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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Kreishandwerkerschaft: Gesellenbriefe in der Hand >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 15.10.2019 um 14:01:11

Kreishandwerkerschaft: Gesellenbriefe in der Hand

szubildende haben ihre Gesellenprüfung erfolgreich bestanden und dürfen sich nach der Freisprechung in ihren jeweiligen Berufen Gesellin oder Geselle nennen. szubildende haben ihre Gesellenprüfung erfolgreich bestanden und dürfen sich nach der Freisprechung in ihren jeweiligen Berufen Gesellin oder Geselle nennen.
Foto: Thomas Schmidt
Auszubildende aus neun Gewerken haben ihre Gesellenprüfung erfolgreich bestanden. Die feierliche Freisprechung bedeutet einen großen Schritt in ein neues Leben.

Bitterfeld (ts.
Im Wasserzentrum Bitterfeld fand die traditionell Freisprechung der Auszubildenden in den Berufen Friseure, Tischler, Lebensmittelfachverkäufer, Straßenbauer, Tiefbaufacharbeiter, Hochbaufacharbeiter, Maurer, Elektroniker und KFZ-Mechatroniker statt.

Dort haben 34 frisch gebackene Gesellinnen und Gesellen ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse erhalten. Anhalt-Bitterfelds Kreishandwerksmeister Roland Prokop gratulierte in seiner Festrede den frischgebackenen Junggesellinnen und Junggesellen zur bestandenen Prüfung im Handwerk und findet auch kritische Worte an die Politik. „128 Azubis sind vor wenigen Tagen ins neue Berufsleben gestartet, im Grunde zu wenig, zu viele Akademiker… zu wenige Handwerker und das bei der hohen Nachfrage an Handwerksbetrieben, hier sind politische Entscheidungen gefragt“, so der Kreishandwerksmeister.

Prokop macht seinem Herzen auch Luft, was die langen Fahrwege vom Heimatort zur Berufsschule anbetrifft und dass dies ein Handicap bei der Berufswahlentscheidung ist. Doch der Kreishandwerksmeister macht auch Mut: „Wir sind zuversichtlich, dass unser Handwerk zukunftssicher ist. Im Handwerk ist Mut gefragt… Mut zur Entscheidung, Mut für die Zukunft“, so Prokop.

Ob Friseure, Tischler, Bauarbeiter oder Mechatroniker, alle Handwerksberufe sind gefragte kreative Dienstleister für anspruchsvolle Verbraucher. In drei, nicht immer leichten Lehrjahren, haben sie die theoretischen und praktischen Grundlagen ihres Berufes in den Berufsbildenden Schulen sowie in den Ausbildungsbetrieben vor Ort erlernt. Am Ende der Ausbildungszeit mussten sich alle einer Prüfung stellen, die von den ehrenamtlichen Prüfungskommissionen der Handwerksinnungen organisiert wurde… gibt der Kreishandwerksmeister noch allen Anwesenden mit auf den Weg und spricht alle Auszubildenden öffentlich und feierlich frei von den Verpflichtungen der Ausbildung und erklärt die damit ausgelernten Fachkräfte zu Handwerksgesellen.

Allerdings hat ein Teil der Prüfungsteilnehmer das Prüfungsziel nicht erreicht, diese bekommen in einem halben Jahr eine zweite Chance. „Ich sage das immer wieder gerne, auch heute… dieser Tag ist für Sie ein wichtiger Tag und Sie haben einen wegweisender Schritt in ihrem Leben gemacht, wir brauchen Sie… daher bleiben Sie gesund und der Region erhalten“, betont der Landrat des Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze, in seinem Grußwort.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Armin Schenk, brachte es so auf den Punkt: „Lernen ist wie rudern gegen den Strom, wenn man damit aufhört, treibt man wieder zurück. Zum Schluss möchte ich noch Ulrich Dietz zitieren... “Glaube deiner Idee, lebe deine Träume, ohne Fleiß kein Preis und Vertrauen schlägt Preis“, letzteres sollten Sie besonders beherzigen und machen Sie vom heutigen Tag richtige gedruckte Fotos und wenn Sie in 20 oder 30 Jahren nachschauen, werden Sie sich voller Freude an diesen Tag erinnern“.

Damit meint das Stadtoberhaupt, dass mit dem Ausbildungsende nicht das Lernen vorbei ist, sondern dass es wichtig ist, immer ein lebenslanges Lernen für die richtige Richtung anzustreben und die Erinnerung ein wichtiges Element im Leben eines Menschen ist.

Dem schloss sich auch das Vorstandsmitglied der HWK Halle (Saale), Britta Grahneis an. Sie ermutigte die jungen Gesellinnen und Gesellen, nicht mit dem Lernen aufzuhören, nicht stehenzubleiben und sich stets im Interesse der Kunden weiterzubilden, auch in einer Meisterausbildung. Die Chancen für eine Karriere im Handwerk stehen ausgezeichnet und sollten genutzt werden.

Das ist das Ziel der Kreishandwerkerschaft Anhalt-Bitterfeld und ihrer Partner. „Wir haben sicher mit dem Nachwuchs zu kämpfen, es braucht mehr junge Menschen, die in Handwerksberufen ihren Mann oder ihre Frau stehen… wir wollen und werden auch weiterhin die Region im Interesse Aller stärken, das ist auch 2020 unser Ziel“, so die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Carmen Pottel.

Zurzeit befinden sich in Anhalt-Bitterfeld 384 Auszubildende in 24 Handwerksberufen in der Ausbildung, das sind gut zehn Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2018.

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