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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 10.07.2019 um 15:12:00

Der radelnde Weltenbummler

Seine letzte große Reise beginnt für Thomas Meixner in Bitterfeld auf dem Marktplatz, von dort aus startet der Weltenradler 2018 auf seine Seidenstraßentour in Richtung China.  Seine letzte große Reise beginnt für Thomas Meixner in Bitterfeld auf dem Marktplatz, von dort aus startet der Weltenradler 2018 auf seine Seidenstraßentour in Richtung China.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder) Galerie (8 Bilder)
Thomas Meixner ist in Mitteldeutschland genauso bekannt wie sein Fahrrad „Else“ – beide haben schon fast die ganze Welt gemeinsam gesehen, zahlreiche Abenteuer inklusive.

Jeßnitz (ts).
Thomas Meixner ist wohl einer der bekanntesten Weltenbummler auf dem Fahrrad, seiner Else. Beide haben schon Gebiete, Länder und ganze Kontinente in alle Himmelsrichtungen durchquert. Seine letzte große Radtour führte den Extremradler von Bitterfeld über Europa nach Asien bis in das chinesische Xian, eine Seidenstraßentour mit zahlreichen Begegnungen und wieder jede Menge an Abenteuern.

Thomas Meixner ist 1965 in Wolfen als Sohn einer Laborantin und eines Funkmechanikers geboren. Schon in frühester Kindheit war er, vor allem im Sommer, mit seinen Eltern in der Natur unterwegs. Wie zu DDR-Zeiten üblich oder auch kaum anders möglich, sind Inlandsziele das ganz normale Prozedere bei der Urlaubswahl. Viele suchen sich dabei alljährlich dasselbe Reiseziel aus. Auch bei den Meixners war das so. Ihr Reiseziel ist Mecklenburg. Daran hat der Naturjunge seinerzeit viel Spaß. Als Meixner etwas älter wird, geht er dann seinen eigenen Reiseweg und erweitert die Ziele und die Entfernungen.

In den 80er Jahren ist Bulgarien das erste Auslandsziel. Des Weiteren diverse DDR-Ziele. Wie seinerzeit nicht unüblich, wird im Osten per Anhalter getrampt. Doch irgendwann kam für den Reisefan das Fahrrad ins Spiel und eroberte den ersten Platz in der Rangliste der Fortbewegungsmittel. 1989 gab es die dann die erste lange Radtour, zum Schwarzen Meer von 2.315 Kilometern. Mit der politischen Wende kamen die Reisefreiheit und 1991 auch die Arbeitslosigkeit.

Meixner unternimmt eine dreimonatige Reise in Richtung Nordafrika, mit seinem damaligen Reisepartner Thomas Junik. Gemeinsam geht es durch 13 Länder rund ums westliche Mittelmeer, einschließlich Tunesien, Algerien und Marokko.
Die Strecke erweitert sich auf einen fünfstelligen Wert, insgesamt legen beide jeweils 10.200 Kilometer zurück. Ein Jahr später, 1992, gibt es eine ganz normale und reguläre Urlaubstour nach Südskandinavien mit Oslo als nördlichsten Punkt... Reiseentfernung 3.100 Kilometer.

Nach einem Jahr Pause geht es im Herbst 1994 über den großen Teich. Meixner kurbelt mit einem weiteren Reisepartner, Steffen Pratsch, eine Radtour durch den Südwesten der USA an. Die Strecke führt über 2.100 km von Denver nach Los Angeles am Pazifik. 1993 bekommt das australische Sydney den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2000. Von da an stand das nächste Radziel fest: Mit dem Fahrrad zu den Olympischen Spielen. Eine lange Vorbereitungsphase mit Etappenplanungen und die Abwägung der Risiken beschäftigen den heute 53-Jährigen.

Zu zweit geplant, aber dann doch alleine, steht Meixner am 1. Mai 1998 am Start zu einer Megatour nach Australien, die sich schließlich zu einer Erdumrundung entwickelt. Insgesamt 36 Länder auf fünf Kontinenten werden bereist und sage und schreibe fast einhunderttausend Kilometer (98.951 km) zurückgelegt. Am 2. Dezember 2001 ist Thomas Meixner wieder zu Hause und spätestens jetzt ein kleiner Star unter den Reisebloggern, wie man sie heutzutage nennt. Doch wer denkt, das war es mit den Radtouren, der hat sich getäuscht. Ganze fünf Monate hält es den Extremradler in der Heimat.

