit in unseren Salons der Zukunft sind uns sehr wichtig und deshalb stimmen wir uns immer wieder mit den Reinigungsengeln (schmunzelt) und den Salonleiterinnen zur Sauberkeit samt Hygieneordnung ab. Die Arbeit unserer Reinigungskräfte ist eine Visitenkarte für unsere Kunden.“

Für Roswitha Petersohn geht es anschließend in den Sanitärbereich. Ein sensibler Bereich, doch für die Bitterfelderin gehört auch das dazu. Mit dem Reinigen der Toiletten hat sie kein Problem: „Schließlich trage ich Handschuhe und dieser Bereich muss ebenfalls hygienisch einwandfrei sein.“  Schlussendlich werden noch die Flure, Treppen und das Nebengelass gereinigt und einmal im Monat oder bei Bedarf auch öfter sind noch die Fenster dran. Dann fährt die 58-Jährige mit ihrem Fahrrad zufrieden nachhause, dort wartet schon ihr Lebenspartner mit dem Kaffee. Ein ganz normaler Tag für die Reinigungskraft Roswitha Petersohn.

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