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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Umsiedlung aus Galizien vor 80 Jahren >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 14.06.2019 um 13:15:53

Umsiedlung aus Galizien vor 80 Jahren

Das Organisatoren-Team des Heimattreffens in Söllichau, von links Rosa Markl, Anna Hönig geb. 1921 in Galizien, Günter Hönig, 1. Vorsitzender vom Bund der Galziendeutschen. Das Organisatoren-Team des Heimattreffens in Söllichau, von links Rosa Markl, Anna Hönig geb. 1921 in Galizien, Günter Hönig, 1. Vorsitzender vom Bund der Galziendeutschen.
Foto: Ingrid Grossmann
Am 15. Juni findet das Heimattreffen der Machliniecer Sprachinsel in Söllichau statt. Zu Gast ist der 1. Vorsitzende vom Bund der Galiziendeutschen, Günter Hönig, welcher einen Vortrag über die Vertreibung.

Söllichau (ts).
Ein Heimattreffen der zwangsumgesiedelten Galizier findet am Samstag, den 15. Juni, in Söllichau in der Gaststätte im Kulturhaus, Brunnenstraße 38, statt. Ab 11:30 Uhr treffen sich die noch lebenden Umsiedler und ihre Nachfahren und tauschen Erinnerungen aus. Es wird zudem eine Ausstellung mit Fotos und Dokumenten aus den schwierigen Tagen der Umsiedlung um 1939/40 geben.

Der 1. Vorsitzende vom Bund der Galiziendeutschen aus Wolfsburg, Günter Hönig, wird in einem Vortrag die historischen Abläufe detailliert darstellen. Mit einer kleinen Gruppe kommt er seit vielen Jahren zu den Treffen. Zahlreiche Teilnehmer aus den Regionen Anhalt-Bitterfeld, Saalekreis und Wittenberg stammen aus Machliniec (heutige Ukraine) und Umgebung. Viele Jahre hat sich die Gruppe um Josef Köstler, Rosa Markl, Richard Bill und Heidrun Rehmann große Mühe um den Erhalt der Veranstaltung gegeben.

Selbst aus Australien und Kanada sowie aus Argentinien reisen Heimatfreunde an. Aus Österreich gehören Galizier wie die Familie Bill zum Organisationsteam. Zu den Treffen pflegen die Anwesenden auch den egerländischen Dialekt, der in Galizien gesprochen wurde; es sind angelehnte pfälzische und schwäbische Dialekte. Alle Interessenten, Umsiedler oder deren Nachfolger sind herzlich eingeladen.

Hintergrund:
Seit Ende des 18. Jahrhunderts übersiedelten die ersten Deutschen nach Galizien, eine Region im Westen der Ukrainer und im Süden Polens. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Hitler-Stalin-Pakt änderte sich jedoch vieles für die Galiziendeutschen. Ende 1939 nahmen Kommissionen umsiedlungswillige Galiziendeutsche in Listen auf und brachten sie im Rahmen einer groß angelegten Aktion nach Deutschland. Die, die blieben, kamen 1945 zwangsweise mit einem großen Treck in die Region. Unter dem Druck der Verhältnisse emigrierten rund 54.000 Galiziendeutsche.

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