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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Michail Gorbatschow bekommt in Dessau ein Denkmal >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 23.07.2019 um 11:19:21

Michail Gorbatschow bekommt in Dessau ein Denkmal

Dessau Ex-Oberbürgermeister Hans-Georg Otto gehört zu den Initiatoren des geplanten Gorbatschow-Denkmals. Dessau Ex-Oberbürgermeister Hans-Georg Otto gehört zu den Initiatoren des geplanten Gorbatschow-Denkmals.
Foto: Anke Katte
Dessau (ak). Auf dem Platz der Deutschen Einheit - unmittelbar neben der Dessauer Friedensglocke, die im Jahr 2000 aus Waffenschrott der ehemaligen Kampfgruppen gegossen worden war - könnte es stehen. Die Rede ist von einem überlebensgroßen Denkmal aus Bronze für Michail Gorbatschow. 

Die Idee dazu kam Karl-Heinz Heise, Detlef Wenzel und Hans-Georg Otto bei einem gemeinsamen Essen. Dass die beiden Unternehmer und der Ex-Oberbürgermeister von Dessau in dieser Konstellation zusammenfanden, haben sie ihrer Meinung nach vor allem einem Mann zu verdanken: Michail Gorbatschow.

„Nur seiner realistischen Einschätzung der Situation und seinem Mut zu Veränderungen ist es zu verdanken, dass unsere friedliche Revolution nicht wie der Prager Frühling im Keim erstickt wurde“, so Hans-Georg Otto. 

„Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt, zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung ein von Prof. Göbel gestaltetes und durch Spenden finanziertes Denkmal für ihn aufzustellen.“
Bernd Göbel ist kein Unbekannter, zahlreiche Denkmale, Figurengruppen und Brunnen zeugen von dem vielfältigen Schaffensprozess des Bildhauers, der viele Jahre an der Burg Giebichenstein unterrichtete. In Dessau schuf er u. a. die Denkmale für Kurt Weill und Bertolt Brecht (Lidiceplatz), die Plastiken „Badende“ und „Hemdausziehende“ (Stadtpark) und die Figurengruppe auf dem Friedensplatz. 

Rund 40.000 Euro sind für das Gorbatschow-Denkmal veranschlagt. Die Initiatoren haben den finanziellen Grundstein für ihr Projekt gelegt und sind jetzt dabei weitere Spenden zu sammeln.

Die Resonanz ist sehr positiv, freut sich Hans-Georg Otto. „Sogar aus Aken und Wittenberg haben wir von Privatspendern Geld erhalten. Inzwischen sind rund 23.000 Euro auf dem von der Stadtverwaltung eingerichteten Spendenkonto eingegangen.“ 

Natürlich gibt es auch Skeptiker, die sich fragen, warum gerade in Dessau ein Denkmal für Gorbatschow aufgestellt werden soll. Schließlich war der nie hier. 
„Eigentlich müssten überall in Deutschland Denkmale für Gorbatschow aufgestellt werden, schließlich haben wir ihm die Einheit mit zu verdanken“, meint Hans-Georg Otto. Und vielleicht ist Dessau-Roßlau  die erste Stadt, die ein solches Wahrzeichen sogar mit ihm persönlich als Ehrengast einweihen kann. 

Spendenkonto

Spendenkonto bei der Stadtverwaltung Dessau-Roßlau
IBAN: DE 62 8005 3572 0030 0050 00
BIC: NOLADE21DES
Verwendungszweck: 28120.4147020 Gorbatschow-Denkmal
Für die Erteilung einer Spendenquittung ist die Angabe der vollständigen Adresse des Spenders erforderlich. 

Hintergrund

Michail Sergejewitsch Gorbatschow (geboren 1931) war von 1985 bis 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und 1990/1991 Staatspräsident der Sowjetunion. In Westeuropa wird er als weitsichtiger Politiker (Glasnost und Perestroika) und Friedensstifter verehrt. Im eigenen Land gilt er als „Totengräber“ der UdSSR. Er erhielt 1990 den Friedensnobelpreis.

 

Leserkommentare:


Ente. Jup, Fkk-Strand:
"Ja es ist wieder ein Thema was natürlich alle Gemüter zur Aufruhr bringt. Sollte ich dieses oder jenes machen, ist natürliche die Frage. Was Dessau macht oder nicht ist soweit klar, der Bürger wird da nicht gefragt, immer raus mit der Pinke. Mein humoristische Hinweis ist mein Standort. Viel Spaß beim Geld ausgeben! 😁"

Bernd Triest, Dessau:
"Das sind 40.000 ZU viel, die können Sinnvoller Eingesetzt werden."

Linda möller, Dessau:
"Ich bitte euch, spenden Sie geld für bedürftige Menschen, damit unsere Gesellschaft gesund und friedlich bleibt. Das ist doch viel nützlicher für die Welt als einen Denkmal."

Skupnik Peter, Dessau-Roßlau:
"Ich finde das Denkmal genau so sinnlos wie die Helmut Kohl Straße. Es gibt bestimmt wichtigere Dinge in Dessau-Roßlau um die man sich Gedanken machen sollte."


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