Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Stehen angestellte Landwirte im Regen? >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 04.06.2020 um 17:31:56

Stehen angestellte Landwirte im Regen?

Jeden Morgen früh füttern, aber jetzt selbst auf Diät: Wer in der Landwirtschaft arbeitet, könnte künftig nach der Agrar-Gewerkschaft um die Zusatzrente fürchten. Jeden Morgen früh füttern, aber jetzt selbst auf Diät: Wer in der Landwirtschaft arbeitet, könnte künftig nach der Agrar-Gewerkschaft um die Zusatzrente fürchten.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Im Kreis Anhalt-Bitterfeld arbeiten 1.800 Menschen in der Branche. Beschäftigte in der Landwirtschaft könnten um Zusatzrente bangen.

Region (WS)
. Sie sind bei Wind und Wetter draußen auf dem Feld – bleiben beim Thema Rente jedoch unter Umständen jetzt im Regen stehen? Für zahlreiche Beschäftigte in der Landwirtschaft steht im Landkreis Anhalt-Bitterfeld die betriebliche Zusatzrente auf dem Spiel, das zumindest bekräftigt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Der Grund: Die Arbeitgeber haben den Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge zum Jahresende gekündigt. Die Landwirtschaft beschäftigt im Kreis Anhalt-Bitterfeld nach Angaben der Arbeitsagentur rund 1.800 Menschen.

„Wer Kühe melkt oder Äcker pflügt, hat meist nur ein geringes Einkommen. Um im Alter nicht in die Armut zu rutschen, sind die Beschäftigten dringend auf die Zusatzrente angewiesen“, sagt Lutz Koppehel. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Dessau-Bernburg ruft die Arbeitgeber dazu auf, die Kündigung zurückzunehmen. Die betriebliche Extra-Rente sei eine „enorm wichtige Säule“ in der Altersvorsorge. „Ein Sparen an der Zusatzrente ist ein Sparen am falschen Ende. Denn ohne solche Anreize wird die Suche nach Personal für landwirtschaftliche Betriebe noch schwieriger als bisher“, betont Koppehel.

Zwar hätten Gewerkschaftsmitglieder nach aktuellem Stand auch über 2020 hinaus Ansprüche auf den Renten-Tarifvertrag. Die IG BAU fordert jedoch eine verpflichtende Lösung für alle Beschäftigten in der Landwirtschaft. Die Betriebsrenten werden vom Zusatzversorgungswerk für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLF) organisiert. Für einen Beschäftigten macht die Extra-Rente nach 40 Beitragsjahren aktuell 52 Euro im Monat aus.

Thomas Külz, Vorsitzender Bauernverband Anhalt e.V. äußert sich so: „Es wird eine andere Lösung angestrebt und keiner wird im Moment nur einen Cent verlieren“.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Open Air am Mausoleum im Tierpark Dessau Open Air am Mausoleum im Tierpark Dessau Das beliebteste Open Air-Konzert Dessaus zieht vor das Mausoleum. ...
Anzeige
Unser Land
Ein Paradies zwischen zwei Ozeanen Ein Paradies zwischen zwei Ozeanen Costa Rica: Eine Frau, ein unglaubliches Land und jede Menge Natur pur. Der Wochenspiegel lässt sich von Reisen mit Erlebnissen und Anekdoten...
Anzeige
Ludwig bleibt Cheftrainer bei den BSW Sixers Ludwig bleibt Cheftrainer bei den BSW Sixers Es gibt sie noch, die guten Nachrichten – die Basketballkooperation zwischen dem SYNTAINICS MBC aus Weißenfels und den BSW Sixers aus...
Anzeige
Sag Ja!