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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Tourismus soll ab 15. Mai wieder anlaufen >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 05.05.2020 um 14:54:54

Tourismus soll ab 15. Mai wieder anlaufen

Sozialministerin Grimm-Benne, Ministerpräsident Haseloff und Wirtschaftsminister Willingmann stellen die neuesten Corona-Lockerungen vor.   Sozialministerin Grimm-Benne, Ministerpräsident Haseloff und Wirtschaftsminister Willingmann stellen die neuesten Corona-Lockerungen vor.
Foto: Screenshot Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Unter Auflagen soll der Übernachtungstourismus schrittweise den Betrieb wieder aufnehmen. Willingmann stellt Stufenplan für Gastronomie und Tourismuswirtschaft vor.

LSA (WS).
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am Dienstag dem Kabinett einen Stufenplan zur Öffnung der Gastronomie und Tourismuswirtschaft in Sachsen-Anhalt vorgestellt. „Nach dem es in den vergangenen Wochen gelungen ist, durch das Herunterfahren des öffentlichen Lebens die Zahl der Infektionen mit dem Corona-Virus deutlich zu senken, ist es jetzt an der Zeit, auch die Tourismuswirtschaft in Sachsen-Anhalt unter Einhaltung von Schutzvorkehrungen behutsam wieder hochzufahren“, erklärte Willingmann am Dienstag.

Das Konzept sieht in der ersten Stufe für den Bereich Tourismus vor, dass Ferienhäuser- und Wohnungen bereits ab dem 15. Mai wieder vermietet werden dürfen – zunächst für Einheimische. Campingplätze sollen dann nicht nur für Dauercamper, sondern auch für Reisemobile und Wohnwagen mit autarker Versorgung geöffnet werden. Ab dem 22. Mai dürfen Restaurants öffnen. Auf eine Differenzierung zwischen Außen- und Innengastronomie wird verzichtet – ebenso wie auf eine maximale Gästezahl. Allerdings müssen bestehende Kontaktbeschränkungen (nicht mehr als fünf Personen pro Tisch), Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Davon ausgeschlossen bleiben Tanzlokale und Diskotheken.

„Bei der Erarbeitung des Stufenplans wollen wir uns weiter mit den mitteldeutschen Bundesländern abstimmen“, so Willingmann. Der vorgelegte Plan sei auch Grundlage für die weiteren Beratungen im Rahmen der Wirtschaftsministerkonferenz am Dienstagabend sowie für das Gespräch der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch. „Fest steht auch: die stufenweise Wiedereröffnung der Gastronomie und Tourismuswirtschaft wird nur dann erfolgreich gelingen, wenn sich alle Akteure, Gastronomen wie Gäste, weiterhin an die Abstandsgebote und Hygienebestimmungen halten“, betonte Willingmann. Sollte es zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommen, müssten die Lockerungen zurückgenommen werden.

Weitere Stufen der Lockerungen
Nach den Plänen des Wirtschaftsministers sollen im Rahmen der zweiten Stufe auch Hotels wieder Gäste empfangen dürfen, sofern sie über Zimmer mit eigenen sanitären Einrichtungen verfügen. Es sollen dann auch Gäste aus ganz Deutschland nach Sachsen-Anhalt reisen dürfen. „Voraussetzung hierbei ist allerdings ein unter den Bundesländern bis dahin abzustimmendes Konzept. Zudem werden wir eine Taskforce beim Wirtschaftsministerium einsetzen, die spezielle Schutz- bzw. Hygienekonzepte entwickeln wird“, betonte Willingmann. Auch Veranstaltungen im kleineren Rahmen sollen Teil der zweiten Stufe werden. Das Kabinett hat sich heute darauf verständigt, über weitere Termine demnächst zu beraten.

Die dritte Stufe würde eine komplette Öffnung aller touristischen Betriebe und Angebote ohne Einschränkungen sowie die Zulassung des Tourismus für ausländische Gäste vorsehen, auch hierfür muss das Kabinett konkrete Termine noch abstimmen, die mit den Bundesvorgaben für den internationalen Tourismus korrespondieren.

 

Leserkommentare:


Andreas Weniger, Sangerhausen:
"Hört sich alles gut an! Aber ist es wirklich schon an der Zeit? Wer trägt die Verantwortung, wenn es zum Totalabsturz kommt? Wir wollen keine zweite Welle."


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