Im Sommer 2002 rollen die beiden Räder desselben Fahrrades gen Norden. Meixner besucht dreizehn Länder des europäischen Kontinents. Unter anderem ist er am Nordkap, in Helsinki, St. Petersburg, Tallin, Riga, Budapest und in weiteren Metropolen. Insgesamt kommen bescheidene 10.400 Kilometer zusammen. 2003 geht die Reise dann durch die Weiten der Mongolei (4.200 km) und 2004 durchquert Meixner die USA von San Francisco am Pazifik bis nach Miami am Atlantik. Dabei legt er 7.500 Kilometer zurück. Es folgt 2005 eine Kurzreise nach Stockholm in Schweden, Raddistanz 3.400 km.

Im Mai 2006 ist es dann wieder soweit, eine große Reise wird verwirklicht. In 15 Monaten drehen sich die Räder 27.300 Kilometer von Wolfen bis nach Kapstadt im Süden Afrikas. 2009 radelt der Naturradler zwei Monate durch den Osten Europas in Richtung Moskau. Die 6.600 km lange Tour ist quasi eine Probefahrt für das darauffolgende Jahr. Dann heißt das Ziel Wladiwostok im Fernen Osten Russlands. Vom 1. April bis zum 16. September 2010 ist Meixner unterwegs nach Wladiwostok und zieht bis Japan durch.

Die 16.630 Kilometer lange Radreise führte den touristischen Extremradler unter anderem durch Polen, die Ukraine, Kasachstan Russland und schließlich nach Japan. Mit der Transsibirischen Eisenbahn geht es dann eindrucksvoll zurück bis nach Moskau. Der Sommer 2012 gehörte dann dem Nordwesten Europas, im Grunde eine Aufwärmtour. 3.027 Kilometer rollen die Räder durch Deutschland, Dänemark, den Färöer-Inseln und schließlich durch Island. Im Mai 2013 fangen die Speichenräder sich wieder an zu drehen. Die Reise beginnt in Alaska und endet nach 20 Monaten in Chile und das nach genau 41.178 Kilometern.

Die Fahrt geht durch 12 Länder. Der radelnde Weltenbummler reist z. B. durch den amerikanischen Norden durch Yukon, er radelt anschließend nach Kuba, quälte sich durch das Amazonasbecken und kämpfte mit dem Wind in Patagonien um Kilometer. Dann gibt es eine längere Pause aus verschiedenen Gründen, doch wer Thomas Meixner kennt und wie man es sicher auch erwarten kann, hält es den gelernten Elektroinstallateur nicht auf ewige Zeit zuhause.

Eine Reise nach China soll 2018 die Seidenstraße näherbringen, Meixner startet wieder einmal medienwirksam und ganz klassisch in der Heimat. Vom Bitterfelder Marktplatz aus geht die Tour 12.700 Kilometer bis nach Xian, der alten Kaiserstadt in China, die als Ende der alten Handelsstraße gilt. Auf diesem Weg durchradelt Meixner 14 Länder und ist knapp sechs Monate unterwegs. Doch auch in den Zeiten zwischen den Touren gibt es immer mal andere Touren, wie zum Beispiel eine Tour mit 15 Leuten und acht „Trabbis“ nach Sibirien, wo die Ostalgie Liebhaber ein großes Floß bauen, um anschließend zwei Wochen auf einen kleinen sibirischen Fluss namens Tavda zu flößen.

Eine andere Tour geht mit allradgetriebenen DDR-Lastern nach Marokko und so weiter. Im Mittelpunkt seiner Reisen stehen immer das Erleben, sei es die Natur oder die Begegnung mit Menschen, das tägliche Entdecken der Möglichkeiten- wie weit tragen Meixner seine eigenen Kräfte, wo findet er Kontakt, wie wird er aufgenommen. Ständiges Lernen, Entdecken, Willkommen sein, doch auch Ablehnung, dann wiederum entstehen Freundschaften und auch Tränen gehörten zum Alltag. Sicher fragen sich jetzt viele Leserinnen und Leser, wie finanziert Thomas Meixner diese Touren und wovon lebt der Mann...?

Zum einen zeichnet den Weltenradler eine große Portion Bescheidenheit aus, zum anderen hält Thomas Meixner Bildervorträge und er hat auch vier Bücher und diverse DVDs im Buchhandel verfasst. Nichts zum reich werden, doch bescheiden genug, um davon zu leben und die nächste Reise zu planen.

Also wer erfahren möchte, warum der Weltenradler mit Steinen beschmissen wurde oder warum er in Indien Massenaufläufe verursacht hat, warum Tibet und Nepal exotisch sind, was buddhistische Klöster am „Wegesrand“ in Thailand bedeuten, was es mit „Inselspringen“ auf sich hat oder warum Thomas Meixner einige Tage in Malaysia festhing und welche weiteren unglaublichen Geschichten, Begegnungen und Erfahrungen er auf allen Kontinenten erlebt hat, sollte eine seiner Vorträge besuchen oder den Weltenbummler ansprechen.  Weitere Infos und Kontakt: Thomas Meixner, E-Mail info@thomasmeixner.de oder auf Facebook.

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